Auswahlkriterien Krankenversicherung - PKV ist wie PizzaserviceDr. Berndt Schlemann

Auswahlkriterien Krankenversicherung: was sind die Anforderungen und Kriterien für die Auswahl einer „guten“ privaten Krankenversicherung? Dazu gehören vor allem medizinische Auswahlkriterien bei der Auswahl des Tarifs, aber auch die „richtige“ Versicherungsgesellschaft. Ist z.B. ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit „besser“ als eine Aktiengesellschaft? Wie wichtig sind verschiedene Ratings?

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Ein wichtiger Hinweis vorab: viele Fragen rund um die Auswahl der „richtigen“ Krankenversicherung sind hier sehr detailliert beschrieben. Das könnte verführen zu versuchen, das Thema auf eigene Faust zu regeln. Tun Sie das besser nicht, der Teufel steckt im Detail! Nutzen Sie unsere professionelle Beratung – i.d.R. ohne Mehrkosten für Sie! Einen Beratungstermin (auch bundesweit per Webmeeting) können Sie per Klick auf das Kalendersymbol rechts oder über diesen Link einfach und schnell vereinbaren.

Auswahlkriterien Krankenversicherung

Beim Thema Krankenversicherung geht es um Ihr wichtigstes GutIhre Gesundheit! Und darum wie frei Sie entscheiden können, welche Medikamente in Ihren Körper kommen und welcher Arzt Sie behandelt wenn Sie krank sind, um möglichst schnell wieder gesund & fit zu werden.

Nicht jede private Krankenversicherung hat automatisch bessere Leistungen als die GKV!

Private Krankenversicherung ist wie Pizzaservice!

Auswahlkriterien Krankenversicherung - PKV ist wie PizzaserviceBeim Abschluss einer PKV definieren Sie in einem lebenslangen (!!) privaten Versicherungsvertrag medizinische Leistungen, die Sie in Anspruch nehmen können – jetzt und im Rentenalter. Wer nur eine kleine Margherita bestellt, darf später nicht jammern, wenn er nicht satt wird und keine Artischocken bekommt!

Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen Ihre persönlichen Auswahlkriterien Krankenversicherung als Grundlage für einen ausführlichen Tarifvergleich.

1. Der richtige Tarif

Wichtig: Bei der Tarifauswahl geht es vor allem um Gesundheit und Medizin. Seien Sie bei der Definition Ihrer Auswahlkriterien Krankenversicherung bitte nicht „zu bescheiden“! Solange Sie gesund sind, ist es natürlich völlig egal, wie Sie krankenversichert sind – da wären GKV oder eine leistungsschwache PKV völlig ausreichend. Sobald Sie allerdings ernster erkrankt sind, können die Leistungen nicht hoch genug sein und Sie wollen top versorgt sein. Alles andere verliert an Bedeutung, wenn es ums „Überleben“ geht bzw. ob und wie schnell Sie wieder „einsatzfähig“ bzw. schmerzfrei sind. Letztlich können Sie nicht einschätzen, welche Behandlungen, Medikamente oder „Ersatzteile“ Sie künftig brauchen. Schlimmstenfalls haben Sie bei einem „besseren“ Tarif unnötig ein paar Euro mehr bezahlt, dafür aber viele Jahre ein beruhigendes Gefühl gehabt. Wer vom Einkommen her in die PKV wechseln kann, sollte sich eine vernünftige Krankenversicherung leisten können und wollen.

Außerdem: Nicht jede Mehrleistung macht einen Tarif teurer. In „Kompakttarifen“ mit umfassenden Leistungen können Leistungen für alle deutlich günstiger angeboten werden als bei „Bausteintarifen“, bei denen nur diejenigen Kunden bestimmte Leistungen dazu buchen, die davon ausgehen, diese auch intensiver zu nutzen (z.B. Kunden mit schlechten Zähnen buchen hohe Zahnleistungen, Kunden mit einem Faible für Heilpraktiker buchen dieses Extra, etc.).

Medizinische Auswahlkriterien KrankenversicherungMedizinische Auswahlkriterien Krankenversicherung

Ihre Auswahlkriterien Krankenversicherung sollten sich an folgenden Leistungsanforderungen / Qualitätskriterien orientieren. Die Wichtigkeit der Kriterium bemisst sich – wie generell bei Versicherungen – nach zwei Faktoren

  1. Eintrittswahrscheinlichkeit – wie häufig tritt die Erkrankung auf?
    und
  2. Schadenshöhe – wie teuer wird es, wenn Sie Behandlungskosten, Geräte oder Medikamente selbst zahlen müsssen bzw. wie sehr schränkt Sie die Erkrankung in Ihrer Gesundheit, Ihrem Wohlbefinden oder Ihrer Lebenserwartung ein.

