Dr. Berndt Schlemann 2021

Unfall oder Krankheit - PflegeversicherungPflegebedürftigkeit durch Unfall, Krankheit oder Alter kann jeden treffen (siehe Michael Schuhmacher). Eine private zusätzliche Pflegeversicherung zahlt, was die Pflegepflichtversicherung als „Teilkasko“ nicht übernimmt. Eine solche Pflegezusatzversicherung benötigen privat und gesetzlich Krankenversicherte gleichermaßen. Sie schützt vor hohen Kosten, hilft im Alter selbstbestimmt leben zu können und bewahrt das Familienvermögen. Eine solche Pflegeversicherung gehört definitiv zu den wichtigen Versicherungen. Früh abgeschlossen sind die Kosten überschaubar. Auch im Alter „lohnt“ sich diese Absicherung.

Pflegeversicherung - TerminWICHTIG: Bitte lassen Sie sich von den umfassenden Infos auf unserer Website nicht zu „do-it-yourself“ Lösungen verführen. Mit unserer Beratung kommen Sie deutlich einfacher und sicherer ans Ziel. Wir wissen immer noch etwas mehr, als Sie hier lesen! Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin – bundesweit per Onlineberatung.

Inhaltsverzeichnis

Pflegeversicherung: Weshalb muss ich mich absichern?

Jeder kann pflegebedürftig werden, auch schon in jungen Jahren durch Unfall, Krankheit oder Infektion. So wie Michael Schumacher, der im Dezember 2013 einen schweren Skiunfall erlitt, dann ca. fünf Monate im Koma lag und seitdem Pflegefall ist.

Mit wachsender Lebensqualität und wachsendem Lebensstandard steigt auch die durchschnittliche Lebenserwartung. Dieser auf den ersten Blick positive Umstand erhöht jedoch auch das persönliche Pflegefallrisiko.

Bundesweit versterben drei von vier Frauen und sechs von zehn Männern als Pflegebedürftige. Experten gehen davon aus, dass jeder dritte Mann und jede zweite Frau an Demenz erkranken.

Merke: Spätestens im Alter ist das zentrale Risiko Pflegebedürftigkeit durch körperlichen oder geistigen Verfall.

PflegeversicherungDie steigende Lebenserwartung macht private Pflegevorsorge (Pflegeversicherung) immer wichtiger. Derzeit sind über 40% der Über-80-Jährigen in Deutschland ein Pflegefall, aktuell rund 2,3 Mio. Menschen! In den nächsten 20 Jahren wird der Anteil der Pflegebedürftigen um über 50% wachsen.

Zum Jahresende 2019 waren in Deutschland laut statistischem Bundesamt 4,13 Millionen Menschen pflegebedürftig. Umgerechnet auf die damalige Bevölkerung von ca. 83,2 Millionen Menschen ist das eine Inzidenz von 5.084 Fällen pro 100.000 Einwohner!

Pflegeinzidenz 2019: 5.084 pro 100.000 Einwohner!

Seit 2017 hat diese Zahl um 21% zugenommen, also um 10,5% pro Jahr. Laut Barmer Pflegereport 2020 stieg die Zahl der Pflegebedürftigenen bundesweit von 1999 bis 2017 um 67,1%. Seit 2005 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen lt. Pflegestatistik 2019 des Statistischen Bundesamts vom 15.12.2020 fast verdoppelt!

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Pflege-Schock trifft Millionen Deutsche unerwartet – schreibt der Focus am 14.08.2019 und auch der NDR berichtet am 22.09.2020 über „Senioren in Sorge: Pflegekosten explodieren„.

Auf unserer Seite „Video Pflegeversicherung“ finden Sie weitere anschauliche Informationen zum Thema per Video.

Pflegeversicherung - Kinder haften für Ihre Eltern!

Pflegebedürftigkeit ist ein Familienproblem!

Reicht die Rente nicht, muss das jahrelang ersparte Vermögen aufgebraucht werden. Ist das weg, müssen Ehepartner, Kinder und Enkelkinder als Unterhaltspflichtige (§ 1601 BGB) die Kosten tragen – mit ihrem Einkommen, Ihrem Vermögen und Ihrer Altersvorsorge! Kinder haften für Ihre Eltern!

Pflegebedürftigkeit und die damit verbundenen Kosten (s.u.) sind deshalb nicht nur das Problem des Pflegebedürftigen, sondern ein Familienproblem! Neben dem persönlichen Schicksal und den sozialen Auswirkungen auf das familiäre Umfeld spielen auch die finanzielle Auswirkungen eine wichtige Rolle:

  • Wie und von wem werden die Pflegekosten finanziert?
  • Wie können Einkommen, Vermögen und Altersvorsorge der (ggf. pflegenden) unterhaltspflichtigen Familienangehörigen (Ehepartner, Kinder, Enkelkinder) gesichert werden?
  • Wie kann das spätere Erbe für Kinder und Enkelkinder erhalten werden?

Pflegeversicherung für angehende Eltern

3 von 100 Neugeborenen haben langfristige gesundheitliche Probleme. Übersetzt ist das eine Inzidenz von 3.000 auf 100.000 Einwohner!

