Risiko

Die Devise “et hätt noch immer jot jejange”, zu der nicht nur Rheinländer manchmal neigen, ist beim Thema Risikolebensversicherung der falsche Ansatz. Infos zur richtigen Absicherung (u.a. Höhe, Laufzeit, Klauseln, Arten, “Überkreuzversicherung”), zur Antragstellung (ggf. nach Risikovoranfrage) sowie aktuelle Daten zu Todesursachen.

RisikolebensversicherungRisikolebensversicherung – weshalb?

Eine Risikolebensversicherung schützt Ihre Familie im Falle Ihres Todes vor der finanziellen Katastrophe!

Sie haben eine Familie, Ihr Haus ist noch nicht abbezahlt, die Kinder sollen versorgt sein mit angemessener Ausbildung / Studium? Privater Risikoschutz ist hier dringend notwendig – die Verantwortung für Ihre Familie steht an erster Stelle.

Mit einer Risiko-LV erhalten Sie für relativ geringe Beiträge einen zu Ihrer Situation passenden Todesfallschutz. Kapital für den Erlebensfall wird nicht angespart. Ab dem ersten Beitrag genießen Sie vollen Versicherungsschutz. Die Versicherungssumme ist im Todesfall grundsätzlich zu versteuern. Diese Steuerbelastung kann durch kluge Gestaltung jedoch vermieden werden, siehe Tipp zur steuerlichen Gestaltung am Ende dieses Beitrags.

Risikolebensversicherung – Todesursachen

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis: Todesursachen in Deutschland 2014 vom 15.12.2015) sind in Deutschland Herz-/Kreislauferkrankungen die mit Abstand häufigste Todesursache (38,9% – insbesondere sog. ischämische Herzkrankheiten und Herzinfarkt), gefolgt von Krebsleiden (25,8% – bei Männern vor allem Krebs der Verdauungsorgane wie Darmkrebs und Lungenkrebs, bei Frauen ebenso Krebs der Verdauungsorgane und Brustkrebs). Erst weit danach folgen Erkrankungen des Atmungssystems (6,7%) und des Verdauungssystems (4,4%). Deutlich steigend sind Todesfälle durch psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen (4%). “Nichtnatürliche Todesursachen” wie Verletzungen, Vergiftungen und Unfälle (vor allem im Haushalt) sind bei 4,0 % aller Verstorbenen die Todesursache. Früher hatten Frauen ein höheres Todesfallrisiko, inzwischen sterben Frauen und Männer fast gleich häufig.

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Beratung zur Risikolebensversicherung

Ein wichtiger Hinweis vorab: viele Fragen rund um das Thema Risikolebensversicherung sind hier detailliert beschrieben. Das könnte verführen zu versuchen, eine Risikolebensversicherung im “Do-it-yourself-Verfahren” beim vermeintlich billigsten Anbieter auf eigene Faust zu beantragen. Tun Sie das besser nicht, der Teufel steckt im Detail! Nutzen Sie unsere professionelle Beratung – ohne Mehrkosten für Sie, die Risikolebensversicherung wird dadurch nicht teurer! Einen kostenlosen Beratungstermin (auch bundesweit per Webmeeting) können Sie per Klick auf das Kalendersymbol rechts oder über diesen Link einfach und schnell vereinbaren.

Wenn Sie dennoch lieber selbst aktiv werden wollen, finden Sie hier verlinkt einen Vergleichsrechner Risikolebensversicherung.

Vorbereitung der Beratung zur Risikolebensversicherung

Download Erfassungsbogen Risikolebensversicherung RLVMit dem hier verlinkten Erfassungsbogen Risikolebensversicherung können Sie uns vor der Beratung die wesentlichen Eckdaten eines zu überprüfenden bestehenden Vertrages bzw. Ihre gewünschten Leistungen für eine Vergleichsberechnung mittteilen.

Risikofragebogen Risikolebensversicherung RLVZur Abklärung, ob Ihre Krankengeschichte die gewünschte Absicherung ermöglicht, ist es hilfreich, wenn Sie diese Informationen vor einem Beratungstermin mit dem hier verlinkten ausgefüllten Risikofragebogen Risikolebensversicherung schon einmal genauer vorbereiten. Details zu den gestellten Gesundheitsfragen haben Sie sonst im Termin vielleicht nicht so spontan präsent. Für umfangreichere Angaben bitte das hier verlinkte Beiblatt Gesundheitsfragen verwenden (mit Verweis auf die jeweilige Frageziffer) und für weitere Details zu spezielleren Erkrankungen die hier verlinkten medizinischen Zusatzerklärungen. Wenn es ärztliche Befunde, Arztberichte, Atteste, Röntgenbilder, etc. gibt bitte auch beilegen. Bei vielen Diagnosen können wir dank langjähriger Erfahrung schon selbst gut einschätzen, ob bzw. wo und wie Sie versicherbar sind bzw. dies im Vorfeld unseres Termins für Sie recherchieren.

Wer braucht eine Risikolebensversicherung?

