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Pflegebedürftigkeit durch Unfall, Krankheit oder Alter kann jeden treffen. Eine private Pflegeversicherung schützt vor hohen Kosten, hilft Ihnen, weiter selbstbestimmt zu leben und bewahrt das Familienvermögen! Eine solche Pflegeversicherung gehört definitiv zu den wichtigen Versicherungen. Früh abgeschlossen sind die Kosten überschaubar. Auch im Alter “lohnt” sich diese Absicherung.

Ein wichtiger Tipp: lassen Sie sich von unseren umfassenden fachlichen Informationen nicht zu “do-it-yourself” Lösungen verführen. Wenn Sie einfacher und sicherer ans Ziel kommen möchten, nutzen Sie direkt unsere persönliche Beratung und buchen Sie hier einen kostenlosen Beratungstermin (auch bundesweit per Webmeeting).

Pflegeversicherung

Pflegeversicherung: weshalb muss ich mich absichern?

Jeder kann zum Pflegefall werden, auch schon in jungen Jahren durch Unfall oder Krankheit. Spätestens im Alter ist das zentrale Risiko Pflegebedürftigkeit durch körperlichen oder geistigen Verfall. Drei von vier Frauen und zwei von vier Männern versterben lt. Barmer Pflegereport als Pflegebedürftige. Experten gehen davon aus, dass jeder dritte Mann und jede zweite Frau an Demenz erkranken.

Steigende Lebenserwartung macht private Pflegevorsorge (Pflegeversicherung) immer wichtiger. Derzeit ist jeder Dritte über 80 ein Pflegefall (aktuell rund 2,5 Mio. Menschen)! In den nächsten 20 Jahren wird der Anteil der Pflegebedürftigen um über 50% wachsen, laut Statistischem Bundesamt bis auf 4,5 Mio. Menschen im Jahr 2050. Seit 2001 ist die Zahl der Pflegebedürftigen lt. Pflegestatistik 2015 des Statistischen Bundesamts vom 16.1.2017 um 40,2 % gestiegen!

“Deutschland droht Pflege-Schock” – so die Bild Zeitung am 3.12.2013. Ab und zu haben die auch mal recht.

Auf unserer Seite “Video Pflegeversicherung” finden Sie weitere anschauliche Informationen zum Thema per Video.

Pflegeversicherung

Pflegebedürftigkeit ist ein Familienproblem!

Reicht die Rente nicht, muss das jahrelang ersparte Vermögen aufgebraucht werden. Ist das weg, müssen Ehepartner, Kinder und Enkelkinder als Unterhaltspflichtige (§ 1601 BGB) die Kosten tragen – mit ihrem Einkommen, Ihrem Vermögen und Ihrer Altersvorsorge! Kinder haften für Ihre Eltern!

Pflegebedürftigkeit und die damit verbundenen Kosten (s.u.) sind deshalb nicht nur das Problem des Pflegebedürftigen, sondern ein Familienproblem! Neben dem persönlichen Schicksal und den sozialen Auswirkungen auf das familiäre Umfeld spielen auch die finanzielle Auswirkungen eine wichtige Rolle:

  • Wie und von wem werden die Pflegekosten finanziert?
  • Wie können Einkommen, Vermögen und Altersvorsorge der (ggf. pflegenden) unterhaltspflichtigen Familienangehörigen (Ehepartner, Kinder, Enkelkinder) gesichert werden?
  • Wie kann das spätere Erbe für Kinder und Enkelkinder erhalten werden?

Wichtig Pflegeversicherung FrühgeburtBesonders wichtig ist eine Pflegeversicherung für angehende Eltern! Inzwischen sind in Deutschland knapp 10% der Geburten Frühgeburten. Ca. 30% der Frühchen haben je nach Schwangerschaftswoche langfristige gesundheitliche Probleme, rund 10% sind schwer behindert (“Immer mehr Frühgeburten”, Ärztezeitung v. 12.11.2010, Studien zu den Langzeitfolgen einer Frühgeburt). Haben die Eltern selbst eine private Pflegetagegeldversicherung, können sie sogar für ein Neugeborenes mit Gesundheitsproblemen noch gem. § 198 VVG eine vergleichbare Pflegeabsicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen (siehe Kinderkrankenversicherung)!