Pflegeversicherung für angehende ElternBesonders wichtig ist eine Pflegeversicherung für angehende Eltern! Inzwischen sind in Deutschland knapp 10% der Geburten Frühgeburten. Ca. 30% der Frühchen haben je nach Schwangerschaftswoche langfristige gesundheitliche Probleme, rund 10% sind schwer behindert („Immer mehr Frühgeburten“, Ärztezeitung v. 12.11.2010, Studien zu den Langzeitfolgen einer Frühgeburt). Haben die Eltern selbst eine private Pflegetagegeldversicherung, können sie sogar für ein Neugeborenes mit Gesundheitsproblemen noch gem. § 198 VVG eine vergleichbare Pflegeabsicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen (siehe Kinderkrankenversicherung)!

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Sehr geehrte Herren, ich benötige Informationen zu privater Pflegeversicherung für meinen Sohn, der in der letzten Woche mit Geburtskomplikationen geboren wurde. Sein Zustand hat sich schon wesentlich stabilisiert, dennoch kann eine (temporäre) Pflegebedürftigkeit bisher nicht ausgeschlossen werden. Weder mein Mann noch ich haben eine private Pflegeversicherung. Welche Möglichkeiten haben wir, (ohne Gesundheitsprüfung?) eine Pflegezusatzversicherung / Pflegetagegeldversicherung oder ähnliches für unseren Sohn abzuschließen? (Kundenanfrage vom 4.3.2020)

Bis auf die minimalen Leistungen von „Pflege-Bahr“ mit einer Wartezeit von 5 Jahren gibt es in einer solchen Situation leider keine Möglichkeiten, Eltern mit einem pflegebedürftigen Kind zu helfen. Hätten die Eltern selbst eine Pflegezusatzversicherung (kostet je nach Alter ca. 70 EUR p.m.), könnte das pflegebedürftige Kind ohne Gesundheitsprüfung versichert werden mit einer Leistung von z.B. 1.800 EUR p.m. für 60 Jahre = 1,3 Mio. EUR! Versichern Sie sich deshalb bitte frühzeitig für den Pflegefall, auch im Interesse Ihrer (zukünftigen) Kinder!

Benötigen vermögende Menschen eine Pflegeversicherung?

Vermögende Menschen könnten Pflegekosten grundsätzlich auch selbst finanzieren. Wirtschaftlich wäre das häufig jedoch nicht sinnvoll. Zum einen verursacht ein höherer Lebensstandard aufgrund der gehobenen Unterbringung im Pflegefall auch deutlich höhere Pflegekosten (ca. 50 % bis 100 % höher als der Durchschnitt). Zum anderen weshalb ein beträchtliches Risiko, das mit überschaubaren Aufwendungen versichert werden kann, selbst tragen? Letztlich wird das Vermögen so auch für die nächste Generation erhalten.

Wann bin ich Pflegefall?

Pflegebedürftig sind Personen, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen ihren Alltag nicht länger vollkommen selbstständig bewältigen können und deshalb pflegerische Unterstützung brauchen. Die Selbstständigkeit pflegebedürftiger Menschen kann in verschiedenen Lebensbereichen eingeschränkt sein. Um genau zu bestimmen, wie viel Unterstützung eine Person braucht, werden die nachfolgenden sechs Lebensbereiche vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) begutachtet, siehe Pflegebegutachtung:

  1. Mobilität: Wie selbstständig kann der Mensch sich fortbewegen und seine Körperhaltung ändern? Kann er z. B. eine stabile Sitzposition halten? Kann er Treppen steigen?
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: Wie findet sich der Mensch in seinem Alltag örtlich und zeitlich zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen treffen? Kann die Person Gespräche führen und Bedürfnisse mitteilen?
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: Wie häufig benötigt der Mensch Hilfe aufgrund von psychischen Problemen, zum Beispiel ängstliches oder aggressives Verhalten?
  4. Selbstversorgung: Wie selbstständig kann sich der Mensch im Alltag selbst versorgen bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken?
  5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Welche Unterstützung wird benötigt beim Umgang mit der Krankheit und bei Behandlungen? Zum Beispiel Medikamentengabe, Verbandswechsel, Dialyse, Beatmung?
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Wie selbstständig kann der Mensch den Tagesablauf bewusst gestalten, Interessen nachgehen oder Kontakte pflegen?
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Aufgrund der Gesamtbewertung aller Fähigkeiten und Beeinträchtigungen erfolgt dann bei Pflegebedürftigkeit die Zuordnung zu einem von fünf Pflegegraden.

Pflegestufe vs. Pflegegrad

Seit 2017 wurden durch das Pflegestärkungsgesetz die bisherigen Pflegestufen „0“, 1, 2 und 3 durch neue Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5 abgelöst, um vor allem demenzkranken Älteren vergleichbare Pflegeleistungen zukommen zu lassen, wie körperlich Pflegebedürftigen. Die geänderte Terminologie wird hier auf der Website natürlich berücksichtigt.

Was leistet die Pflegepflichtversicherung? Nur Teilkasko!

„Wenn ich mal pflegebedürftig bin, reicht mir doch das Geld vom Staat, oder?“ – diese Frage wird uns oft in Beratungsgesprächen gestellt. Doch die für gesetzlich und privat Krankenversicherte (mit identischen Leistungen) zwingend vorgeschriebene Pflegepflichtversicherung bietet bei ambulanter oder stationärer Pflege wie nachfolgend genauer beschrieben nur eine völlig unzureichende Grundabsicherung mit Teilkasko-Charakter.