Kleine Wahrscheinlichkeit, kleiner Schaden = unwichtig. Hohe Wahrscheinlichkeit, kleiner Schaden = Komfort, aber nicht wichtig. Kleine Wahrscheinlichkeit, großer Schaden = wichtig. Hohe Wahrscheinlichkeit, großer Schaden = sehr wichtig!

Bestmögliche medizinische Behandlung

Welche Behandlungen und Medikamente möchten Sie im Ernstfall in Anspruch nehmen können, um ohne Einschränkungen möglichst schnell wieder gesund und arbeitsfähig zu werden? Können Sie ernste Erkrankungen ausschließen bzw. sind Sie sicher, dann nicht den Wunsch nach der fortschrittlichsten Therapie zu haben, die Ihr Leben rettet, verlängert oder lebenswerter macht und ggf. mehr kostet?

Verschiedene m.E. besonders relevante Auswahlkriterien Krankenversicherung finden Sie oben im Menu unter Auswahlkriterien Krankenversicherung genauer erläutert.

Hier einige Beispiele:

  • Freie Arztwahl inkl. Fachärzten ohne vorherigen Besuch beim Hausarzt.
  • Wahlarzt im Krankenhaus: Oft ist der Chefarzt der beste und erfahrenste Operateur, manchmal der Oberarzt, selten der gerade diensthabende junge Assistenzarzt.

Was ist das Schlimmste am Krankenhaus?

  • Auswahlkriterien Krankenversicherung Mehrbettzimmer Infektionsgefahr KStA 12.3.2019_mA

    KStA 12.3.2019

    Ein „krankenhaus-erfahrener“ Kunde antwortete hier spontan „das Essen“ :-) . Deutlich gefährlicher ist das Infektionsrisiko – ca. 500.000 Patienten infizieren sich in Deutschland jährlich mit Krankenhauskeimen, ca. 15.000 sterben daran (siehe den Ausschnitt rechts aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 12.3.2019). Je Mitbewohner, desto Infektion! Mit wie vielen Menschen möchten Sie den Raum teilen wenn es Ihnen schlecht geht? Ruhe, gerade nachts, ist für die Genesung meistens förderlich. Und Selbstständige oder leitende Angestellte schätzen ggf. die Möglichkeit, ihr Geschäft vom Krankenbett ungestört aufrecht erhalten zu können. Gute“ PKV Tarife gibt es entweder mit 2-Bett oder (ggf. etwas teurer) 1-Bett Zimmer im Krankenhaus.

