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Immobilienfonds CS Euroreal WKN 980500 ISIN DE0009805002 öffnet nun auch für einen Tag am 21.5.2012
Hintergrund
nach dem leider erfolglosen Öffnungsversuch des SEB ImmoInvest – siehe:
- http://schlemann.com/seb-immoinvest-wkn-980230-isin-de0009802306-oeffnet-fur-einen-tag-7-5-2012 und
- http://schlemann.com/seb-immoinvest-wkn-980230-isin-de0009802306-wird-aufgeloest-bzw-abgewickelt
nimmt nun auch der offene Immobilienfonds CS Euroreal (WKN 980500 / ISIN DE0009805002) ab sofort und bis zum 21. Mai Verkaufsanträge seiner Anleger an. Sollten an diesem Tag die Rückgabewünsche die Liquidität übersteigen, wird der Fonds abgewickelt. Continue reading “Immobilienfonds CS Euroreal WKN 980500 ISIN DE0009805002 öffnet nun auch für einen Tag am 21.5.2012” »
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SEB Immoinvest WKN 980230 ISIN DE0009802306 wird aufgelöst bzw. abgewickelt
Hintergrund
Heute am Montag, dem 7.5.2012, hat die SEB Asset Management erklärt, dass der seit knapp zwei Jahren geschlossene offene Immobilienfonds „SEB Immoinvest“ (WKN 980230 / ISIN DE0009802306) abgewickelt bzw. aufgelöst wird. Bei einer kurzfristigen Öffnung sollten die Anleger des in Schieflage geratenen Immobilienfonds entscheiden, ob sie in den Fonds investiert bleiben oder mit Verlusten verkaufen wollen. Dieser in der Branche bislang einmalige Versuch ist misslungen, der sechs Milliarden Euro schwere Fonds ist laut Fondsmanagerin Barbara Knoflach nicht flüssig genug, um alle ausstiegswilligen Anleger auszuzahlen, ohne dabei gleich wieder in Schieflage zu geraten. Daher wird der Fonds nun bis zum 30. April 2017 aufgelöst. Der Immobilienbestand soll über die Jahre verkauft und die Erlöse in halbjährlichen Tranchen ausgeschüttet werden. Der Fonds kann die Objekte nun auch unter dem von unabhängigen Sachverständigen festgestellten Buchwert verkaufen. Eine erste Tranche von voraussichtlich 20 Prozent des Fondsvermögens ist für Juni geplant.
Der ImmoInvest ist das bislang größte Opfer der Krise der Offenen Immobilienfonds in Deutschland. Auslöser waren Großanleger, die in der Finanzkrise auf einen Schlag Milliardensummen abzogen. Die Fonds schlossen daraufhin sicherheitshalber und nahmen keine Anteile mehr zurück. Continue reading “SEB Immoinvest WKN 980230 ISIN DE0009802306 wird aufgelöst bzw. abgewickelt” »
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SEB Immoinvest WKN 980230 ISIN DE0009802306 öffnet für einen Tag am 7.5.2012
Hintergrund
Die SEB Asset Management hat sich entschlossen, die Anleger über das Schicksal des seit knapp zwei Jahren geschlossenen offenen Immobilienfonds „SEB Immoinvest“ (WKN 980230 / ISIN DE0009802306) entscheiden zu lassen. Wie die Fondsgesellschaft am 25.4. abends mitteilte, soll der Fonds am 7. Mai 2012 für einen Tag öffnen und dann versuchen, die Rückgabewünsche der Anleger zu bedienen. Hierzu steht am Wiedereröffnungstag eine Liquiditätsquote von gut 30 Prozent zur Verfügung. Zudem werde nach Angaben der Gesellschaft der Fondsanteilswert wegen notwendiger Wertberichtigungen auf den Immobilienbestand zur Wiedereröffnung um fünf Prozent gesenkt.
