Ist die Private Krankenversicherung unsolidarisch?

Als sozial engagierter Mensch könnte man sich fragen: Ist die Private Krankenversicherung unsolidarisch und egoistisch? Und leisten PKV Versicherte überhaupt einen Beitrag zum deutschen Gesundheitssystem?

Solidarität innerhalb der PKV

Privatpatienten sind wesentlich solidarischer, als man gemeinhin denkt. Zum einen sind sie mit anderen PKV Versicherten solidarisch: innerhalb der Versichertengemeinschaft finanzieren Gesunde mit ihren Beiträgen die Kosten der Kranken, unabhängig von den entstehenden Kosten, wie lange sie schon versichert sind oder vom Alter. Dieser Schutz ist vertraglich lebenslang garantiert.

Im umlagefinanzierten GKV System trägt eine schrumpfende Zahl junger, gesunder Berufstätiger die Lasten älterer, kranker Versicherter und “haftet” dafür . Solidarität wirkt in der GKV von “jung” zu “alt” und zu Lasten künftiger Generationen.

In der PKV bauen die Versicherten über viele Jahre kontinuierlich eigene Alterungsrückstellungen als Kapitalstock auf, um ihre im Alter steigenden Gesundheitskosten zu finanzieren und auszugleichen. Künftige Generationen von Kindern und Enkelkindern werden in der PKV mit Rücklagen in Höhe von aktuell (Ende 2016) ca. 233 Milliarden Euro entlastet. Die Solidarität in der PKV wird also gewissermaßen zugunsten jüngerer Generationen gelebt.

Solidarische Finanzierung des Gesundheitswesens

Privatversicherte zahlen für viele medizinische Leistungen höhere Honorare und finanzieren so das deutsche Gesundheitswesen jährlich mit fast 13 Milliarden Euro. Diese zusätzlichen Einnahmen ermöglichen Ärzten und Krankenhäusern zusätzliche Investitionen in Forschung, moderne Geräte und Behandlungsmethoden. Davon profitieren sowohl privat als auch gesetzlich Versicherte. Viele Ärzte warnen davor, dass sie ihre Praxis nicht mehr wirtschaftlich betreiben könnten, wenn es die Mehreinnahmen durch die PKV nicht gäbe.

Fragen private Krankenversicherung - Ist die Private Krankenversicherung unsolidarisch und egoistisch?Ein gesetzlich krankenversicherter Kunde von uns hat das schön beschrieben. Sein Arzt sagte zu ihm:

“Wissen Sie, weshalb ich mir ausreichend Zeit für Sie nehmen kann, obwohl Sie nur gesetzlich krankenversichert sind? Weil nach Ihnen ein Privatpatient kommt, der dafür bezahlt.”

Solidarität mit der GKV

Die Gesetzliche Krankenversicherung kann schon seit Jahren nur mit staatlichen Zuschüssen überleben und ihre Ausgaben finanzieren. Im Jahr 2017 beträgt dieser Staatszuschuss 14,5 Milliarden Euro! Die knapp neun Millionen Privatversicherten beteiligten sich daran als Steuerzahler im Schnitt mit über 175 Euro pro Kopf und Jahr, also in Summe mit rund 1,6 Milliarden Euro, obwohl sie von den sozialpolitischen Leistungen der GKV (z.B. beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen) selbst nicht profitieren.

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Eigene, persönlich gelebte Solidarität

Wir sind ein großer Freund davon, dass gut situierte Menschen andere, die im Leben weniger Glück haben, finanziell unterstützen. Tun Sie dies dann aber bitte direkt, z.B. indem Sie einen Teil der durch den Wechsel in die PKV oft erzielten Ersparnis für die Christoffel Blindenmission oder Worldvision spenden, und nicht durch Füttern der Verwaltungsstrukturen eines maroden GKV-Sozialsystems!

Fazit – Ist die Private Krankenversicherung unsolidarisch und egoistisch?

Nein! Und letztlich liegt es auch an Ihnen selbst, ob und auf welche Weise Sie solidarisch sein möchten, unabhängig davon, wie Sie krankenversichert sind!

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