  • Bedarf besteht vor allem für den Hauptverdiener, um die Familie im Todesfall ausreichend zu versorgen. Die gesetzlichen Leistungen wie z.B. die Witwenrente bzw. Waisenrente sind in jedem Fall völlig unzureichend. Und wenn Sie bestimmte gesetzliche Ansprüche nicht erfüllt haben, z.B. weil Sie nicht verheiratet waren, stehen Ihre Hinterbliebenen völlig ohne Versorgung da.
  • Auch bei Tod des Ehepartners, der sich als Hausfrau / Hausmann um die Kinder kümmert, entstehen erhebliche Kosten für die Versorgung der Kinder, damit der andere Partner weiterhin Geld vedienen kann.
  • Wenn beide Partner ungefähr das Gleiche verdienen, sollten auch beide ähnlich hoch versichert sein.
  • Bei einer Immobilienfinanzierung fordern meistens schon die Banken eine Risiko-LV zur Darlehensabsicherung, ggf. mit fallender Versicherungssumme.
  • Gesellschafter einer Firma oder Partner einer freiberuflichen Sozietät: eine Risiko-LV stellt die Fortführung der Firma sicher. Dabei sind nicht nur laufende Kosten und Verpflichtungen zu kalkulieren, sondern auch Ansprüche der Erben, die per Gesellschaftsvertrag auf diese Weise abgefunden werden können, ohne dass die Firma zerschlagen werden muss.
  • Für Unternehmen bietet eine Keyperson Absicherung die Möglichkeit, den Ausfall wichtiger Mitarbeiter (z.B. Inhaber oder Gesellschafter-Geschäftsführer) finanziell aufzufangen. Die Beiträge sind als Betriebsausgaben abzugsfähig. Mehr dazu unter Keyperson Absicherung“.

Wie hoch sollten Sie sich absichern?

Wie lange soll jeder Ehegatte beim Tod des anderen „über die Runden kommen“ können, d.h. wie lange ggf. nicht oder weniger arbeiten und sich um Kinder kümmern können, ohne dabei Geldsorgen zu haben? Welchen monatlichen Betrag über welche Laufzeit wollen Sie hier ansetzen? Das ergibt dann die Versicherungssumme (vereinfacht ohne Verzinsung). Sind die Kinder noch klein und soll ein monatlicher Bedarf von 3.000 EUR für 10 Jahre abgesichert werden, ergäbe das z.B. eine Versicherungssumme von 360.000 EUR.

Eine marktgängige Faustformel rechnet wie folgt:

  • Ein 30-Jähriger sollte die Familie mit dem Fünffachen seines Jahresbruttoeinkommens absichern. Bei einem Brutto von 70.000 Euro entpricht das einer Versicherungssumme von 350.000 Euro.
  • Ein 40- bis 50-Jähriger sollte das Dreifache Jahresbruttoeinkommen als Versicherungssumme wählen.
  • Zur Absicherung eines Kredits brauchen Sie eine zusätzliche (!!) Absicherung über die vollständige Darlehenshöhe, ggf. mit fallender Versicherungssumme. Im Todesfall fällt somit für Ihre Hinterbliebenen diese hohe finanzielle Belastung weg.

Alternativ können Sie mit dem hier verlinkten “Entnahmerechner” selbst berechnen, welcher Betrag abhängig von Inflationsrate (z.B. 2,5%), Anlagezins (z.B. 3%), Laufzeit (z.B. 25 Jahre) und gewünschter monatlicher Entnahme (z.B. 2.000 EUR) abgesichert werden muss (im Beispiel 610.000 EUR).

Sparen Sie nicht an der Versicherungssumme!

Laufzeiten und Kündigung

  • Je kürzer ein Vertrag läuft, desto höher sind die Beiträge. Wird nach Vertragsablauf doch noch Versicherungsschutz benötigt, ist eine spätere Verlängerung aufgrund des dann höheren Eintrittsalters deutlich teurer. Je jünger der Kunde bei Abschluss ist und um so langfristiger er sich orientiert, desto günstiger ist der Beitrag.
  • In der Regel sollte die Laufzeit mindestens bis Endalter 55 bis 60 Jahre festgelegt sein, es sei denn, Ihre Familie ist zusätzlich durch Einkommen oder Vermögen abgesichert.
  • Vereinbaren Sie mit jungen Jahren lange Laufzeiten und ab Eintrittsalter 40 kürzere Laufzeiten.
  • Zur Absicherung eines Kredits sollte die Laufzeit der Darlehensdauer entsprechen, damit auch das Todesfallrisiko bis zum Schluss abgedeckt ist.
  • Eine Risikolebensversicherung kann vom Versicherten jederzeit zum Ende eines Versicherungsjahres gekündigt werden.
  • Die Versicherungsunternehmen können nur bei Zahlungsverzug den Vertrag kündigen.