Für den Fall, dass alle Anteilscheinrückgaben bedient werden können, wird die Fondsgesellschaft am Ende des Handelstages frühzeitig auf die neue gesetzliche Regelung des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzt (AnsFuG) umstellen. Dies bedeutet, dass für die Anleger neue Intervalle für weitere Anteilscheinrückgaben gelten. Konnten Anleger über ihre Anteile bisher täglich verfügen, ist es ihnen dann bis auf Weiteres nur noch jährlich möglich. Unabhängig von dieser Frist gibt es aber auch einen Freibetrag von 30.000 Euro pro Kalenderjahr und Anleger, der entnommen werden kann. Continue reading “SEB Immoinvest WKN 980230 ISIN DE0009802306 öffnet für einen Tag am 7.5.2012” »
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Führungsstark in Beruf und Familie – Autorität, was ist das? IVCG Vortrag Köln am 13.5.2012
Interessierte Führungskräfte aus meinem Netzwerk (auch angehende Führungskräfte) sind herzlich eingeladen zum nächsten IVCG Vortrag:
Das Thema: “Führungsstark in Beruf und Familie – Autorität – was ist das?”
Wie wird Autorität sinnvoll ausgeübt – was können Sie tun, um im positiven Sinne „autoritär“ zu sein?
Referent: Andreas Malessa, bekannter Hörfunk- und Fernsehjournalist aus Stuttgart, u.a. Hörfunkjournalist beim DeutschlandRadio Kultur in Berlin und beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt sowie TV-Moderator und Dokumentarfilmer beim Südwestfernsehen Stuttgart. Als Buchautor und Publizist ist er ein viel gefragter Fachreferent für religiös-kulturelle und sozialethische Themen. Andreas Malessas Berichte und Personenporträts aus der Dritten Welt und seine scharfsichtig humorvollen Satiren werden von den Lesern zahlreicher Zeitschriften geschätzt.
Termin: Sonntag, 13. Mai 2012, 10.00 bis ca. 13.00 Uhr
- eine gute Ergänzung zu Muttertag und NRW Wahl!
Ort: Holiday Inn am Stadtwald, Dürener Straße 287, 50935 Köln-Lindenthal
Kosten: keine, Sie bezahlen nur das Frühstücksbuffet (pro Pers. 18,– EUR, Studenten 9,00 EUR, Kinder 6-12 6,00 EUR, Kinder unter 6 frei).
Für Kinder von 2 bis 9 (und nach Rücksprache) bieten wir bei diesem Termin eine kostenlose Kinderbetreuung!
Bitte melden Sie sich früh an, am einfachsten per email: koeln(at)ivcg.org (gerne in Kopie/cc an ivcg(at)schlemann.de wg. gemeinsamem Tisch), bitte möglichst mit Kontaktdaten für jeden Teilnehmer – Name, E-Mail, Telefon).
Die vollständige Einladung mit Anmeldeformular und Anfahrtbeschreibung finden Sie hier zum Download.
Damit Sie auch die künftigen IVCG Vorträge in 2012 rechtzeitig einplanen können, finden Sie hier unsere Jahresterminübersicht zum Download verlinkt.
Mehr Informationen zur IVCG gibt’s unter www.ivcg.org.
Nächstes Vortragstreffen:
Fr., 7. September 2012 um 19.30 Uhr, Gesprächskonzert im Klavierhaus Then
Referent: Pavlos Hatzopoulos, Konzertpianist
Thema: Die Ruhe nach dem Sturm
Hinweis: viele interessante IVCG Vorträge können Sie vom IVCG-Podcast unter http://www.ivcg.org/mp3archiv.html herunterladen:
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Pflegeversicherung
Pflegebedürftigkeit
kann jeden treffen: ob durch Unfall, Krankheit oder Alter. Die steigende Lebenserwartung macht private Pflegevorsorge immer wichtiger. Jeder Dritte über 80 ist ein Pflegefall! Und in den nächsten 20 Jahren wird der Anteil der Pflegebedürftigen um über 50% wachsen!
Die Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung
bieten bei ambulanter oder stationärer Pflege nur eine völlig unzureichende Grundabsicherung mit Teilkasko-Charakter wie die folgende Übersicht zeigt:
Prüfen Sie mit dem AOK Pflegeheimnavigator oder dem BKK Pflegefinder selbst nach, was die Pflegeheime in Ihrer Nähe kosten und wie hoch hier Ihr Eigenanteil konkret ausfällt (zuzüglich “Investitionskosten” i.H.v. 17 – 20 EUR pro Tag!).
Kosten
bis zu 1.790 EUR (stationäre Pflege, Pflegestufe III) sind im Schnitt als Eigentanteil vom Pflegebedürftigen selbst zu tragen. Die demenzkranke Mutter einer Kundin zahlt für die Unterbringung in einer offenen Wohngruppe sogar 2.700 EUR p.m. selbst!
