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Anlagestrategie

Harry M. Markowitz

Harry M. Markowitz

Eine wichtige Grundlage für meine Investmentstrategie ist die sog. Portfoliotheorie, für deren Entwicklung Harry M. Markowitz (der hier rechts so charmant lächelt) 1990 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt. Nach dieser Theorie kann das Verhältnis von Risiko und Performance eines Depots besser sein als der Durchschnitt der enthaltenen Wertpapiere. Voraussetzung hierfür ist, dass die Risiken der enthaltenen Einzelwerte voneinander möglichst unabhängig sind (der Fachmann spricht von einer möglichst geringen “Korrelation”). Dies wird erreicht durch eine breite Risikostreuung nach Anlageklassen (Aktien, Renten, Immobilien, etc.), Währungen (EUR, USD, GBP, etc.), Branchen (Automobil, Chemie, etc.), Regionen (Europa, Asien, Russland, USA, etc.), usw.

Diese Portfoliotheorie lässt sich an einem einfachen Beispiel veranschaulichen. Ein Depot besteht nur aus zwei Werten: 1) ein Unternehmen stellt Sonnenmilch her und 2) ein Unternehmen erzeugt Regenschirme. Bei wechselnden Regen- und Sonnenphasen schwanken beide Werte erheblich. Die Kombination beider Werte im Depot führt zu einer deutlich schwankungsärmeren (also risikoloseren) Rendite, da die Ausschläge nach oben und unten gegenläufig sind und sich ausgleichen. Ganz stark vereinfacht: “wer gut streut, rutscht nicht aus“.

Ist die Strategie geklärt, also welche Anteile an Aktien- oder Rentenfonds ins Depot kommen, welche Regionen und Themen wie gewichtet werden usw., dann stellt sich die Frage nach der Fondsauswahl. Hier arbeite ich mit einer mit erheblichem Research-Aufwand erstellten “Favoritenliste”, die regelmäßig überprüft und aktualisiert wird. Kriterien für die Fondsauswahl sind dabei u.a.:

  • Vergangenheitsperformance - insbesondere lang- (10 Jahre) und mittelfristig (5 Jahre)
  • Volatilität / Risiko – absolut und im Verhältnis zur Performance (sog. “sharpe ratio“)
  • Unabhängige Ratings (u.a. Morningstar, Lipper, Sauren, citywire, Standard & Poors, Feri und Telos)
  • Fondsvolumen – nicht zu groß / nicht zu klein
  • Qualität des Fondsmanagers
  • Vergleich innerhalb einer “Peer-Group” von Fonds mit ähnlicher Strategie

Natürlich gibt die Betrachtung der Vergangenheit keinerlei Gewähr für die zukünftige Entwicklung! Aber um es mit Niccolò Machiavelli zu sagen: „Wer die Zukunft vorhersehen möchte, muss Schlüsse aus der Vergangenheit ziehen.

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