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Suchergebnisse für: berufsunfahigkeitsversicherung vergleich 2012

Ärzte und Zahnärzte

Siehe auch: Berufsunfähigkeit bei Ärzten, Bewertungsportale für Ärzte

Sobald Sie als Arzt, Zahnarzt oder Therapeut Ihren ersten weißen Kittel anhaben, werden Sie häufig von Dreibuchstabenvertrieben bedrängt. Geködert mit praktischen Büchlein, kostenloser Berufshaftpflicht und verschreckt von düsteren Szenarien künftiger Altersarmut, schließt so mancher Jungmediziner Verträge ab, die weder zu seiner aktuellen Situation noch zu seiner langfristigen Lebensplanung passen.

Die Symptome

Folgende “Symptome” treten – einzeln oder in Kombination – bei einer “Dreibuchstabenberatung” häufig auf:

Die (sehr wichtige!) Absicherung gegen Berufsunfähigkeit wird mit einer Basis- oder Rürup-Rente kombiniert. Das verdoppelt den Beitrag (und die Provision des Beraters) – ohne dass der Arzt sich immer der hier beschriebenen Risiken und Nebenwirkungen des angespriesenen Steuersparmodells auch nur annähernd bewusst ist.

Jeder freie Euro wird in langlaufende Altersvorsorge investiert – und für den späteren Hauskauf fehlt dann die nötige Liquidität.

Bei der Auswahl der Art der Altersvorsorge (Basisrente vs. Privatrente) wird eine Basis- oder Rüruprente als Steuersparmodell empfohlen, ohne auf deren “Risiken und Nebenwirkungen” hinzuweisen. Ärzte sind durch das Versorgungswerk ohnehin schon stark in der sog. “Basisschicht” nach Alterseinkünftegesetz investiert, so dass weitere Versorgung in der gleichen Schicht zu einseitigen Ergebnissen führen kann (u.a. mangelnde Flexibilität / Vererbbarkeit, keine Kapitalentnahme möglich, hohe Steuerlast als Rentner).

Bei der Altersvorsorge wird als “Einstiegsdroge” mit reduzierten Anfangsbeiträgen von nur 20 € im Monat gearbeitet, die sich nach drei Jahren automatisch erhöhen (z.B. auf 200 € p.m. – “Herr Doktor, sobald Sie arbeiten können Sie sich das locker leisten“). Solche zunächst verdaulicher wirkenden Kleinverträge bekommt man dann jährlich neu aufs Auge gedrückt – jedes Mal mit neuen Kosten verbunden! Vorteil dieser “Beitragssprünge” für den Berater: er kassiert direkt die Provision für den gesamten Betrag. Nachteil für den Kunden: mit dem Einstieg in das Berufsleben führen diese Erhöhungen dazu, dass wieder nur wenig Geld übrig bleibt – dabei würde man nun auch gerne mal etwas Konsum nachholen. Lehnt der Kunde den Beitragssprung dann ab, hat er bis dahin trotzdem schon die vollen Kosten dafür bezahlt.

Sparvorgänge werden vom Berater fondsgebunden empfohlen ohne genau zu prüfen, ob diese Anlageform zum persönlichen Risikoprofil des Kunden passt. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Kunde dann sich selbst überlassen, ohne dass der Berater in den nächsten Jahren Verantwortung für die Überprüfung und laufende Optimierung der Fondsauswahl übernimmt.