Hier eine Übersicht der Leistungen der Pflegepflichtversicherung:

Pflegeversicherung - Pflegeleistungen

Quellen: Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Pflegestatistik des Statistischen Bundesamts

Pflegeversicherung: Was kostet Pflege und wie viel muss ich selbst zahlen?

Stationäre Pflege ist ziemlich teuer

Hier eine Übersicht über die Kosten der durchschnittlichen Pflegekosten je nach Pflegegrad bei stationärer Pflege mit dem jeweiligen Kassen- und Eigenanteil:

Pflegeversicherung Leistungen und Eigenanteil stationär

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie mit dem AOK Pflegeheimnavigator oder dem BKK Pflegefinder selbst nach, was Pflegeheime in Ihrer Nähe kosten und wie hoch Ihr Eigenanteil konkret ausfällt (sofern nicht ausgewiesen zzgl. „Investitionskosten“ i.H.v. 17 – 20 EUR pro Tag).

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Ambulante Pflege zuhause ist nicht viel billiger

Auch die Kosten für häusliche Pflege sind nicht zu unterschätzen. So ermittelt der Münchener Verein Folgendes:

Kosten häuslicher Pflege durch einen einen ambulanten Pflegedienst

Pflegeversicherung Kosten häusliche Pflege durch ambulanten Pflegedienst

Kosten häuslicher Pflege durch eine private Pflegekraft

Pflegeversicherung Kosten häusliche Pflege durch private Pflegekraft Quelle: Münchener Verein Versicherungsgruppe – Pflege-Ratgeber 10.2020

Wichtig bei ambulanter Pflege: Wenn Sie möglichst lange zuhause in vertrautem Ambiente gepflegt werden möchten (das hat für die meisten Pflegebedürftigen eine hohe Priorität), benötigen Sie ggf. auch schon in kleineren Pflegegraden mehr Geld, um davon eine Pflegekraft z.B. aus einem osteuropäischen Land finanzieren zu können!

Wieviel muss ich im Pflegefall selbst zahlen?

Der Kölner Stadt-Anzeiger vom 27.7.2018 stellt fest: „Es bleibt allerdings dabei, dass die Pflegeversicherung nur eine Teilkasko-Absicherung ist. Deshalb müssen die Pflegebedürftigen immer mehr aus der eigenen Tasche dazu zahlen. Dabei ist der Anstieg der Eigenbeteiligung enorm“.

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Der Eigenanteil eines stationär im Pflegeheim gepflegten Pflegebedürftigen fällt je nach Bundesland unterschiedlich hoch aus mit einem starken „West-Ost-Gefälle“. Hier die aktuellen Daten des vdek vom 1.1.2021:

Pflegeversicherung Eigenanteile

Am teuersten ist Pflege in NRW. Hier zahlt man für einen Heimplatz 2019 im Schnitt eine Eigenbeteiligung von 2.400 EUR (2018: 2.309 EUR)! Siehe dazu auch den hier verlinkten Bericht der SZ vom 24.9.2019.

Tipp: Berechnen Sie die individuelle Pflegelücke für sich oder Ihre Eltern mit dem hier verlinkten „Pflegelückenrechner„. Eine noch genauere Berechnungsmöglichkeit bietet der hier verlinkte „Ideal Pflegeassistent„.

WICHTIG: Die Pflegekosten steigen in den letzten Jahren jährlich um 6-7%. Die „Pflegeinflation“ liegt also deutlich über der normalen Inflationsrate! Und die Kosten im Pflegebereich steigen deutlich schneller, als die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. So blieben von 1999 bis 2011 die Pflegeleistungen konstant, die Pflegekosten stiegen jedoch z.B. in PS II stationär um 36%. Somit wird der selbst zu tragende Eigenanteil kontinuierlich höher!

Merke: Pflege wird jedes Jahr im Schnitt um 6-7% teurer!

Wichtig: Der höhere Lebensstandard vermögender Menschen verursacht aufgrund der gehobenen Unterbringung im Pflegefall auch deutlich höhere Pflegekosten (ca. 50 % bis 100 % höher als der Durchschnitt)!

Kritische Fragen zur privaten Pflegeversicherung

In unserer Beratung begegnen wir häufig den folgenden kritischen Einwänden bzw. Fragen zur privaten Pflegeversicherung:

  1. „Ich werde schon nicht pflegebedürftig“
  2. „Dafür bin ich noch viel zu jung, darüber mache ich mir später mal Gedanken“
  3. „Meine Familie wird mich pflegen“
  4. „Im Zweifel hilft mir der Staat“
  5. „Eine Pflegeversicherung ist zu teuer und lohnt sich nicht“
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1. „Ich werde schon nicht pflegebedürftig“

Die BARMER ermittelt in ihrem Pflegereport regelmäßig aktuelle Zahlen zum Pflegebedarf. Laut Pflegereport 2020 hat Deutschland die älteste Bevölkerung Europas, daher wird hier die Anzahl der Pflegebedürftigen weiter überproportional steigen. Bereits im Pflegereport 2019 wurde errechnet, dass drei von vier Frauen und sechs von zehn Männern, die 2017 starben, zuvor Pflegebedürftig waren. Sind Sie also wirklich ganz sicher, dass das Thema Pflege ausgerechnet Sie nicht betrifft?