  • Übernahme der Kosten von mit höheren GOÄ/GOZ Sätzen abrechnende Spezialisten – die besten Ärzte rechnen häufig teurer ab!
  • Übernahme der höheren „ortsüblichen“ Kosten gezielter Auslandsbehandlung. Medizin in Deutschland ist im weltweiten Vergleich schon ziemlich gut. Da die Forschungskapazitäten in den USA jedoch deutlich höher sind und die Zulassung von Arzneimitteln unkomplizierter verläuft, kommen viele innovative Behandlungsmethoden von dort. Möchten Sie bei ernsten Erkrankungen von dem neuesten Stand der Medizin profitieren, entstehen in den USA schnell sechsstellige Kosten. Viele Tarife übernehmen in diesen Fällen nur die deutlich geringeren Kosten, die hier in Deutschland nach GOÄ entstanden wären. Einige Beispiele: individualisierte Krebstherapie / Immuntherapie – Kosten 475.000 USD, OP Glioblastom – Kosten 80.000 EUR und mehr, Protonentherapie (konzentriert die Strahlung im Tumor und schont gesundes Gewebe, z.B. bei Augentumoren, Hintumoren, HNO-Tumoren, Prostatakarzinom etc.) – Kosten ca. 130.000 USD.
  • Übernahme von Analogabrechnungen (z.B. für Wurzelbehandlungen, Stoßwellentherapie, Schlafapnoe- bzw. Schnarcherschiene, Herztransplantation, Kapselendoskopie oder Transkranielle Magnetstimulation).
  • Logotherapie und Ergotherapie bei Schlaganfall
  • Rehabilitationsmaßnahmen, ambulante und stationäre Anschlussheilbehandlung nach einem stationären Krankenhausaufenthalt ohne Einschränkungen (besonders wichtig für Selbstständige, Beamte und Mitglieder eines Versorgungswerks, siehe Versorgungswerk und Krankenversicherung).
  • Umfassende Leistungen für Zahnbehandlung (möglichst 100%), Zahnersatz (inkl. Implantate) und Kieferorthopädie (auch für Erwachsene). Manche unserer Kunden haben im Mund den Gegenwert eines Kleinwagens verbaut. In einem uns bekannten Fall entstanden für Zahnersatz nach einer unerwarteten Begegnung mit einem Maßkrug auf dem Cannstatter Wasen Kosten i.H.v. ca. 70.000 EUR für die Wiederherstellung von zerstörtem Kiefer und Zähnen!
  • Kuren inkl. Unterbringungskosten
  • Umfassende Vorsorge ohne Einschränkungen (alle medizinisch sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen und nicht nur nach „gesetzlich eingeführten Programmen“ wie in der GKV – z.B. ab 55 genau zweimal eine Darmspiegelung) und Erstattungen von Vorsorgeuntersuchungen ohne Anrechnung auf Selbstbehalt und  Beitragsrückerstattung. Gute Anbieter rechnen diese Kosten weder auf den Selbstbehalt noch bei der Beitragsrückerstattung an (anders häufig in den sog. Beihilfetarifen für Beamte wg. der dort i.d.R. fehlenden Selbstbehalte). Ansonsten werden viele Versicherte nämlich „geizig“ bei Ihrer Vorsorge und verursachen später höhere Kosten für das Versicherten-Kollektiv durch vermeidbare schwere Erkrankungen wie z.B. Darmkrebs. Vorteil für Sie: durch diese Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens bleiben die Beiträge Ihres Tarifs stabiler und Sie bekommen in jungen/gesunden Jahren alle Vorsorgeuntersuchungen wie Zahnprophylaxe voll erstattet und erhalten trotzdem die volle Beitragsrückerstattung erhalten.
  • Volle Kostenübernahme bei Behandlung in Privatkliniken (2016 waren über ein Drittel aller Krankenhäuser in Deutschland Privatkliniken!)
  • Transporte: stationär und ambulant (ohne anschließende stationäre Unterbringung), nicht nur zum „nächstgelegenen geeigneten Arzt, Physiotherapeuten oder Krankenhaus“, sondern zu Klinik bzw. Behandler Ihrer Wahl. Gerade in Großstädten mit mehreren Krankenhäusern in einem gewissen Radius sollte auf Wunsch auch das ggf. etwas entferntere, aber „bessere“ Haus angesteuert werden können.
  • Für Anhänger von Naturheilverfahren bzw. alternativer Medizin kann wichtig sein, dass die Behandlung durch Heilpraktiker (mindestens bis zum Höchstsatz der GebüH) sowie Leistungen nach dem sog. Hufelandverzeichnis bzw. Anthroposophische Medizin übernommen werden.
Absicherung signifikanter Kostenrisiken

Gerade im Bereich Hilfsmittel fallen teilweise extrem hohe Kosten an, z.B. kosten ein Krankenfahrstuhl/Rollstuhl bis zu 45.000 EUR, ein Blindenhund bis zu 25.000 EUR, Heimdialyse bis zu 150.000 EUR p.a.. Damit auch künftig alle ggf. neu erfundenen Hilfsmittel übernommen werden, ist ein sog. „offener Hilfsmittelkatalog“ extrem wichtig, nicht nur im Bereich lebenserhaltender Hilfsmittel. Weitere Beispiele dazu finden Sie hier. Der Bezug dieser Hilfsmittel sollte ohne Einschränkung auf eine einfache / funktionale Standardausführung und ohne Zwang, diese über die Versicherung zu beziehen, möglich sein.