Bei der Anbieterauswahl wird dem Kunden eine dem Unternehmen nahestehende Gesellschaft empfohlen (z.B. Heidelberger Leben), die wiederum die Kundengelder in von einer nahestehenden Vermögensverwaltung betreute Fonds investiert (z.B. die Feri AG). So profitiert das Unternehmen doppelt, nicht jedoch der Kunde! Von Risikostreuung keine Spur, insbesondere wenn die oben beschrieben klein gestückelten Verträge dann noch in exakt die gleichen Fonds anlegen. Überprüfen Sie doch einfach einmal, wie viel Sie über die Jahre in Ihre Verträge eingezahlt haben und wie hoch die aktuellen Rückkaufwerte sind! Ich hatte Fälle, in denen nach 5 Jahren von eingezahlten 25.000 € nur noch 5.000 € übrig waren! Vergleicht man wichtige Bilanzkennzahlen z.B. der Heidelberger Leben mit der Allianz, kann man einen Teil der Ursachen erkennen:

  • Verwaltungskostenquote Allianz: 1,10% / Heidelberger Leben: 10,65%
  • Abschlusskostenquote: Allianz 4,21 % / Heidelberger Leben: 5,06%
    (Quelle: Morgen & Morgen LV-WIN 8.11, Stand 14.3.2012, Bilanzjahrgang 2010)

Honni soit qui mal y pense” – ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt …

Oder es wird in kurzen Abständen die private Krankenversicherung gewechselt (teilweise ohne genaue Aufklärung über Defizite des neuen Tarifs und ohne sorgfältige Prüfung der Gesundheitsfragen!). Die Altersrückstellungen des Mediziners bleiben dabei auf der Strecke, der Berater kommt so allerdings seinem Traumhaus näher.

Termine mit Ärzten, die aus der “Betreuung” eines solchen Strukturvertriebs kommen, ähneln beim Finanzcheck deshalb manchmal “rhythmischer Sportgymnastik“, wenn ich im Halbstundentakt die Hände über dem Kopf zusammenschlage! Da bestätigt sich oft, dass sich in der Finanzbranche eine Reihe merkwürdiger Menschen tummeln.

Zitate eines Arztes, bei dem ich alle diese Symptome diagnostizieren musste:

  • “wenn ein MLP Berater zu mir einmal als Patient kommt, operiere ich ihn auch an möglichst vielen Körperteilen gleichzeitig – dann weiß er nicht mehr, woher der Schmerz kommt!”.
  • “das MLP Modell hat ja auch Vorteile: mangels Rendite ist immer eine steuerfreie Auszahlung möglich”

Als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, verheiratet mit einer Frauenärztin, habe ich früher selbst oft genug erlebt, wie uns Finanzmenschen unterschiedlicher Couleur als beliebte “Beute” umschwirrten. Einer kam mit nichts als einem weißen Blatt Papier, ein anderer wollte uns (beide im Versorgungswerk) Riester verkaufen, der dritte riet regelmäßig zum Wechsel der Krankenversicherung, der vierte verkaufte uns teure Rentenversicherungen, die wir später wg. zu hoher Kosten mit Verlusten stilllegten, usw.

Diagnostik

Auch wenn Sie negative Erfahrungen mit Finanzberatung gemacht haben sollten, ist das Thema Finanzen – ähnlich wie die Gesundheit – zu wichtig und zu komplex, um es als „Heimwerker“ mit vertretbarem Zeitaufwand selbst vernünftig in den Griff zu bekommen.

Lassen Sie Ihre Finanzen und Ihren “Dreibuchstaben-Ordner” bei einem kostenlosen Finanzcheck durch einen unabhängigen Finanzberater kritisch durchleuchten. Suchen Sie sich dazu einen Finanzberater, der

  • wirklich unabhängig arbeitet und nicht strukturgebunden ist – Strukturen neigen dazu, die Produktauswahl einzuengen, um durch gebündelte Nachfrage mehr Marge zu erzielen
  • sich durch geprüfte Kundenbewertungen unabhängiger Bewertungsportale auszeichnet
  • wirklich Ahnung vom Beruf als Mediziner mit allen finanziellen Aspekten hat (u.a. Thema Versorgungswerk)
  • eine hinreichend große Anzahl von Ärzten und Zahnärzten über längere Jahre als Kunden erfolgreich betreut
  • ausreichend (Lebens-)Erfahrung hat
  • selbst in geordneten finanziellen Verhältnissen lebt

Auf der Seite Bewertungen können Sie die Qualität meiner Beratung einfach überprüfen. Bei Bedarf kann ich Ihnen auch gerne von mir betreute Kollegen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten als Referenz nennen. Lernen Sie mich kennen!