Konsequenzen
Reicht die Rente nicht, muss das jahrelang ersparte Vermögen aufgebraucht werden. Ist das weg, müssen Kinder / Enkelkinder als Unterhaltspflichtige (§ 1601 BGB) die Kosten tragen – mit ihrem Einkommen und Vermögen!
Kinder haften für Ihre Eltern!
Die Lösung
besteht auch hier aus frühzeitiger privater Vorsorge – sowohl für sich selbst, als auch (wg. Unterhaltspflicht) für Eltern (nur bis Alter 70/75 möglich) und Kinder!
Als Pflegeversicherung gibt es drei Arten von Pflegetarifen:
- Pflegekostenversicherung
- Pflegetagegeldversicherung
- Pflegerentenversicherung
Hier einer Übersicht der Besonderheiten der verschiedenen Pflegetarife:
| Leistungspunkte | Pflegekosten- ZP06 Humanis Mannheimer |
Pflegekosten- versicherung | Pflegetagegeld- versicherung | Pflegerenten- versicherung |
| Stabile Beiträge | Nein, Kalkulation wie PKV | Nein, Kalkulation wie PKV | Nein, Kalkulation wie PKV | Ja, ohne Dynamik |
| Inflation berücksichtigt |
Ja | nur bei Restkostentarifen |
nur bei Dynamik | nur bei Dynamik |
| Leistungen unabhängig der sozialen Pflege |
Nein | Nein | Nein | Ja |
| Leistungen unabhängig der Pflegestufen |
Ja | nur bei Restkostentarifen |
Nein | Ja |
| Sicherheit, dass heutige Leistung auch in 20 Jahren noch reicht |
Ja | Abhängig vom Tarif | nur bei Dynamik | nur bei Dynamik |
| Vereinfachte Gesundheitsfragen |
Nein | Nein | Ja, Pflegestufe III |
Ja |
| ohne Gesundheitsfragen |
Nein | Nein | Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe | Ja, nur eine Gesundheitserklärung |
| Erlass der Wartezeiten |
Ja | auf Anfrage | auf Anfrage | Ja |
| Kostennachweis | Ja | Ja | Nein | Nein |
| Rückkaufwerte bei Kündigung |
Nein | Nein | Nein | Ja |
| Beitragsbefreiung bei Pflegebedürftigkeit |
Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe | Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe | Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe | Ja |
| Leistungsumfang | 80% Erstattung tatsächlich angefallene Kosten max. 56.600 € p.a. | Erstattung tatsächlich angefallene Kosten nach vereinbarter Tarifleistung | Fester Tagessatz für entsprechende Pflegestufe |
Lebenslange garantierte Rente zzgl. Überschüsse |
| Verfügung über Leistung |
Leistung i.d.R. nur zweckgebunden, zusätzlich TG |
Leistung i.d.R. nur zweckgebunden |
Freie Verfügung | Freie Verfügung |
| Beitragszahlung | Laufend | Laufend | Laufend | Laufend, abgekürzt oder Einmalbeitrag |
| Beitragsbefreiung | ab Pflegestufe III | oft möglich, abhängig von Pflegestufe |
oft möglich, abhängig von Pflegestufe |
ab Leistung |
| Leistung bei Beitragsfreistellung |
Ja | Ja | Ja | Ja |
| Definition Pflegefall | Nach SGB | Nach SGB | Nach SGB | Nach SGB oder ADL |
| Demenz | Versichert | oft versichert | oft versichert | Versichert |
| Gewinnbeteiligung | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Pflege im Ausland | Ja, über Tagegeld, Höhe abh. v. Pflegestufe |
Ja, abh. v. Tarif und Gesellschaft | Ja, abh. v. Tarif und Gesellschaft | Zahlung unabhängig vom Aufenthaltsort |
Lassen Sie sich zur Pflegeversicherung unabhängig beraten – es geht um viel Geld! Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Eltern bzw. Kinder oder Enkel.
Und denken Sie auch an Themen wie Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Trauerfallvorsorge – siehe meine Seite “Vorsorge Krankheit & Tod“.
Marktbericht 1. Quartal 2012
Der aktuelle Marktbericht I/2012 ist online mit Einschätzung der Märkte (Aktien, Renten, Zinsen, Währungen und Rohstoffe) und einem Ausblick.