Benötigen vermögende Menschen eine Pflegeversicherung?

Vermögende Menschen könnten Pflegekosten grundsätzlich auch selbst finanzieren. Wirtschaftlich wäre das häufig jedoch nicht sinnvoll. Zum einen verursacht ein höherer Lebensstandard aufgrund der gehobenen Unterbringung im Pflegefall auch deutlich höhere Pflegekosten (ca. 50 % bis 100 % höher als der Durchschnitt). Und weshalb ein beträchtliches Risiko, das mit überschaubaren Aufwendungen versichert werden kann, selbst tragen?

Pflegeversicherung: was kostet Pflege?l

Hier eine Übersicht der durchschnittlichen Pflegekosten je nach Pflegegrad ambulant bzw. stationär:

Pflegeversicherung - Pflegekosten(Quellen: Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2011, Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2013, Stand März 2015 sowie Datenreport 2016, Bundesministerium für Gesundheit 2016, eigene Berechnungen – (C) Ideal Versicherung)

Das sind jedoch nur Durchschnittszahlen! Die tatsächlichen Kosten einer stationären Versorgung liegen je nach Region zwischen 2.500 und 5.000 Euro pro Monat!

Unsere Empfehlung: prüfen Sie mit dem AOK Pflegeheimnavigator oder dem BKK Pflegefinder selbst nach, was Pflegeheime in Ihrer Nähe kosten und wie hoch Ihr Eigenanteil konkret ausfällt (sofern nicht ausgewiesen zzgl. “Investitionskosten” i.H.v. 17 – 20 EUR pro Tag).

Pflegestufe vs. Pflegegrad

Seit 2017 werden durch das Pflegestärkungsgesetz die bisherigen Pflegestufen „0“, 1, 2 und 3 durch neue Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 abgelöst, um vor allem demenzkranken Älteren vergleichbare Pflegeleistungen zukommen zu lassen, wie körperlich Pflegebedürftigen. Die geänderte Terminologie wird hier auf der Website schrittweise berücksichtigt.

Was leistet die Pflegepflichtversicherung? Nur Teilkasko!

Die für gesetzlich und privat Krankenversicherte (mit identischen Leistungen) zwingend vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung bietet bei ambulanter oder stationärer Pflege nur eine völlig unzureichende Grundabsicherung mit Teilkasko-Charakter wie die folgende Übersicht zeigt:

Pflegeversicherung - Pflegeleistungen(Quellen: Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2011, Statistisches Bundesamt: Pflegestatistik 2013, Stand März 2015 sowie Datenreport 2016, Bundesministerium für Gesundheit 2016, eigene Berechnungen – (C) Ideal Versicherung)

Pflegeversicherung: die Versorgungslücke bzw. Pflegelücke

Die aus der Differenz zwischen Pflegekosten und Leistungen der Pflegepflichtversicherung entstehende Versorgungslücke wächst mit dem Pflegegrad, wie folgende Beispiele der Ideal Versicherung zeigen:

Pflegeversicherung - Versorgungslücke

(C) IDEAL Lebensversicherung a.G.

Die DKV ermittelt folgende exemplarische Versorgungslücken im Pflegefall:

Pflegeversicherung - Versorgungslücke

(C) DKV Deutsche Krankenversicherung AG

Was sagen “Verbraucherschützer” zur Pflegeversicherung?