Arten von Risikolebensversicherungen

  • Die klassische Risikolebensversicherung mit gleichbleibender Versicherungssumme und konstantem Beitrag.
  • Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme und fallendem Beitrag (wird oft zur Abdeckung von Darlehen und Krediten eingesetzt, ist aber kaum preiswerter als die erste Variante).
  • Risikolebensversicherung für zwei verbundene Personen (“Verbundene Leben“) mit einer Versicherungssumme, die bei Tod des Erstversterbenden einmalig gezahlt wird.
  • Risikolebensversicherung kombiniert mit Berufsunfähigkeitszusatzversicherung: eine Möglichkeit für Berufstätige, die ihre Familie absichern wollen.

Weitere Klauseln nach Bedarf:

  • Dynamische Anpassung: hier steigt die Versicherungssumme jährlich um einen festgelegten Prozentsatz. Die jährliche Erhöhung kann auch abgelehnt werden. Nach drei Ablehnungen in Folge erlischt das Dynamikrecht in der Regel.
  • Nachversicherungsgarantie: ermöglicht die (kostenpflichtige) Aufstockung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung. Diese Flexibilität kann bei sich verändernden Lebenssituationen (z.B. Kauf Immobilie oder Geburt) wichtig sein.

Steuerlicher Tipp: “Überkreuzversicherung”

Die Todesfallleistung aus einer Risikolebensversicherung unterliegt der Erbschaftsteuer.

Bei Ehepartnern oder Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist dies in der Praxis oft weniger gravierend, da dem überlebenden Partner ein hoher steuerlicher Freibetrag von derzeit 500.000 EUR zusteht und selbst darüber hinausgehende Beträge zu einem relativ niedrigen Steuersatz versteuert werden.

Partner einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft haben jedoch nur sehr geringe Freibeträge von derzeit 20.000 EUR und fallen grundsätzlich in die ungünstigste Steuerklasse III mit hohen Steuersätzen.

In beiden Fällen empfiehlt es sich, den Vertrag vorsorglich so zu gestalten, dass bei Tod keine Erbschaftssteuer anfällt. Dies lässt sich erreichen indem sich die Partner “über Kreuz versichern“. Ein Partner ist dabei Versicherungsnehmer (und Beitragszahler) und der andere die versicherte Person. Leistungen aus der Versicherung bei Tod der versicherten Person sind dann nicht erbschaftssteuerpflichtig, wenn der Versicherungsnehmer zugleich Bezugsberechtigter ist und somit im Versicherungsfall sozusagen seine “eigene” Versicherungsleistung erhält. Zahlt der Versicherungsnehmer die Beiträge dabei nicht selbst, könnte es sich um eine steuerpflichtige Schenkung handeln. Beiträge sollten daher vom eigenen Konto des Versicherungsnehmers und nicht von einem Gemeinschaftskonto oder gar durch die versicherte Person erfolgen.

Zu beachten ist dabei, dass der Versicherungsnehmer als alleiniger Vertragspartner der Versicherung nicht nur alleine zur Prämienzahlung verpflichtet ist, sondern er kann den Vertrag auch ohne Kenntnis der versicherten Person ändern oder kündigen!

Fragen Sie dazu am besten Ihren Steuerberater!

In dem hier verlinkten Video erklärt die Axa kurz diese sog. “Überkreuzversicherung” (den Werbeteil am Schluss einfach ausblenden ;-))

Verbundene Risikolebensversicherung / RLV auf “verbundene Leben”

Eine verbundene Risikolebensversicherung, auch RLV auf verbundene Leben oder Partnerversicherung genannt, besteht aus einem Vertrag, der das Leben beider Partner absichert. Wenn einer von beiden stirbt, wird die versicherte Summe einmalig ausgezahlt und der Vertrag endet. Das Leben des hinterbliebenen Partners ist dann nicht mehr abgesichert.

Vorteil:

  • die Beiträge sind etwas niedriger als bei zwei separaten Verträgen.

Nachteile:

  • Diese Lösung ist deutlich unflexibler, da ein unterschiedlicher Bedarf (z.B. höhere Absicherung “Hauptverdiener”) nicht berücksichtigt werden kann.
  • Eine einmalige Auszahlung kann zur Versorgung hinterbliebener Kinder nach einem Tod des zweiten Partners (bzw. beider gleichzeitig, z.B. bei einem Autounfall) nicht ausreichen.
  • In dieser Konstellation ist die oben beschriebene sog. “Überkreuz-Versicherung” nicht möglich, es besteht Erbschaftssteuerpflicht – zumindest zu 50% wenn beide Versicherungsnehmer des Vertrages sind und die Beiträge von einem gemeinsamen Konto bezahlt werden.

Antragstellung Risikolebensversicherung

Wenn die Auswahl des für Sie günstigsten Anbieters feststeht, finden Sie hier die konkreten Gesundheitsfragen einiger Gesellschaften verlinkt, die häufig ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bieten (Stand 08/2015). Mit diesen Informationen kann ich für Sie (ggf. per Risikovoranfrage) die Versicherbarkeit klären:

Fazit auch hier: holen Sie fachkundigen Rat ein! In einem unabhängigen Vergleich ermitteln wir für Sie den günstigsten guten Anbieter.

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