Merke: Drei von vier Frauen und sechs von zehn Männern werden pflegebedürftig!

2. „Dafür bin ich noch viel zu jung, darüber mache ich mir später mal Gedanken“

Unfall oder Krankheit - PflegeversicherungStatistisch gesehen werde junge Menschen natürlich weniger häufig pflegebedürftig. Dennoch kann jederzeit ein Pflegefall eintreten, z.B. durch Unfall (siehe Michael Schumacher), Erkrankung oder Infektion. Junge Menschen benötigen dann häufig eine besonders kostenintensive Pflege (z.B. durch spezielle Therapieformen) und dies über eine deutlich längere Dauer. Gleichzeitig ist der frühe Abschluss einer privaten Pflegeversicherung deutlich günstiger.

BeispielNehmen wir an, Michael Schumacher hätte eine Pflegetagegeldversicherung bei einem guten Anbieter in einem leistungsstarken Tarif abgeschlossen, die in allen Pflegegraden, ambulant und stationär 2.000 EUR im Monat leistet. Beim einem Abschluss im Alter von 30 Jahren kostet diese aktuell 76,20 EUR pro Monat. Zehn Jahre später mit 40 hätte er 113,80 EUR im Monat gezahlt, über 2.000 EUR pro Monat schon 173,00 EUR – da wäre es für ihn aber für einen Abschluss schon zu spät gewesen. Wäre er nie pflegebedürftig geworden, hätter er ab Alter 30 bis zum Alter von 90 Jahren insgesamt 54.864 EUR bezahlt, bei zehn Jahre späterem Abschluss mit 40 hätte er bei Gesamtkosten von 69.646 EUR schon 14.782 EUR mehr bezahlt.

Fazit: Wenn Sie eine Pflegezusatzversicherung früh abschließen, zahlen Sie weniger und profitieren früher von dieser wichtigen Absicherung. Ihr Gesundheitszustand ermöglicht Ihnen, diesen Schutz noch ohne Einschränkungen zu erhalten, das kann später schwieriger werden.

Merke: Der frühe Abschluss einer privaten Pflegversicherung lohnt sich!

3. „Meine Familie wird mich pflegen“

Von Angehörigen möglichst lange in den eigenen vier Wänden gepflegt zu werden, gehört zu den wichtigsten Wünschen der meisten Pflegebedürftigen. Schließlich fühlt man sich zuhause meistens besonders geborgen und gut aufgehoben. Allerdings führt die steigende Erwerbstätigkeit vor allem von Frauen dazu, dass die Pflege eines Angehörigen immer mehr zum Problem wird und eine zusätzliche emotionale und körperliche Belastung darstellt. Der pflegende Angehörige muss dann in der Regel beruflich kürzer treten und verliert einen Teil seines Einkommens. Hinzu kommt, dass dieser oft auch die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes benötigt, der bezahlt werden muss und einen Großteil der Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung für sich beansprucht. Haben Sie an dieser Stelle auch an eventuelle Hilfsmittel gedacht, die für Ihre Pflege benötigt werden und zusätzlich angeschafft werden müssen?

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Merke: Familie ist mit Pflege oft überfordert!

4. „Im Zweifel hilft mir der Staat“

Bevor das Sozialamt die Kosten für die Pflege übernimmt, muss zuerst eigenes Einkommen und Erspartes eingesetzt werden. Auch Einkommen und Vermögen des Ehepartners werden angerechnet. Durch das Angehörigen-Entlastungsgesetz werden Kinder zwar durch die Freigrenze von 100.000 EUR jährlichem Bruttoeinkommen etwas geschützt. Kinder die mehr verdienen werden aber auch für den Unterhalt der Eltern herangezogen. Schenkungen der letzten 10 Jahre können noch zurückgefordert werden. Erst dann springt das Sozialamt ein.

Und mal Hand aufs Herz: Wollen Sie nach einem langen, arbeitsreichen Erwerbsleben im Alter wirklich auf Hartz-IV Niveau leben, nur weil Sie es versäumt haben, diesem Risiko mit überschaubaren Kosten vorzubeugen?

Merke: Schützen Sie Ihr eigenes Vermögen und das Ihrer Angehörigen!

5. „Eine Pflegeversicherung ist zu teuer und lohnt sich nicht“

Stimmt, wenn Sie ganz sicher sind, nie pflegebedürftig zu werden, dann war eine Pflegeversicherung rausgeworfenes Geld und völlig unrentabel.

Vergleicht man aber Kosten und Leistungen und berücksichtigt dabei die Eintrittswahrscheinlichkeit, dann sieht das schon ganz anders aus.

BeispielNehmen wir wieder das Beispiel von Michael Schumacher: Leider wurde er schon mit fast 45 Pflegefall. In den letzten acht Jahren (per 12/2021) hätte er von seiner Pflegeversicherung mit einer 10%-igen Erhöhung im Leistungsfall in jedem 3. Jahr bereits 209.280 EUR an Leistung erhalten. Dafür hätte er von 30 bis 45 Beiträge in Höhe von 13.716 EUR bezahlt. (Anmerkung: Natürlich ist Michael Schumacher, dem wir an dieser Stelle alles Gute wünschen, angesichts seines Vermögens nicht auf eine Pflegeversicherung angewiesen. Dennoch werde an seinem Beispiel wichtige Parameter deutlich.)