Finanztest antwortet auf die Frage “Wie viel sollte meine Versicherung im Fall des Falles zahlen, damit ich wirk­lich eine optimale Absicherung habe?” wie folgt:

“Die Finanztest-Experten haben den Finanzbedarf für eine professionelle, gute Pflege geschätzt und die Lücke ermittelt, die trotz Leistung der gesetzlichen Pflege­versicherung noch zu schließen ist. Für die Pflege zuhause durch Pfle­gekräfte ergeben sich zum Beispiel folgende zusätzliche Kosten im Monat: In Pfle­gestufe I 540 Euro (entspricht ab 2017 Pfle­gegrad 2), In Pfle­gestufe II 1.295 Euro (entspricht ab 2017 Pfle­gegrad 3) und In Pfle­gestufe III 2.365 Euro (entspricht ab 2017 Pfle­gegrad 4 oder 5).”

Was sagt die Realität? Beispiel unserer Kunden:

Beispiele, welche Eigenanteile einige unserer Kunden aufbringen müssen:

  • Eine Kundin zahlt für die Unterbringung ihrer demenzkranken Mutter in einer offenen Wohngruppe in Köln 2.700 EUR p.m. selbst als Eigenanteil (nach Leistung der Pflegepflichtversicherung).
  • Für die Unterbringung der 90-jährigen Großmutter eines Kunden in einem Alters- und Pflegeheim in Duisburg (anfangs Pflegestufe I, dann Pflegestufe II) bezahlte die Familie 15 Jahren lang einen Eigenanteil (nach Leistung der Pflegepflichtversicherung) von rund 4.200 EUR. Und Duisburg ist nicht unbedingt die Preisliga “Schlossallee” bei Monopoly.

Was sagen wir? Unsere Empfehlung zur Höhe der Pflegeabsicherung:

Letztlich ist die notwendige bzw. sinnvolle Höhe der Absicherung individuell anhand der Kundensituation zu klären, ebenso wie die Art der passenden Pflegeversicherung (s.u.). Auf Grundlage der obigen Ausführungen empfehlen wir folgende monatliche Absicherung (sofern die Prämie ins Budget und die Leistungen zum Lebensstandard passen):

  • Ambulant: 1.000 EUR in Pflegegrad 1-3 / 2.000 EUR in Pflegegrad 4-5
  • Stationär: 2.000 EUR in Pflegegrad 1-5

Berücksichtigt man, dass

  • lt. Emnid zwei Drittel der Senioren im Alter möglichst lange selbstbestimmt zu Hause wohnen möchten (nur 15 % der 1.100 Befragten wollten ins Pflegeheim oder in eine Seniorenresidenz),
  • lt. Pflegestatistik 2015 des Statistischen Bundesamts vom 16.1.2017 von 2,9 Mio. Pflegebedürftigen fast drei Viertel zu Hause versorgt werden und sich diese Zahl seit der letzten Pflegestatistik 2013 um 12,4 % erhöht hat,
  • die Verweildauer in niedrigeren Pflegegraden deutlich höher ist, als in hohen Pflegegraden (per 31.12.2016 waren von den Leistungsbeziehern der sozialen Pflegeversicherung nur 7,8% in Pflegestufe III – entspricht nun Pflegegrad 4 und 5 – ambulant bzw. 18,9% stationär, so Bundesministeriuim für Gesundheit: Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung)

wäre zu überlegen, die Kostenerstattung im ambulanten Bereich auch in den niedrigen Pflegegraden stärker zu gewichten und dort (sofern zum aktuellen Budget passend) durchgängig ein Pflegegeld von z.B. 2.000 EUR pro Monat abzusichern. Auf den Tagesbedarf umgerechnet empfehlen wir, einen Betrag zwischen 60 und 100 EUR pro Tag abzusichern.

Tipp: berechnen Sie die individuelle Pflegelücke für sich oder Ihre Eltern mit dem hier verlinkten “Pflegelückenrechner“. Eine noch genauere Berechnungsmöglichkeit bietet der hier verlinkte “Ideal Pflegeassistent“.

Achtung: Die Kosten im Pflegebereich steigen deutlich schneller, als die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. So blieben von 1999 bis 2011 die Pflegeleistungen konstant, die Pflegekosten stiegen jedoch z.B. in PS II stationär um 36%. Somit wird der selbst zu tragende Eigenanteil kontinuierlich höher.