Siehe http://schlemann.com/vermoegen/marktbericht/
Ihr
Berndt Schlemann
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung Köln
Ihr unabhängiger Finanzberater, Versicherungsmakler und Anlageberater in Köln
Marktbericht 2011 Q4
Marktbericht 4. Quartal 2011
Das Börsenjahr 2011 stand ganz unter dem Eindruck der europäischen Staatsschuldenkrise. Die Angst davor, dass in Europa einzelne Länder ihre Staatsschulden nicht vereinbarungsgemäß zurückzahlen können, belastete nicht nur die Börsen dieser Länder selbst, sondern auch die Kapitalmärkte in Amerika und Asien. Die Aktienmärkte erlitten vor allem im August hohe Verluste, als die Erwartung eines anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs durch die Staatsschuldenkrise schwand.
Aktienmärkte
In den ersten Wochen des Jahres 2011 war es an den Aktienmärkten zunächst zu einem Favoritenwechsel gekommen: Die 2010 gestiegenen Aktien aus Schwellenländern gerieten stärker unter Verkaufsdruck, während sich in Europa die im Vorjahr gemiedenen Finanzwerte vorübergehend besser entwickelten. Als Belastungsfaktor erwies sich zunächst der steigende Ölpreis in Folge der beginnenden Volksaufstände in arabischen Staaten. Im März überschattete dann die Katastrophe in Japan das Börsengeschehen. Aber schon wenige Wochen später waren die übertriebenen Kursverluste größtenteils wieder aufgeholt. Im April herrschte an Märkte Erleichterung darüber vor, dass die Folgen des Super-GAUs von Fukushima und der Volksaufstände in arabischen Staaten auf die Weltwirtschaft weniger gravierend ausfielen als viele befürchtet hatten. Die meisten Aktienindizes erreichten Anfang Mai ihre Jahreshochs. Dann traten die mehrheitlich weiterhin guten Unternehmensergebnisse in den Hintergrund und die Sorgen um die kaum noch zu finanzierenden Staatsschulden einiger Länder belasteten wieder die Börsen. Als im Sommer Ängste um die Entwicklung der Weltkonjunktur zunahmen, bescherte das den Aktienmärkten die höchsten Kursverluste seit Jahren. So markierten die meisten Aktienindizes im August und September ihre Jahrestiefs.
Das vierte Kalenderquartal brachte den Börsen eine gewisse Beruhigung. Auch wenn die Sorgen um die Staatsschuldenkrise und die Weltkonjunktur weiterhin für Nervosität sorgten, überwogen doch die steigenden Aktienkurse. Mit einer Kombination von Finanzhilfen und Sparmaßnahmen reagierte die europäische Politik auf die Krise. Als die Kapitalmärkte im November daran zweifelten, dass man damit die Probleme eindämmen könne, gab es erneut höhere Kursverluste in allen Marktsegmenten – auch außerhalb Europas. Erst in den letzten Novembertagen stabilisierte sich die Situation wieder und als am 30. November die wichtigsten Notenbanken der Welt überraschend bekanntgaben, die Liquiditätsversorgung der Banken mit US-Dollar massiv zu verbessern, erholten sich die Börsen deutlich. Der Dezember beendete dann ein sehr turbulentes und schwieriges Jahr vergleichsweise wenig dramatisch: Die Kursausschläge in beide Richtungen wurden kleiner. Auch wenn die erhoffte Jahresendrallye ausblieb, überwogen doch die Kursgewinne.
Renten, Zinsen, Währungen und Rohstoffe
Der Aufschwung der Weltkonjunktur setzte sich 2011 fort. Allerdings wirkte sich die Staatsschuldenkrise negativ auf einzelne Volkswirtschaften aus – vor allem auf die überschuldeten südlichen Euro-Länder. Die Konjunkturdaten für die USA zeigten sich dagegen das ganze Jahr über recht robust. So lief das als „Quantitativ Easing“ bekannt gewordene Aufkaufprogramm der US-amerikanischen Notenbank „Fed“ für US-Staatsanleihen Mitte des Jahres aus. Die US-Leitzinsen wurden allerdings nahe Null belassen. Der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hatte dagegen im Frühjahr mit Leitzinserhöhungen den Spielraum für seinen Nachfolger, den Italiener Mario Draghi erhöht. Dieser lockerte unmittelbar nach seinem Amtsantritt im November die Geldpolitik. Der umstrittene Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB solle allerdings zeitlich und mengenmäßig begrenzt bleiben.
Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise nahmen die Zinsunterschiede innerhalb der Euro-Zone 2011 weiter zu: Deutsche Bundesanleihen galten als „sicherer Hafen“, was sich vor allem von April bis September in Kursgewinnen für Bundespapiere niederschlug. Die zehnjährige REX-Rendite lag am Jahresende bei nur 1,99 Prozent. Mit 1,88 Prozent rentierten entsprechende US-Staatsanleihen sogar noch niedriger. Für andere Segmente des Rentenmarktes war 2011 dagegen ein schwieriges, eher verlustreiches Jahr. Vor allem im Oktober und November ließen wachsende Sorgen um die Bonität vieler Staaten und Unternehmen die Kurse von deren Anleihen deutlich fallen. Konzertierte Geldspritzen aller wichtigen Notenbanken beendeten Ende November die Talfahrt, so dass es im Dezember zu einer Kurserholung am Rentenmarkt kam.
An den Devisenmärkten hatte sich der Euro bis Ende April deutlich erholt: Im Januar hatte ein Euro im Tief nur 1,286 US-Dollar gekostet, Ende April 1,484 Dollar. Bis August pendelte das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und Dollar dann oberhalb von 1,40 USD/EUR. Die eskalierenden Sorgen um die Euro-Staatsschuldenkrise begründeten dann ab September aber einen neuen Abwärtstrend für die europäische Gemeinschaftswährung, die den Euro bis zum Jahresende auf 1,29 Dollar verbilligte. Der japanische Yen, der seine Zinsdifferenz gegenüber Dollar und Euro einbüßte, stieg 2011 auf neue Hochs: Im Juli konnte die Bank of Japan die Marke von 80 Yen pro US-Dollar nicht mehr halten. Ende Oktober markierte die japanische Währung mit knapp 76 Yen für einen Dollar ein neues Rekordhoch gegenüber der US-Währung. Zum einen holten Japaner nach Fukushima im Ausland angelegte Gelder zum Wiederaufbau zurück, zum anderen reduzierten Ausländer ihre Yen-Kredite, weil die Zinsdifferenz sehr klein wurde (Stichwort „carry trades“). Beides führte am Devisenmarkt zu Nachfrage nach Yen und damit einem Anstieg des Wechselkurses.
Auch die Entwicklung an den Rohstoffmärkten war 2011 sehr wechselhaft und uneinheitlich. Im ersten Quartal hatten steigende Rohstoffpreise überwogen, weil sich die Weltkonjunktur noch zweifellos in einem Aufschwung befand. Zudem war vor allem im europäischen Handel der Ölpreis unter dem Eindruck der Volksaufstände in arabischen Ländern deutlich geklettert. Ein Barrel der nordeuropäischen Sorte Brent erreichte im April mit 126,80 Dollar ein neues Mehrjahreshoch. Ab Mai begründeten dann aber zunehmende Sorgen um das zukünftige Wirtschaftswachstum sinkende Rohstoffpreise. Eine Ausnahme davon war der Goldpreis, der erst im August ein neues Rekordhoch erreichte: Allein im Juli und August verteuerte sich eine Unze der „Krisenwährung“ von 1.500 auf 1.900 Dollar. Der steile Aufwärtstrend war nicht durchzuhalten und bis zum Jahresende korrigierte der Goldpreis auf 1.568 Dollar / Unze.
Ausblick
Die Angst vor einer harten Rezession, die Anfang August 2011 eingepreist wurde, könnte sich als zu pessimistisch erweisen. Die US-Konjunktur zeigte sich zuletzt erfreulich robust. China scheint die negativen Auswirkungen seines hohen Wirtschaftswachstums (Inflation, Kreditblase, Immobilienspekulation) soweit in den Griff zu bekommen, dass im Jahresverlauf 2012 eine geldpolitische Lockerung möglich werden könnte. In der Euro-Zone erscheint zumindest die größte Volkswirtschaft, Deutschland, als Fels in der Brandung. Noch haben die Aktienmärkte ihre mittelfristigen Abwärtstrends nicht gebrochen, so dass man zunächst an den Aktienmärkten eher vorsichtig agieren sollte. Langfristig ist die Bewertung vieler Aktien aber weiterhin attraktiv.