BeispielOder anders gefragt bzw. gerechnet: „Ungünstigstenfalls“ zahle ich für eine mit 30 abgeschlossene Pflegezusatzversicherung mit einer monatlichen Leistung von 2.000 EUR bis 90 Beiträge i.H.v. 54.864 EUR und werde nie pflegebedürftig. Was muss passieren, damit sich die Kosten „lohnen“? Nach zwei Jahren in irgendeinem Pflegegrad (ambulant oder stationär) beträgt die Gesamtleistung bereits 48.000 EUR, nach drei Jahren 72.000 EUR. Hier hätte sich das „Investment“ also schon nach rund 2,5 Jahren in irgendeinem Pflegegrad mit einer Leistung von 60.000 EUR „amortisiert„. Aufgrund der beschriebenen Leistungsdynamik erhöht sich die Leistung alle drei Jahre um 10%.

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Merke: Eine private Pflegezusatzversicherung kann sich „lohnen“. Es geht hierbei aber nicht um Rendite, sondern um die Absicherung eines existentiellen Risikos!

Was sagen „Verbraucherschützer“ zur Pflegeversicherung?

Stiftung Warentest schreibt dazu:

„Die gesetzliche Pflege­versicherung deckt einen Teil der Kosten zum Beispiel in Form von Pflegegeld, wenn Partner oder Kinder allein pflegen. Sie zahlt auch Pflegesach­leistungen, wenn eine Pfle­gekraft nach Hause kommt, oder Pflege­kosten fürs Heim. Das allein reicht jedoch oft nicht aus. Ein zusätzliche Absicherung – vor allem dann wenn nur Pfle­gekräfte ohne Angehörige – pflegen, kann sinn­voll sein.“

„Eine Pflege­zusatz­versicherung sichert das finanzielle Risiko bei Pflegebedürftig­keit ab. Eine private Absicherung kann sinn­voll sein, wenn weder Familien­angehörige noch das Vermögen für Pflege­kosten herhalten sollen.“

„Je jünger jemand ist, desto güns­tiger ist der Beitrag und desto größer ist die Chance, einen Vertrag ohne Risiko­zuschläge zu erhalten. Jedoch sollten vor Abschluss erst einmal Berufs­unfähigkeit und Alters­vorsorge abge­sichert sein.“

„Unabhängig von der Schwere der Pflegebedürftig­keit bleibt zwischen der Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung und den gesamten Kosten eine Lücke – und das gilt nicht nur für die Pflege im Heim, sondern auch wenn diese zu Hause ausschließ­lich durch Pfle­gekräfte geleistet wird. Für die Pflege zu Hause können so schnell zwischen mehreren Hundert Euro in den nied­rigen Pfle­gegraden 2 oder 3 und zwischen 2 000 bis 3 000 Euro in den höheren Pfle­gegraden 4 und 5 zusammen­kommen. Reichen Rente und Erspar­nisse nicht aus, um die Pflegelücke zu decken, springt das Sozial­amt ein und holt sich, wenn möglich, das Geld von den Kindern zurück.“

Was sagt die Realität? Beispiel unserer Kunden:

Beispiele, welche Eigenanteile einige unserer Kunden aufbringen müssen:

  • Die 93-jährige Oma eines Kunden zahlt 2020 nach Zuschuss der Pflegepflichtversicherung von 1.266 EUR bei Kosten von 3.466 einen Eigenanteil von 2.200 EUR in Pflegegrad 3 (wg. Schwindel, Kopfschmerzen, Magenproblemen, künstlichen Kniegelenken).
  • Eine Kundin zahlt für die Unterbringung ihrer demenzkranken Mutter in einer offenen Wohngruppe in Köln einen Eigenanteil von 2.700 EUR p.m. (nach Leistung der Pflegepflichtversicherung).
  • Für die Unterbringung der 90-jährigen Großmutter eines Kunden in einem Alters- und Pflegeheim in Duisburg (anfangs Pflegestufe I, dann Pflegestufe II) bezahlte die Familie 15 Jahren lang einen Eigenanteil (nach Leistung der Pflegepflichtversicherung) von rund 4.200 EUR. Und Duisburg ist nicht unbedingt die Preisliga „Schlossallee“ bei Monopoly.
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Was sagen wir? Unsere Empfehlung zur Höhe der Pflegeabsicherung:

Letztlich ist die notwendige bzw. sinnvolle Höhe der Absicherung individuell anhand der Kundensituation zu klären (Bedarf vs. Budget), ebenso wie die Art der passenden Pflegeversicherung (s.u.). Zwei Modelle zur Pflegeabsicherung kommen in Frage:

1. Gestaffelte Absicherung

Angesichts geringerer Lücken in den niedrigeren ambulaten Pflegegraden, könnte man die monatliche Absicherung wie folgt staffeln:

  • Ambulant: 1.000 EUR in Pflegegrad 1-3 / 2.000 EUR in Pflegegrad 4-5
  • Stationär: 2.000 EUR in Pflegegrad 1-5