Wichtig: der höhere Lebensstandard vermögender Menschen verursacht aufgrund der gehobenen Unterbringung im Pflegefall auch deutlich höhere Pflegekosten (ca. 50 % bis 100 % höher als der Durchschnitt)!

Reicht es aus, wenn ich im Pflegefall Geld bekomme?

Derzeit bietet der Pflegemarkt in Deutschland genug Optionen, sich Pflege und Pflegekräfte zu “kaufen”. Zusätzlich kann auf Pflegekräfte aus Ländern mit günstigerem Lohnniveau zurückgegriffen werden.

Pflegekräfte werden jedoch immer knapper. Laut BARMER GEK Pflegereport 2016 führt der Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in Kombination mit der demographisch sinkenden Zahl von Erwerbstätigen zu einer (zusätzlichen) Lücke an Pflegekräften, die von 2013 bis 2030, wenn die Generation der “Babyboomer” in den Pflegeheimen ankommt, auf rund 350 Tsd. “Vollzeitäquivalente” anwächst.

Daher steigt der Bedarf an Zusatzleistungen von Pflegeversicherungen, wie z.B. der Vermittlung von Pflegeleistungen.

Die Lösung: eine private Pflegeversicherung!

Wenn Sie

  • Ihren Kindern später nicht auf der Tasche liegen wollen,
  • im Pflegefall weiter möglichst selbstbestimmt leben wollen,
  • das Famillienvermögen bzw. Ihr Haus bei Pflege vor dem Zugriff der Sozialkassen schützen wollen (gem. § 90 SBG XII ist das gesamte verwertbare Vermögen des Gepflegten einzusetzen – Haus, Geldanlagen, Wertgegenstände, etc.), oder
  • im Pflegefall Ihrer Eltern nicht selbst in finanzielle Not geraten wollen

dann besteht die Lösung aus frühzeitiger Vorsorge durch eine private Pflegeversicherung.

Für wen ist eine Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine private Pflegeversicherung können  bzw. sollten Sie abschließen für:

  • sich selbst
  • Ihren Ehe- bzw. Lebenspartner
  • Ihre Eltern (bei vielen Anbietern nur bis Alter 70/75 möglich, vereinzelt ohne Altersbegrenzung)
  • Ihre Kinder

Private Pflegeversicherung – wann abschließen?

Klare Antwort: jetzt. Der frühe Abschluss einer Pflegeversicherung lohnt sich! Je später Sie anfangen, desto teurer wird der Beitrag. Mit dem hier verlinkten “Mehrkostenrechner Pflege” der Allianz können Sie das schnell und einfach nachrechnen. Mit 30 reichen dort noch rund 29 EUR im Monat, bei Start mit 50 steigen die Kosten für die gleiche Leistung auf 70 EUR p.m.. Das heißt Sie haben 20 Jahre lang auf Schutz im Pflegefall verzichtet, zahlen über die gesamte Vertragslaufzeit aber dennoch 11.470 EUR mehr!

Welche Arten der Pflegeversicherung gibt es?

Als private Pflegeversicherung gibt es drei Arten von Pflegetarifen zum Ausgleich der Lücken der Pflegepflichtversicherung. Ganz unten auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der jeweiligen Besonderheiten.

1. Pflegekostenversicherung

Eine Pflegekostenversicherung erstattet zweckgebunden die tatsächlich angefallene Kosten nach vereinbarter Tarifleistung.

2. Pflegetagegeldversicherung

Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt einen festen vereinbarten Tagessatz pro Pflegegrad, ggf. prozentual gestaffelt, zur freien Verfügung. Häufig die sinnvollste Lösung, so auch die Empfehlung des Bundes der Versicherten (“Decken Sie das Pflegerisiko mit der Tagegeldvariante ab und legen Sie das restliche Geld an, das ein Pflegerententarif mehr kostet. Denn die Pflegerente ist deutlich teurer.”).

