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Risikolebensversicherung: Überkreuzversicherung spart Erbschaftssteuer

Risikolebensversicherung und ÜberkreuzversicherungMit einer sog. „Überkreuzversicherung“ können Sie beim Abschluss einer Risikolebensversicherung jetzt schon die Weichen stellen, um im Todesfall ggf. erhebliche Erbschaftssteuerzahlungen zu sparen!

Wer braucht eine Risikolebensversicherung?

In Kurzform: Familien zur Absicherung der Kinder im Todesfall, Immobilienkäufer mit laufender Baufinanzierung zur Darlehensabsicherung, Gesellschafter einer Firma oder Partner einer freiberuflichen Sozietät für Ausgleichsansprüche der Erben, Unternehmen zur „Keyperson Absicherung“.

Download Erfassungsbogen Risikolebensversicherung RLVSiehe dazu meine eingehenderen Ausführungen unter Risikolebensversicherung. Mit diesem Erfassungsbogen Risikolebensversicherung (Download als ausfüllbare PDF Datei) können Sie mir vor der Beratung die wesentlichen Eckdaten eines zu überprüfenden bestehenden Vertrages bzw. Ihre gewünschten Leistungen für eine Vergleichsberechnung mittteilen.

Experten-Tipp Überkreuzversicherung bei Risikolebensversicherung

Wozu eine Überkreuzversicherung?

Die Todesfallleistung / Versicherungssumme einer Risikolebensversicherung unterliegt der Erbschaftsteuer und ist bei Auszahlung im Todesfall zu versteuern

Bei Ehepartnern oder Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist dies in der Praxis meistens weniger gravierend, da dem überlebenden Partner ein hoher steuerlicher Freibetrag von derzeit 500.000 EUR zusteht und selbst darüber hinausgehende Beträge nur zu einem relativ niedrigen Steuersatz versteuert werden.

Partner einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft haben jedoch nur sehr geringe Freibeträge von derzeit 20.000 EUR und fallen grundsätzlich in die ungünstigste Steuerklasse III mit hohen Steuersätzen.

In beiden Fällen empfiehlt es sich, den Vertrag vorsorglich so zu gestalten, dass im Todesfall keine Erbschaftssteuer anfällt. Dies lässt sich erreichen, indem sich die Partner „über Kreuz versichern„.

Überkreuzversicherung – wie geht das?

Bei der sog. „Überkreuzversicherung“ ist ein Partner Versicherungsnehmer (und Beitragszahler) und der andere die versicherte Person. Leistungen aus der Versicherung bei Tod der versicherten Person sind dann nicht erbschaftssteuerpflichtig, wenn der Versicherungsnehmer zugleich Bezugsberechtigter ist und somit im Versicherungsfall sozusagen seine „eigene“ Versicherungsleistung erhält.

Wichtig: Zahlt der Versicherungsnehmer die Beiträge dabei nicht selbst, könnte es sich um eine steuerpflichtige Schenkung handeln. Beiträge sollten daher vom eigenen Konto des Versicherungsnehmers und nicht von einem Gemeinschaftskonto oder gar durch die versicherte Person erfolgen!

Achtung: der Versicherungsnehmer als alleiniger Vertragspartner der Versicherung ist nicht nur alleine zur Prämienzahlung verpflichtet, sondern kann den Vertrag auch ohne Kenntnis der versicherten Person ändern oder kündigen!

Fragen Sie dazu am besten Ihren Steuerberater!

In dem folgenden Video erklärt die Axa kurz diese sog. „Überkreuzversicherung“ (den Werbeteil am Schluss einfach ausblenden ;-)):

Fazit auch hier: holen Sie fachkundigen Rat ein! In einem unabhängigen Vergleich ermittle ich den für Sie günstigsten guten Anbieter.