2. Gleichmäßige Absicherung über alle Pflegegrade (unsere Empfehlung)

Fakt ist, dass

  • lt. Emnid zwei Drittel der Senioren im Alter möglichst lange selbstbestimmt zu Hause wohnen möchten (nur 15 % der 1.100 Befragten wollten ins Pflegeheim oder in eine Seniorenresidenz),
  • lt. Pflegestatistik 2015 des Statistischen Bundesamts vom 16.1.2017 von 2,9 Mio. Pflegebedürftigen fast drei Viertel zu Hause versorgt werden und sich diese Zahl seit der letzten Pflegestatistik 2013 um 12,4 % erhöht hat,
  • die Verweildauer in niedrigeren Pflegegraden deutlich höher ist, als in hohen Pflegegraden (per 31.12.2016 waren von den Leistungsbeziehern der sozialen Pflegeversicherung nur 7,8% in Pflegestufe III – entspricht nun Pflegegrad 4 und 5 – ambulant bzw. 18,9% stationär, so Bundesministeriuim für Gesundheit: Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung)

Berücksichtigt man dies, empfiehlt es sich, die Kostenerstattung im ambulanten Bereich auch in den niedrigen Pflegegraden stärker zu gewichten. So kann man einerseits länger zuhause bleiben. Andererseits „lohnt“ sich eine Pflegezusatzversicherung dann eher, da die ambulanten Pflegegrade 1-3 häufiger erreicht werden und darin länger verweilt wird. Rechnet man genau nach, „lohnen“ sich die lebenslang für eine Pflegezusatzverischerung gezahlten Beiträge in den meisten Fällen sobald man für zwei Jahre Leistungen bezogen hat.

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Eine sinnvolle Absicherung könnte deshalb ein durchgängiges Pflegegeld von z.B. 2.000 EUR pro Monat sein. Auf den Tagesbedarf umgerechnet empfehlen wir, einen Betrag zwischen 60 und 100 EUR pro Tag abzusichern.

Vorteil für privat Krankenversicherte

Eine Private Pflegezusatzversicherung ist sowohl für GKV wie für PKV Versicherte notwendig. Privat Krankenversicherte haben dabei einen Vorteil. Ihr Beitrag zur Pflegepflichtversicherung fällt mit durchschnittlich rund 30 EUR ca. 120 EUR niedriger aus als in der GKV mit max. 149,74 EUR (siehe Sozialversicherungswerte 2019 + Rechengrößen). Selbst nach Abzug eines Arbeitgeberzuschusses zur Pflege von max. 69,20 EUR in der GKV bzw. ca. 15 EUR (hälftig) in der PKV verbleibt dem privat Versicherten immer noch ein Vorteil von ca. 66 EUR, der sinnvollerweise in eine Pflegezusatzversicherung investiert wird.

Achtung: Auch bei privat Krankenversicherten wird der Beitrag zur Pflegezusatzversicherung (so wie bei GKV Versicherten) nicht vom Arbeitgeber bezuschusst.

Reicht es aus, wenn ich im Pflegefall Geld bekomme?

Derzeit bietet der Pflegemarkt in Deutschland genug Optionen, sich Pflege und Pflegekräfte zu „kaufen“. Zusätzlich kann auf Pflegekräfte aus Ländern mit günstigerem Lohnniveau zurückgegriffen werden.

Pflegekräfte werden jedoch immer knapper. Laut BARMER GEK Pflegereport 2016 führt der Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen in Kombination mit der demographisch sinkenden Zahl von Erwerbstätigen zu einer (zusätzlichen) Lücke an Pflegekräften, die von 2013 bis 2030, wenn die Generation der „Babyboomer“ in den Pflegeheimen ankommt, auf rund 350 Tsd. „Vollzeitäquivalente“ anwächst.

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Daher steigt der Bedarf an Zusatzleistungen von Pflegeversicherungen, wie z.B. der Vermittlung von Pflegeleistungen.

Die Lösung: Eine private Pflegezusatzversicherung!

Wenn Sie

  • Ihren Kindern später nicht auf der Tasche liegen wollen,
  • im Pflegefall weiter möglichst selbstbestimmt leben wollen,
  • das Famillienvermögen bzw. Ihr Haus bei Pflege vor dem Zugriff der Sozialkassen schützen wollen (gem. § 90 SBG XII ist das gesamte verwertbare Vermögen des Gepflegten einzusetzen – Haus, Geldanlagen, Wertgegenstände, etc.), oder
  • im Pflegefall Ihrer Eltern nicht selbst in finanzielle Not geraten wollen

dann besteht die Lösung aus frühzeitiger Vorsorge durch eine private Pflegezusatzversicherung.

Für wen ist eine Pflegeversicherung sinnvoll?

Eine private Pflegeversicherung können  bzw. sollten Sie abschließen für:

  • sich selbst
  • Ihren Ehe- bzw. Lebenspartner
  • Ihre Eltern (bei vielen Anbietern nur bis Alter 70/75 möglich, vereinzelt ohne Altersbegrenzung)
  • Ihre Kinder

Private Pflegeversicherung – wann abschließen?