Individuelle Anforderungen und Konfiguration einer Pflegetagegeldversicherung

Die empfohlene Höhe der Absicherung hängt von Ihrem individuellen Bedarf ab (s.o.), den Sie auch mit den oben verlinkten Tools ausrechnen können.

Wie oben ausgeführt ist ein frühzeitiger Beginn sehr sinnvoll. In der beschriebenen Konfiguration verhalten sich bei einem leistungsstarken Anbieter Eintrittsalter und monatlicher Beitrag aktuell (6/2014) wie folgt: 20 Jahre – 16 EUR, 30 Jahre – 56 EUR, 40 Jahre – 88 EUR, 50 Jahre – 139 EUR, 60 Jahre – 227 EUR, 70 Jahre – 403 EUR.

Zur Ermittlung Ihrer individuellen qualitativen Anforderungen an eine Pflegetagegeldversicherung finden Sie hier einen Fragebogen Pflegetagegeldversicherung zum Download. Mit dem Ergebnis können wir für Sie einen individuellen Vergleich erstellen.

Gesundheit und Pflegetagegeld

Für den Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung sind i.d.R. Gesundheitsfragen zu beantworten. Mit gravierenderen Vorerkrankungen bleibt meistens nur noch die Option Pflege-Bahr (s.u.). Hier verlinkt ein Beispiel solcher Gesundheitsfragen der Hallesche für das Pflegetagegeld OLGAflex oder die Gesundheitsfragen der Barmenia auf unserer Seite “Die neue Barmenia Pflegeversicherung Pflege100“.

Bei der Orientierung, mit welchen Vorerkrankungen welcher Anbieter abhängig von den gestellten Gesundheitsfragen eine Pflegetagegeldversicherung anbietet, hilft die hier verlinkte Pflegeampel.

Pflegetagegeldvergleich

Einen ersten Eindruck von den Beiträgen einer Pflegetagegeldversicherung abhängig von den gewählten Leistungen erhalten Sie über die hier verlinkte Pflegelupe mit einem Pflegetagegeldvergleich einer Reihe guter Anbieter. Und hier unsere Einschätzung zu “Die neue Barmenia Pflegeversicherung Pflege100“.

Kontakt Button Beratung PflegeversicherungBeratung Pflegetagegeld

Diese Ausführungen dienen nur zur ersten Orientierung – nutzen Sie unsere unabhängige Beratung zum Thema Pflegetagegeldversicherung!

3. Pflegerentenversicherung

Zahlt eine lebenslange garantierte Rente zzgl. Überschüssen.

4. Pflege-Bahr

Seit Januar 2013 bezuschusst der Staat eine private Pflege-Zusatzversicherung mit 60 EUR pro Jahr (= 5 EUR im Monat), wenn diese eine Reihe gesetzlicher Mindestkriterien erfüllt. Nach dem “Erfinder” wird diese Zusatzversicherung “Pflege-Bahr” genannt. Diese geförderte Pflege-Zusatzversicherung kann ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden, bietet i.d.R. aber nur maximal 600 EUR monatliches Pflegegeld. Bei vielen Anbietern kann der Pflege-Bahr mit einem ungeförderten Zusatztarif ergänzt werden (dann mit Gesundheitsfragen), um die Versorgungslücke im Pflegefall deutlich effektiver zu verringern.

Für Gesunde bieten Pflege-Bahr-Tarife i.d.R. ein schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis, da diese unter Berücksichtigung von Versicherten mit erhöhten Gesundheitsrisiken kalkuliert sind. Das wird auch nicht durch die geschenkten 5 EUR ausgeglichen.

Weitere Informationen zur Pflegeversicherung

Eine erste Orientierung zur gesetzlichen Pflegeversicherung und ihren Leistungen gibt die kostenlose Broschüre des Bundesministeriums für Gesundheit „Ratgeber zur Pflege – Alles, was Sie zur Pflege wissen müssen“.

