Checkliste Geburt

“Geburtsteddy”

Checkliste Geburt Kind – Tipps für Eltern wenn Nachwuchs kommt. Nichts Wichtiges vergessen, woran muss ich nach der Geburt denken, wem Bescheid geben – Ämter, Arbeitgeber, Versicherungen?

Ihr Nachwuchs ist angekommen?

Herzlichen Glückwunsch! Für unsere Kunden gibt es zur Geburt einen “Geburtsteddy” mit aufgedruckten Geburtsdaten des Kindes. Verraten Sie uns dafür einfach Name, Geburtsdatum & -zeit, Gewicht & Größe des Babys. [Update 5/17: unsere Lieferantin hat sich leider zur Ruhe gesetzt, wir sind noch auf der Suche nach Ersatz]

Checkliste Geburt

Am besten gehen Sie diese Checkliste Geburt einige Wochen vor dem Geburtstermin durch – danach sind Sie im Zweifel erst einmal anderweitig beschäftigt!

Ämter / Arbeitgeber

Versicherungen für das Kind

Werdende Eltern beschäftigt häufig zuerst der Wunsch, das eigene Kind von Anfang an gut abzusichern. Wie im Flugzeug bei den Sauerstoffmasken gilt aber auch hier, sich als Versorger zunächst selbst vernünftig abzusichern (s.u.) und erst danach “mitreisenden Kindern” zu helfen!

Kundenkind mit unserem "Geburtsteddy"

Kundenkind mit unserem “Geburtsteddy”

Krankenversicherung für das Kind

  • bei gesetzlicher Krankenversicherung (GKV): Anmeldung zur Familienversicherung bei der Krankenkasse mit der “Bescheinigung für die Krankenversicherung” vom Standesamt (s.o.)
  • bei privater Krankenversicherung (PKV) / privaten Zusatzversicherungen: “Kindernachversicherung” innerhalb von 2 Monaten ab vollendeter Geburt beantragen – siehe dazu ausführlich Kinderkrankenversicherung.

Haftpflichtversicherung für das Kind

Vertrag der Eltern auf Familiendeckung prüfen (inkl. Schäden durch deliktsunfähige Kinder, Tätigkeit einer Tagesmutter oder Haushaltshilfe, etc.), siehe Kindervorsorge.

Risikoabsicherung und Sparen für das Kind

Siehe dazu ausführlich unsere Seite Kindervorsorge und Kindersparen.

Versicherungen der Eltern

Wie oben geschrieben ist eine zur veränderten Familiensituation passende Absicherung der Eltern als “Versorger” strenggenommen noch wichtiger, als die Absicherung des Kindes. Mehr finanzielle Verantwortung heißt oft, dass eine zusätzliche oder höhere Absicherung nötig wird. Bei manchen Versicherungen gibt es sog. “Singletarife”, die spätestens dann in einen passenden “Familientarif” umgestellt werden sollten, in dem Partner und Kinder kostengünstig mitversichert sind.

Während Zeiten der Kinderbetreuung hat ein Elternteil meistens ein geringeres oder kein Arbeitseinkommen. Üblicherweise übernimmt der “Verdiener” für diesen Zeitraum einen größeren Anteil an den gemeinsamen Kosten (wie in der Natur auch: der “brütende” Elternteil wird vom Partner mitversorgt 🙂 ). Dazu gehören insbesondere notwendige Versicherungen (wie z.B. die Berufsunfähigkeitsversicherung) und Sparen für die Altersvorsorge. Gerade bei der Altersvorsorge würden sonst unfaire Lücken für denjenigen entstehen, der zugunsten der Kinder auf Einkommen verzichtet.

Krankenversicherung der Eltern

Überprüfen Sie unbedingt rechtzeitig vor der Geburt (besser noch vor der Schwangerschaft!), ob Sie langfristig richtig krankenversichert sind. Dazu gehört die Frage, ob Sie sich privat krankenversichern können bzw. wollen und wie Sie ansonsten die eingeschränkten Leistungen der GKV durch private Zusatzversicherungen bzw. Lücken der Pflegepflichtversicherung durch eine private Pflegeversicherung ausgleichen können. Prüfen Sie dabei auch, ob bereits bestehende Versicherungen (Krankenzusatzversicherungen, Krankentagegeldversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen) ausreichen und stocken Sie diese wenn nötig auf (je nach Tarif wg. Geburt ggf. ohne Gesundheitsprüfung möglich). Manche Tarife bieten Beitragsfreiheit nach Entbindung oder Entbindungspauschalen – diese sollten Sie abrufen.

Privat krankenversicherte Eltern sollten ihren Krankentagegeldtarif während der Elternzeit in eine Anwartschaft umwandeln, die ca. 35 – 40% des ursprünglichen Beitrags (= ungefähre Alterungsrückstellung) kostet, da daraus während der Elternzeit mangels Arbeitseinkommen auch keine Leistungen erfolgen. Nach Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit wird das Krankentagegeld dann auf Antrag ohne Gesundheitsprüfung in der ursprünglichen Höhe reaktiviert.