Flexibilität

Eine private Krankenversicherung ist einer der am längsten laufenden Verträge, die Sie in Ihrem Leben abschließen werden. Die flexible Anpassbarkeit dieses Versicherungsschutzes an sich künftig verändernde Lebensumstände ist deshalb ausgesprochen wichtig, z.B.:

  • Familienplanung / Kinder (inkl. evtl. Adoption). Angehende Eltern sollten insbesondere achten auf: Übernahme von Kinderwunschbehandlung, Beitragsfreiheit (z.B. 6 Monatsbeiträge) oder Zusatzleistungen nach Entbindung, und (SEHR WICHTIG) Kindernachversicherung ohne Einschränkungen bei Geburtsschäden und angeborenen Krankheiten (siehe Kinderkrankenversicherung) – auch bei Adoption, Kostenübernahme für Begleitperson im Krankenhaus (Rooming-in).
  • Vergünstigte Sondertarife z.B. Arzttarife für Ärzte und Zahnärzte und deren (künftige) Familienangehörige.
  • Für fliegendes Personal (Piloten, Flugbegleiter etc.): Weltweiter Versicherungsschutz (siehe oben!), Sonderregelung in der Krankentagegeldversicherung mit Leistung auch bei vorübergehender Fluguntauglichkeit („… eine vorübergehende Fluguntauglichkeit wird als völlige Arbeitsunfähigkeit anerkannt“)!
  • Umzug ins Ausland – jetzt oder als Rentner. Einige Krankenversicherungstarife enden beim Umzug ins außereuropäische Ausland, viele verlangen Zuschläge
  • Tarifwechsel in Beihilfetarife bei Verbeamtung oder Heirat mit einem Beamten. Hier ist insbesondere ein leistungsstarker Beihilfeergänzungstarif wichtig,  der die Lücken der jeweiligen Beihilfeverordnung ausgleicht. Zu den Beihilfeleistungen siehe den hier verlinkten Beihilferatgeber.
  • Umwandlung in eine Zusatzversicherung falls das Einkommen z.B. durch Verringerung der Arbeitszeit unter die PKV-Einkommensgrenze fällt und Sie zurück in die GKV wechseln müssen
  • Optionsrechte zur späteren Verbesserung des Versicherungsschutzes, usw.

Versteckte Selbstbehalte

Einige Tarife beinhalten versteckte Selbstbehalte, z.B. durch limitierende Preis-/Leistungsverzeichnisse bei Heilmitteln oder im Zahnbereich, Einschränkungen auf „angemessene“ oder „ortsübliche“ Preise, nur teilweise (z.B. 80%) Erstattung von Hilfsmitteln und Psychotherapie, betragsmäßige Obergrenzen für Zahnleistungen für die ersten Jahre oder die gesamte Laufzeit oder Selbstbehalte bei Arznei- oder Verbandsmitteln. Solche Selbstbehalte können kostenbewusstes Verhalten im Versichertenkollektiv fördern. Bei der Bewertung des Preis-/Leistungsverhältnisses im Rahmen Ihrer Auswahlkriterien Krankenversicherung sind solche Selbstbehalte einzukalkulieren.

Abwägung / Priorisierung Ihrer Auswahlkriterien Krankenversicherung

Idealerweise erfüllt der Wunschtarif drei wichtige Ziele bzw. Kriterien gleichzeitig:

  1. hohe (bzw. gute/sinnvolle) Leistungen,
  2. stabile Beiträge (auch im Alter!) und möglichst auch noch
  3. niedrige Beiträge jetzt.

Diese Kriterien bilden jedoch ein sog. „magisches Dreieck„, d.h. jeder Tarif kann nur zwei dieser drei Kriterien erfüllen! Bei zu „billigen“ Tarifen ist langfristig mit überdurchschnittlich hohen Beitragssteigerungen zu rechnen, bei Tarifen mit schwachen Leistungen werden Sie langfristig vieles selber zahlen. Wofür entscheiden Sie sich? Für ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis sind zusätzlich noch bei der Gesellschaft verfügbare Limitierungsmittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung („RfB“) wichtig und Tarifelemente zur Leistungssteuerung wie z.B. eine strenge Risikoprüfung zur Vermeidung „schlechter“ Risiken oder Selbstbehalte, die zu kostenbewussterem Verhalten des Versichertenkollektivs beitragen.Auswahlkriterien Krankenversicherung - KV Magisches Dreieck PKVWichtig: Auch bei der privaten Krankenversicherung gilt das „Gesetz der Wirtschaft“ von John Ruskin (siehe die Grafik unten rechts, die sich beim Klick vergrößert). „Billig“ kommt meistens langfristig ziemlich teuer!