Allianz Online-Special Pflege

Auf dieser Beratungsseite der Allianz und insbesondere in dem hier zum Download verlinkten Allianz Ratgeber Pflege finden Sie sehr anschaulich aufbereitet Antworten zu den Fragen:

  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Pflege brauche?
  • Werde ich zu Hause gut versorgt sein?
  • Was deckt die gesetzliche Pflegeversicherung ab, was nicht?
  • Ab wann sollte ich vorsorgen?
  • Müssen Kinder die Pflege ihrer Eltern bezahlen?

Dazu hier weitere Informationen und Tools wie Umbausimulator (welche Kosten entstehen durch pflegegerechten Umbau), Pflegetagebuch und Checkliste Wohnen im Pflegeheim.

Video Pflege / Pflege-Bahr

Dieses Video der Signal-Iduna erklärt das Thema Pflegeabsicherung / Pflege-Bahr sehr anschaulich:

Übersicht Pflegetarife als Pflegeversicherung

Leistungspunkte Pflegekosten
ZP06 Humanis
Mannheimer
Pflegekosten- versicherung Pflegetagegeld– versicherung Pflegerenten– versicherung
Stabile Beiträge Nein, Kalkulation wie PKV Nein, Kalkulation wie PKV Nein, Kalkulation wie PKV Ja, ohne Dynamik
Inflation
berücksichtigt
Ja nur bei
Restkostentarifen
nur bei Dynamik nur bei Dynamik
Leistungen
unabhängig der sozialen Pflege
Nein Nein Nein Ja
Leistungen
unabhängig der
Pflegestufen
Ja nur bei
Restkostentarifen
Nein Ja
Sicherheit, dass
heutige Leistung auch in 20 Jahren noch reicht
Ja Abhängig vom Tarif nur bei Dynamik nur bei Dynamik
Vereinfachte
Gesundheitsfragen
Nein Nein Ja,
Pflegestufe III
Ja
ohne
Gesundheitsfragen
Nein Nein Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe Ja,
nur eine
Gesundheitserklärung
Erlass der
Wartezeiten
Ja auf Anfrage auf Anfrage Ja
Kostennachweis Ja Ja Nein Nein
Rückkaufwerte bei
Kündigung
Nein Nein Nein Ja
Beitragsbefreiung
bei
Pflegebedürftigkeit
Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und Pflegestufe Ja
Leistungsumfang 80% Erstattung tatsächlich angefallene Kosten max. 56.600 € p.a. Erstattung tatsächlich angefallene Kosten nach vereinbarter Tarifleistung Fester Tagessatz für
entsprechende
Pflegestufe
Lebenslange
garantierte Rente zzgl. Überschüsse
Verfügung über
Leistung
Leistung i.d.R. nur
zweckgebunden, zusätzlich TG
Leistung i.d.R. nur
zweckgebunden
Freie Verfügung Freie Verfügung
Beitragszahlung Laufend Laufend Laufend Laufend, abgekürzt
oder Einmalbeitrag
Beitragsbefreiung ab Pflegestufe III oft möglich,
abhängig von
Pflegestufe
oft möglich,
abhängig von
Pflegestufe
ab Leistung
Leistung bei
Beitragsfreistellung
Ja Ja Ja Ja
Definition Pflegefall Nach SGB Nach SGB Nach SGB Nach SGB oder ADL
Demenz Versichert oft versichert oft versichert Versichert
Gewinnbeteiligung Nein Nein Nein Ja
Pflege im Ausland Ja, über Tagegeld, Höhe abh. v.
Pflegestufe
Ja, abh. v. Tarif und Gesellschaft Ja, abh. v. Tarif und Gesellschaft Zahlung unabhängig
vom Aufenthaltsort

Lassen Sie sich zur Pflegeversicherung unabhängig beraten – es geht um viel Geld! Nicht nur für Sie, sondern auch für Ihre Eltern bzw. Kinder oder Enkel.

Und denken Sie auch an Themen wie Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Trauerfallvorsorge – siehe meine Seite “Vorsorge Krankheit & Tod“.

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