Klare Antwort: jetzt! Der frühe Abschluss einer Pflegeversicherung lohnt sich! Je später Sie anfangen, desto teurer wird der Beitrag. Mit dem hier verlinkten „Mehrkostenrechner Pflege“ der Allianz können Sie das schnell und einfach nachrechnen. Mit 30 reichen dort noch rund 29 EUR im Monat, bei Start mit 50 steigen die Kosten für die gleiche Leistung auf 70 EUR p.m.. Das heißt Sie haben 20 Jahre lang auf Schutz im Pflegefall verzichtet, zahlen über die gesamte Vertragslaufzeit aber dennoch 11.470 EUR mehr!

Welche Arten der Pflegeversicherung gibt es?

Als private Pflegeversicherung gibt es drei Arten von Pflegetarifen zum Ausgleich der Lücken der Pflegepflichtversicherung. Ganz unten auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der jeweiligen Besonderheiten.

1. Pflegekostenversicherung

Eine Pflegekostenversicherung erstattet zweckgebunden die tatsächlich angefallene Kosten nach vereinbarter Tarifleistung. Diese Art der Versicherung wird kaum noch angeboten bzw. nachgefragt, da Kunden meistens über erhaltene Leistungen frei verfügen können möchten.

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2. Pflegetagegeldversicherung

Eine Pflegetagegeldversicherung zahlt einen festen vereinbarten Tagessatz pro Pflegegrad, ggf. prozentual gestaffelt, zur freien Verfügung. Häufig die sinnvollste Lösung, so auch die Empfehlung des Bundes der Versicherten („Decken Sie das Pflegerisiko mit der Tagegeldvariante ab und legen Sie das restliche Geld an, das ein Pflegerententarif mehr kostet. Denn die Pflegerente ist deutlich teurer.“).

Individuelle Anforderungen und Konfiguration einer Pflegetagegeldversicherung

Die empfohlene Höhe der Absicherung hängt von Ihrem individuellen Bedarf ab (s.o.), den Sie auch mit den oben verlinkten Tools ausrechnen können.

Wie oben ausgeführt ist ein frühzeitiger Beginn sehr sinnvoll. Wenn Sie mit dem Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung 10 Jahre warten, zahlen Sie in Summe meistens ca. 15.000 EUR mehr. Außerdem müssen Sie dann immer noch „gesund genug“ für die Beantwortung der Gesundheitsfragen sein.

Zur Ermittlung Ihrer individuellen qualitativen Anforderungen an eine Pflegetagegeldversicherung finden Sie hier einen Fragebogen Pflegetagegeldversicherung zum Download. Mit dem Ergebnis können wir für Sie einen individuellen Vergleich erstellen.

Gesundheit und Pflegetagegeld

Für den Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung sind i.d.R. Gesundheitsfragen zu beantworten. Mit gravierenderen Vorerkrankungen bleibt meistens nur noch die Option Pflege-Bahr (s.u.). Hier verlinkt ein Beispiel solcher Gesundheitsfragen der Hallesche für das Pflegetagegeld OLGAflex oder die Gesundheitsfragen der Barmenia auf unserer Seite „Die neue Barmenia Pflegeversicherung Pflege100„.

Bei der Orientierung, mit welchen Vorerkrankungen welcher Anbieter abhängig von den gestellten Gesundheitsfragen eine Pflegetagegeldversicherung anbietet, hilft die hier verlinkte Pflegeampel.

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Pflegetagegeld separat oder kombiniert mit privater Krankenversicherung?

Grundsätzlich ist es auch möglich, eine Pflegtagegeldversicherung bei einem anderen Anbieter abzuschließen, als die private Krankenversicherung. Es gibt aber einige Vorteile der Kombination von Krankenversicherung mit Pflegepflichtversicherung und Pflegezusatzversicherung bei einem Anbieter:

  1. Im Pflegefall fehlt häufig die Energie, sich mit mehreren Ansprechpartnern auseinanderzusetzen.
  2. Es wird das Risiko reduziert, dass jeder Leistungsträger versucht, sich mit Verweis auf die Zuständigkeit des anderen Leistungsträgers aus der Affäre zu ziehen.
  3. Je nach Anbieter besteht die Möglichkeit, bei einem evtl. Ende der privaten Krankenversicherung (z.B. durch Versicherungspflicht in der GKV oder Umzug in ein Land, in dem nur eine gesetzliche Krankenversicherung möglich ist wie z.B. Österreich, Frankreich oder Spanien) angesammelte Alterungsrückstellungen aus der Krankenversicherung oder einem zusätzlichen Beitragsentlastungstarif auf die Pflegezusatzversicherung zu übertragen und dort auf den Beitrag anrechnen zu lassen.

Pflegetagegeldvergleich

Einen ersten Eindruck von den Beiträgen einer Pflegetagegeldversicherung abhängig von den gewählten Leistungen erhalten Sie über die hier verlinkte Pflegelupe mit einem Pflegetagegeldvergleich einer Reihe guter Anbieter. Hier unsere Einschätzung zur neuen „Barmenia Pflegeversicherung Pflege100„.

Beratung Pflegetagegeld

Diese Ausführungen dienen nur zur ersten Orientierung – nutzen Sie unsere unabhängige Beratung zum Thema Pflegetagegeldversicherung und vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

3. Pflegerentenversicherung

Zahlt eine lebenslange garantierte Rente zzgl. Überschüssen.