2. Die richtige Versicherungsgesellschaft

Ähnlich wichtig wie die Auswahl des passenden Tarifs ist bei den Auswahlkriterien Krankenversicherung die Wahl der richtigen Gesellschaft. Hier spielen verschiedene Kennzahlen, der Kundenservice und die Praxis bei der Leistungsregulierung eine Rolle. Wie relevant sind Ratings?Auswahlkriterien - Kennzahlen Versicherungsgesellschaft

Kennzahlen

Im Hinblick auf die in diesem Link des PKV Verbands genauer beschriebenen Kennzahlen sollte die Gesellschaft u.a.

  • mit den Beiträgen der Kunden vernünftig wirtschaften, ohne aufgeblähten Kostenapparat (Verwaltungskostenquote, Abschlußkostenquote) und mit guter Nettoverzinsung,
  • ein möglichst gesundes Finanzpolster aufweisen (u.a. Eigenkapitalquote, Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen – RfB, Solvenzquote), das weiter wächst (Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote, RfB-Zuführungsquote) und aus dem u.a. regelmäßige Beitragsrückerstattungen finanziert werden können,
  • die Tarife vorsichtig kalkulieren – zu „billige“ Tarife mit sehr guten Leistungen bergen das Risiko späterer Anpassungen,
  • Gesundheitsrisiken sorgfältig prüfen (strenge Risikoprüfung) – so wird späteren Beitragsanpassungen wg. unerwartet hohen Krankheitskosten vorgebeugt und idealerweise eine niedrige Schadenquote erreicht,
  • eine niedrige Beschwerdequote bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) aufweisen. Die Beschwerdequoten aller Gesellschaften sind jedoch seit Jahren so gering, dass diese derzeit kein wirklich relevantes Unterscheidungskriterium darstellt.

Die finanziellen Kennzahlen, die für Ratings herangezogen werden sind allerdings differenziert zu betrachten. Einige wie RfB-Zuführungsquote, RfB-Entnahmeanteile, Überschussverwendungsquote basieren auf internen Zahlungsströmen. Manche Gesellschaften gestalten diese „ratingoptimiert“ und verschieben deshalb mehr Geld hin und her. Andere Gesellschaften führen Überschüsse direkt dem Eigenkapital zu und weisen so ein höheres Finanzpolster und eine bessere Solvenzquote auf. Eine hohe RfB-Quote ist aus Kundensicht nicht unbedingt besser als eine zeitnahe Verwendung der Überschüsse. Und eine hohe versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote weist z.B. auf höhere Sicherheitsmargen hin, die der Kunde letztlich über seine Beiträge zahlt. Zu beachten sind hier auch systembedingte Unterschiede einiger Kennzahlen zwischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und Aktiengesellschaft. Ein VVaG hat meist z.B. eine höhere Eigenkapitalquote, als eine AG.

Servicestärke: Kundenservice und Leistungsregulierung

Für die langfristig „richtige“ Wahl einer Krankenversicherung sind natürlich der Kundenservice und die Praxis bei der Leistungsregulierung wichtige Faktoren. Dazu geben wir Ihnen gerne Einschätzungen aus unserer langjährigen Praxis. Anders als vertraglich garantierte Tarifleistungen ist die Servicestärke jedoch immer nur eine Momentaufnahme und kann sich theoretisch jederzeit ändern, gerade bei steigendem Kostendruck im Gesundheitswesen.

Auswahlkriterien - Ratings

Auswahlkriterien Krankenversicherung: Ratings

Auf dem Markt gibt es diverse Firmen, die Ratings und Bewertungen von Krankenversicherungsgesellschaften und -tarifen anbieten. Zu nennen sind hier z.B. map-Report, Morgen & Morgen, Assekurata, Fitch oder DISQ. Auch Zeitschriften wie Stiftung Wartentest / Finanztest, Focus Money, Handelsblatt oder Wirtschaftswoche versuchen sich immer mal wieder an solchen Rankings, die von Experten jedoch regelmäßig fachlich zerpflückt werden – Journalisten sind nun einmal selten ausgewiesene PKV Experten.

Jede Gesellschaft schmückt sich dann natürlich gerne mit solchen Ratings, wenn sie dort gut abschneidet. Bei diesen ganzen Ratings und Bewertungen ist jedoch kein eindeutiger Trend zu erkennen, hier schneidet die eine Gesellschaft besser ab, dort die andere – und über die Jahre ändern sich die Spitzenreiter auch immer wieder.