Theoretisch wäre es eine Überlegung wert, während Zeiten ohne Arbeitgeberzuschuss den PKV-Beitrag durch eine Erhöhung des tariflichen Selbstbehalts zu reduzieren. Die Ersparnis ist meistens jedoch nicht sehr hoch sofern der (höhere) jährliche Selbstbehalt ausgeschöpft wird. Außerdem setzt eine spätere Reduzierung des Selbstbehalts (mit Arbeitgeberzuschuss i.d.R. wieder sinnvoller) grundsätzlich eine erneute Gesundheitsprüfung voraus, sofern dann nicht ausnahmsweise tarifliche Optionsrechte greifen!

Checkliste Geburt Wichtig Krankenversicherung FrühgeburtWICHTIG: Optimaler Krankenversicherungsschutz ist gerade für angehende Eltern besonders wichtig, da in Deutschland inzwischen knapp 10% der Kinder als Frühgeburten zur Welt kommen. Ca. 30% der Frühchen haben je nach Schwangerschaftswoche langfristige gesundheitliche Probleme, rund 10% sind schwer behindert (“Immer mehr Frühgeburten”, Ärztezeitung v. 12.11.2010, Studien zu den Langzeitfolgen einer Frühgeburt). Haben die Eltern selbst rechtzeitig vor der Geburt (i.d.R. mindestens drei Monate) eine private Krankenversicherung, private Krankenzusatzversicherung oder Pflegetagegeldversicherung abgeschlossen, können sie sogar für ein Neugeborenes mit Gesundheitsproblemen noch zwei Monate nach dem Tage der Geburt gem. § 198 VVG rückwirkend eine vergleichbare Absicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen (siehe Kinderkrankenversicherung)!

Todesfallschutz / Absicherung des Einkommens der Eltern

Sofern Sie noch keine bzw. keine ausreichende Risikolebensversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, sollten Sie dies jetzt unverzüglich für beide Elternteile (nicht nur für den “Hauptverdiener”) nachholen, damit die Familie im Ernstfall versorgt ist! Ggf. ist bei Geburt per “Nachversicherungsgarantie” eine Erhöhung bestehender Verträge ohne Gesundheitsprüfung möglich (Achtung: i.d.R. Frist von 6 Monaten ab Geburt!)

Altersvorsorge der Eltern

Auch wenn Sie mit der Geburt eines Kindes einen Beitrag zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung leisten, bleibt eigene Altersvorsorge unverzichtbar. Dafür sollte trotz Anschaffungen von Kinderwagen und Babyerstausstattung weiterhin ein ausreichend hoher Betrag eingeplant werden. Bei der Riesterrente erhalten Sie auf Antrag (!) bis zu 300 EUR Kinderzulage – siehe unsere Seite Riester-Check.

Bezüglich der Riester-Förderung ist ein kurzer Riester-Check sinnvoll, um sicherzustellen, dass die Förderung weiterhin optimal genutzt wird. Hier verlinkt das passende Formular Riester-Check. Lassen Sie uns das Formular nach der Geburt einfach ausgefüllt zukommen, dann leiten wir die für die Kinderzulage etc. relevanten Daten an Ihren Riester-Anbieter weiter.

Sachversicherungen der Eltern

Diese sollten ohnehin regelmäßig (mindestens jährlich bei unserem Finanzcheck) überprüft werden. Häufig bestehen ältere Sachversicherungen trotz nichtehelicher Lebensgemeinschaft oder Heirat (siehe dazu unsere Seite Heirat und Finanzen) noch als Singletarife. Prüfen Sie im Rahmen dieser Checkliste Geburt u.a.:

  • Privathaftpflichtversicherung: Familiendeckung inkl. Schäden durch deliktsunfähige Kinder (s.o.)?
  • Hausratversicherung: reichen Versicherungssumme (wg. Neuanschaffungen) und Deckungsumfang (z.B. Kinderwagen in Flur / Hausgang bei einfachem Diebstahl mitversichert?) weiterhin aus?
  • Rechtsschutzversicherung: Familientarif?

Vorsorge bei Krankheit und Tod

Spätestens jetzt, wenn Sie nicht mehr nur für sich selbst verantwortlich sind, sondern als Vater / Mutter / Eltern auch für Ihren Nachwuchs, sollten Sie noch einmal intensiver darüber nachdenken, ob Sie bei Krankheit und Tod ausreichend abgesichert sind. Dazu gehört vor allem die Absicherung des Einkommens (siehe Berufsunfähigkeit) und eine ausreichend hohe Risikolebensversicherung, aber auch Vorsorgeverfügungen und ein klar formuliertes Testament (siehe Vorsorge Krankheit Tod)!

Checkliste Geburt – Fragen?

Geburtsteddy - Checkliste Geburt

“Geburtsteddy” im Einsatz 😉

Unsere Checkliste Geburt hat hoffentlich schon einige Ihrer Fragen beantwortet. Kontaktieren Sie uns gerne , wenn Sie weitere Details bei einer persönlichen Beratung klären möchten. Wir freuen uns auf Ihren Anruf (0221-688040) oder Ihre email!

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