Therapie – was tun mit “Altlasten”?

Auch wenn bei Ihnen die o.g. Diagnose zutrifft, sollten Sie – bei allem verständlichen Unmut – Versicherungen nicht übereilt kündigen! “Alte” Verträge können verschiedene Vorteile haben (z.B. Steuerfreiheit bei Beginn vor 2005, Abschlusskosten sind bereits “bezahlt”), die mit den beschriebenen Nachteilen abzuwägen sind. Hier das empfohlene Vorgehen für verschiedene Vertragsarten:

Berufsunfähigkeitsversicherung

  • Prüfen Sie, ob Ihre BU richtig “konfiguriert” ist – siehe “Die richtige Konfiguration Ihrer Berufsunfähigkeitsabsicherung
  • Lassen Sie mit einem unabhängigen Vergleichsprogramm die Qualität der Bedingungen Ihrer BU überprüfen. Wichtig für Ärzte ist u.a. eine möglichst umfassende Infektionsklausel.
  • Zahlen Sie zu viel für Ihre BU? In den letzten Jahren haben einige Anbieter die Beiträge für Akademiker durch eine günstiger Berufsgruppeneinstufung deutlich gesenkt, so dass “neue” Verträge sogar beim gleichen Anbieter trotz höheren Einstiegsalters oft deutlich günstiger sind. Nicht alle Berater weisen Ihre Kunden aktiv auf diese Veränderungsmöglichkeit hin.
  • Um Risiken auszuschließen: in jedem Fall zunächst die neue BU beantragen und erst nach erfolgter Policierung die “alte” BU kündigen!

Altersvorsorgeverträge

Als Entscheidungsgrundlage können Sie den alten Anbieter zunächst einmal zur Beantwortung folgender Fragen auffordern:

  • Eingezahlte Beiträge und aktueller Rückkaufwert (hier werden Sie Augen machen!)
  • prognostizierte Ablaufleistung (bei Fonds z.B. mit Rendite 6%)
  • bisherige Performance der investierten Fonds in Prozent und als Betrag
  • weitere Kosten absolut / prozentual (Abschlusskosten, Vertragskosten und beitragsbezogene Kosten)

Und dann lassen Sie sich überraschen, ob, nach welcher Zeit und in welcher Qualität Ihre Fragen beantwortet werden ;-)

Handlungsmöglichkeiten für Altverträge:

  • weiter bezahlen (ggf. weiter rel. hohe Kosten und schwache Rendite)
  • beitragsfrei stellen (ggf. Erhalt Steuerfreiheit, weiter administrativer Aufwand und laufende Kosten)
  • kündigen und Rückkaufwert auszahlen lassen (bei Gewinn zu versteuern, nicht möglich bei Basisrente)
  • beitragsfrei stellen und „juristisch kündigen“ – mit der Chance auf Rückzahlung aller eingezahlten Beiträge

P.S.: Es ist durchaus möglich, auch bei einem Dreibuchstabenvertrieb gut beraten zu werden. Nach meiner persönlichen Statistik ist dies jedoch eher die Ausnahme. Und noch eine gute Nachricht: die sog. “Sachversicherungen” der Janitos (Berufshaftpflicht, Privathaftpflicht, Hausrat, Unfallversicherung, etc.) sind gar nicht so schlecht, sollten aber auch einmal gecheckt und optimiert werden.

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Kindervorsorge und Kindersparen

Kinder zu haben bedeutet auch eine größere Verantwortung für deren Zukunft. Diese Zukunft bringt Kosten mit sich (Stichwort “Kindersparen“) sowie besondere Chancen und Risiken (Stichwort “Kindervorsorge“).