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4. Pflege-Bahr

Seit Januar 2013 bezuschusst der Staat eine private Pflege-Zusatzversicherung mit 60 EUR pro Jahr (= 5 EUR im Monat), wenn diese eine Reihe gesetzlicher Mindestkriterien erfüllt. Nach dem „Erfinder“ wird diese Zusatzversicherung „Pflege-Bahr“ genannt. Diese geförderte Pflege-Zusatzversicherung kann ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden, bietet i.d.R. aber nur maximal 600 EUR monatliches Pflegegeld. Bei vielen Anbietern kann der Pflege-Bahr mit einem ungeförderten Zusatztarif ergänzt werden (dann mit Gesundheitsfragen), um die Versorgungslücke im Pflegefall deutlich effektiver zu verringern.

Für Gesunde bieten Pflege-Bahr-Tarife i.d.R. ein schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis, da diese unter Berücksichtigung von Versicherten mit erhöhten Gesundheitsrisiken kalkuliert sind. Das wird auch nicht durch die geschenkten 5 EUR ausgeglichen.

Weitere Informationen zur Pflegeversicherung

Eine erste Orientierung zur gesetzlichen Pflegeversicherung und ihren Leistungen gibt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in seinem Online-Ratgeber Pflege und der Broschüre „Ratgeber Pflege – Alles, was Sie zum Thema Pflege und zu den Pflegestärkungsgesetzen wissen müssen“.

Allianz Online-Special Pflege

Auf dieser Beratungsseite der Allianz und insbesondere in dem hier zum Download verlinkten Allianz Ratgeber Pflege finden Sie sehr anschaulich aufbereitet Antworten zu den Fragen:

  • Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich Pflege brauche?
  • Werde ich zu Hause gut versorgt sein?
  • Was deckt die gesetzliche Pflegeversicherung ab, was nicht?
  • Ab wann sollte ich vorsorgen?
  • Müssen Kinder die Pflege ihrer Eltern bezahlen?

Dazu hier weitere Informationen und Tools wie Umbausimulator (welche Kosten entstehen durch pflegegerechten Umbau), Pflegetagebuch und Checkliste Wohnen im Pflegeheim.

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Video Pflege / Pflege-Bahr

Dieses Video der Signal-Iduna erklärt das Thema Pflegeabsicherung / Pflege-Bahr sehr anschaulich:

SIGNAL IDUNA Pflege-Bahr - PflegeBAHR und PflegeBAHRPLUS

Übersicht Pflegetarife als Pflegeversicherung

LeistungspunktePflegekosten--
ZP06 Humanis
Mannheimer
Pflegekosten- versicherungPflegetagegeld – versicherungPflegerenten – versicherung
Stabile BeiträgeNein, Kalkulation wie PKVNein, Kalkulation wie PKVNein, Kalkulation wie PKVJa, ohne Dynamik
Inflation
berücksichtigt
Janur bei
Restkostentarifen
nur bei Dynamiknur bei Dynamik
Leistungen
unabhängig der sozialen Pflege
NeinNeinNeinJa
Leistungen
unabhängig der
Pflegestufen
Janur bei
Restkostentarifen
NeinJa
Sicherheit, dass
heutige Leistung auch in 20 Jahren noch reicht
JaAbhängig vom Tarifnur bei Dynamiknur bei Dynamik
Vereinfachte
Gesundheitsfragen
NeinNeinJa,
Pflegestufe III
Ja
ohne
Gesundheitsfragen
NeinNeinJa, abhängig von Tarif, Gesellschaft und PflegestufeJa,
nur eine
Gesundheitserklärung
Erlass der
Wartezeiten
Jaauf Anfrageauf AnfrageJa
KostennachweisJaJaNeinNein
Rückkaufwerte bei
Kündigung
NeinNeinNeinJa
Beitragsbefreiung
bei
Pflegebedürftigkeit
Ja, abhängig von Tarif, Gesellschaft und PflegestufeJa, abhängig von Tarif, Gesellschaft und PflegestufeJa, abhängig von Tarif, Gesellschaft und PflegestufeJa
Leistungsumfang80% Erstattung tatsächlich angefallene Kosten max. 56.600 € p.a.Erstattung tatsächlich angefallene Kosten nach vereinbarter TarifleistungFester Tagessatz für
entsprechende
Pflegestufe
Lebenslange
garantierte Rente zzgl. Überschüsse
Verfügung über
Leistung
Leistung i.d.R. nur
zweckgebunden, zusätzlich TG
Leistung i.d.R. nur
zweckgebunden
Freie VerfügungFreie Verfügung
BeitragszahlungLaufendLaufendLaufendLaufend, abgekürzt
oder Einmalbeitrag
Beitragsbefreiungab Pflegestufe IIIoft möglich,
abhängig von
Pflegestufe
oft möglich,
abhängig von
Pflegestufe
ab Leistung
Leistung bei
Beitragsfreistellung
JaJaJaJa
Definition PflegefallNach SGBNach SGBNach SGBNach SGB oder ADL
DemenzVersichertoft versichertoft versichertVersichert
GewinnbeteiligungNeinNeinNeinJa
Pflege im AuslandJa, über Tagegeld, Höhe abh. v.
Pflegestufe
Ja, abh. v. Tarif und GesellschaftJa, abh. v. Tarif und GesellschaftZahlung unabhängig
vom Aufenthaltsort

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