Hinweis: dieser Marktbericht ist eine unverbindliche Information ohne Gewähr. Vor konkreten Anlageentscheiduneng sollte unbedingt fachlicher Rat bezogen auf die individuelle Situation des Anlegers eingeholt werden!
Ihr
Berndt Schlemann
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung Köln
Ihr unabhängiger Finanzberater, Versicherungsmakler und Anlageberater in Köln
Frühjahrsputz im Depot
Die Märkte sind sehr positiv ins neue Jahr gestartet, was sich erfreulicherweise auch in der Entwicklung der von mir betreuten Kundendepots niederschlägt.
Bei der turnusmäßigen sehr rechercheintensiven Aktualisierung meiner Fondsempfehlungsliste ergaben sich kleinere Veränderungen, d.h. in einigen Segmenten halte ich „neue“ Fonds für vielversprechender. Diese Veränderungen empfehle ich – in „schonender“ Weise bezüglich Kosten und Steuerfreiheit – in die Depots einzuarbeiten. Soweit im Depot offene Immobilienfonds enthalten sind würde ich diese – soweit verkäuflich – angesichts der neuesten Entwicklungen (siehe diesen Artikel) zunächst durch konservative Misch- und/oder Rentenfonds ersetzen. Die Risikokennzahl des Depots wird sich durch diesen Tausch geringfügig erhöhen.
Für meine Kunden bereite ich die empfohlenen Veränderungen gerne unterschriftsreif vor.
Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie sich für eine persönliche Depotbetreuung interessieren.
Ihr
Dr. Berndt Schlemann
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung Köln e.K.
Ihr unabhängiger Finanzberater, Versicherungsmakler und Anlageberater in Köln
Eingehende Suchbegriffe:
Basisrente – Rüruprente
Eine sog. Basisrente oder Rüruprente kann ein sinnvoller Weg sein, um Beiträge zur Altersvorsorge von der Steuer absetzen zu können. Jeder kann eine solche Basisrente abschließen. Für Selbstständige und Freiberufler ist die Rüruprente die einzige Möglichkeit einer staatlichen Förderung bei der Altersvorsorge.
Besonderheiten
- Hohe Steuerersparnis in der Ansparphase möglich, dafür Versteuerung in der Rentenphase (mit einem dann oft niedrigeren persönlichen Steuersatz)
- garantierte lebenslange Rentenzahlung
- in gewissem Maß geschützt bei Insolvenz / Pfändung bzw. Hartz-IV
- Auszahlung nur als monatliche lebenslange Rente, frühestens ab Vollendung des 62. Lebensjahrs
- keine Kapitalauszahlung möglich
- Nicht beleihbar, veräußerbar, übertragbar und nicht kapitalisierbar
- Einschluss von Berufsunfähigkeitsrente oder Hinterbliebenenrente möglich, jedoch nur bis 49% des Gesamtbeitrags
- nur sehr eingeschränkt vererbbar (nur Ehepartner und kindergeldberechtigte Kinder)
Hier finden Sie eine das Thema umfassend und anschaulich erklärende Broschüre zum Download.
“Verkammerte Berufe” wie Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind durch berufsständische Versorgungswerke ohnehin schon stark in der sog. “Basisschicht” nach Alterseinkünftegesetz investiert, so dass weitere Versorgung in der gleichen Schicht zu einseitigen Ergebnissen führen kann (u.a. mangelnde Flexibilität / Vererbbarkeit, keine Kapitalentnahme möglich, hohe Steuerlast als Rentner).
Sprechen Sie mich gerne an um zu klären, ob eine Basis- oder Rüruprente als Altersvorsorgebaustein zu Ihrer individuellen Situation passt.
Eingehende Suchbegriffe:
- immobilien als altersvorsorge beispielrechnung
- Bessere Absetzbarkeit von Beiträgen zur Altersvorsorge
- Anlageformen auf einen Blick
- übersicht altersvorsorge
- privathaftpflicht u-o zusatzbaustein huck -coburg
- persönlicher steuersatz rentner
- kunden fragebogen Altersvorsorge pdf
- basisschicht alterseinkünfte
- Anlageformen auf einen Blick Versicherung
- verfügbarkeit von privatrenten nach versorgungsausgleich