Kosten – was kostet ungefähr wie viel?

  • Führerschein (18): ~ 2.000 €
  • Hochschulstudium (19): ~ 50.000 €
  • Wohnungseinrichtung (20): ~ 20.000 €
  • Meisterausbildung (21): ~ 10.000

Um Ihrem Kind alle Optionen offen zu halten, sollten mit 19 Jahren also idealerweise 50.000 EUR zur Verfügung stehen – inflationsbereinigt! Hier bietet sich die erste Chance, der Zinseszinseffekt: frühes Sparen lohnt sich, Abwarten wird teuer!

 Investment-Varianten

  • Fondssparplan (ggf. mit Beitragsgarantie): flexibel, kostengünstig, keine Garantieverzinsung, Rendite reduziert durch Abgeltungssteuer (bis zu 28% inkl. SoliZ und Kirchensteuer) wenn nicht Freibeträge des Kindes genutzt werden, indem der Sparplan auf das Kind lautet. Nachteil: das Kind kann dann spätestens ab 18 unkontrolliert über das Geld verfügen! Mindestbeitrag: 25 EUR pro Monat.
  • Rentenversicherung (mit Garantiezins oder fondsgebunden, ggf. mit Beitragsgarantie) mit Zusatzabsicherung (Tod oder Berufsunfähigkeit des “Versorgers”, Risikoabsicherung des Kindes mit späterer Umwandlung in BU): steuerlich besonders günstig bei „Weitersparen“ durch Kind. Monatlicher Mindestbeitrag: bei der Allianz theoretisch schon ab 1 EUR im Monat, ansonsten i.d.R. ab 20 bzw. 25 EUR p.m..
  • Ausbildungsversicherung“ (Kapital-Lebensversicherung, ggf. mit Garantien + Absicherung Tod Versorger): weniger flexibel, Kapital steht sicherer zur Verfügung.

Risiken

Zur Absicherung gegen die häufigsten Risiken müssen für Kinder teils bestehende Versicherungen angepasst werden, teils sind speziell auf das Kind zugeschnittene Lösungen erforderlich.

WICHTIG: vor der Absicherung des Kindes steht die Absicherung der Eltern!

Hier die wichtigsten Lösungsbausteine:

 

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Neues in der Berufsunfähigkeitsversicherung ab 2012

Auch auf den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben die folgenden bereits zum Thema Altersvorsorge hier beschriebenen Veränderungen:

  • Senkung Garantiezins (Rechnungszins) von 2,25% auf 1,75%

ab 1.1.2012 erhebliche Auswirkungen:

  • Durch den niedrigeren Garantiezins steigen die Beiträge dauerhaft um bis zu 6% (so eine aktuelle Berechnung der Alten Leipziger)
  • Derzeit zahlen Frauen aufgrund eines höheren statistischen Risikos für eine vergleichbare BU Absicherung einen höheren Beitrag als Männer. Eine Differenzierung nach Geschlecht ist ab 2012 nicht mehr zulässig. Mit Einführung von Unisex-Tarifen werden die Gesellschaften vermutlich eher die Beiträge von Männern erhöhen, als die Beiträge von Frauen zu reduzieren.

Wie jedes Jahr wird der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ab 1. Januar ohnehin teurer, da Sie mit diesem Stichtag versicherungstechnisch ein Jahr älter werden (außer bei – wenigen – Gesellschaften, die nach dem sog. “Halbjahresprinzip” arbeiten, dort ändert sich das Alter ein halbes Jahr nach dem Geburtstag). Auch dadurch wird der Beitrag je nach Gesellschaft um ca. 5% teurer.

Fazit: der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in 2011 spart Ihnen auf Dauer bis zu 11% Beitrag (ohne Berücksichtung von Unisex!). Continue reading “Neues in der Berufsunfähigkeitsversicherung ab 2012” »

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