Solche Ratings können als erste Orientierung dienen und sind durchaus einer von vielen Gesichtspunkten bei der Auswahl der „richtigen“ Gesellschaft, jedoch bei weitem nicht der wichtigste. Außerdem basieren diese auf „Modellkunden“ und berücksichtigen nicht die Vielzahl individueller Faktoren, die für die Krankenversicherungswahl entscheidend sind.

Fazit: Ratings sind kein besonders entscheidendes unter den Auswahlkriterien Krankenversicherung.

Auswahlkriterien - Versicherungsverein oder Aktiengesellschaft

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit oder Aktiengesellschaft?

Manchmal liest oder hört man, dass Kunden günstiger gestellt wären, wenn sie bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) versichert sind, statt bei einer Aktiengesellschaft (AG). Ist die Rechtsform wirklich eines der wichtigen Auswahlkriterien Krankenversicherung?

Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist ein privater rechtsfähiger Verein, für den ebenso wie für die AG das Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) gilt. Der VVaG ist eine Genossenschaft, die Versicherten sind als Mitglieder gleichzeitig Eigentümer des Vereins bzw. Unternehmens. Anders als die AG muss der VVaG keine Dividenden an Aktionäre ausschütten, erwirtschaftete Gewinne können im Unternehmen bleiben. Das kann dazu führen, dass ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit günstigere Versicherungsprämien anbieten kann, als eine Aktiengesellschaft. Dies gilt jedoch nicht für Kapital, das der VVaG zur Stärkung seiner Eigenkapitalausstattung benötigt, was dort i.d.R. mit 28% der Überschüsse geschieht (vs. nur 10% bei AGs).

Vorteile einer Aktiengesellschaft sind u.a. die Möglichkeit der einfacheren Eigenkapitalbeschaffung über die inländischen und ausländischen Kapitalmärkte sowie über andere Konzerngesellschaften, z.B. um den Ausbau des Geschäfts zu finanzieren. Der VVaG muss zusätzliches Kapital aus seinen Gewinnen selbst erwirtschaften und diese Rücklagen kann er dann auch nicht zugunsten der Versicherungsnehmer verwenden.

Ein neuer Trend ist die Kombination beider Rechtsformen in einer Aktiengesellschaft, die einem VVaG als Holding / Muttergesellschaft „gehört“. So lassen sich möglicherweise die Vorteile beider Rechtsformen – Sicherheit für die Mitglieder des VVaG und Refinanzierungsmöglichkeiten der AG – kombinieren.

Fazit: Beide Rechtsformen, VVaG und AG, haben ihre Vor- und Nachteile, siehe dazu auch Vor- und Nachteile der Rechtsformen. Die Rechtsform ist deshalb kein besonders entscheidendes unter den Auswahlkriterien Krankenversicherung.

Mein Kollege/Freund/Nachbar empfiehlt die Pfefferminzia Krankenversicherung

Natürlich können persönliche Empfehlungen bei wichtigen Entscheidungen eine Hilfe sein. Wenn sich Bekannte von Ihnen bei der Pfefferminzia wohlfühlen, gibt das subjektiv natürlich erst mal Pluspunkte. Sie sollten dann aber auch konkreter nachfragen, ob der Bekannte schon einmal richtig ernsthaft erkrankt war (hoffentlich nicht) und z.B. versucht hat, eine teurere Arztbehandlung mit 5-fachem oder 9-fachem Satz abzurechnen oder sich gezielt im Ausland operieren zu lassen, weil dort der „Hochreck-Spezialist“ für eine bestimmte Behandlungsmethode arbeitet. Falls nein, kann er möglicherweise nur einschätzen, ob die Pfefferminzia gut Beiträge abbuchen kann. Auf diesem Gebiet können wir Ihnen versichern gibt es kaum qualitative Unterschiede, das können alle Gesellschaften exzellent. :-)

Auswahlkriterien Krankenversicherung - Gesetz der WirtschaftUnsere Empfehlung

Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung von einem auf das Thema Krankenversicherung spezialisierten unabhängigen Finanzberater unterstützen, der sich ausreichend Zeit für Sie nimmt, um mit Ihnen

  • zunächst ausführlich Ihre individuelle Situation zu besprechen,
  • die Frage zu klären, ob ein Wechsel in die PKV überhaupt möglich und für Sie sinnvoll ist,
  • Ihre individuellen Auswahlkriterien Krankenversicherung zu definieren,
  • und Ihnen dann mit einem Profi-Krankenversicherungs-Vergleichsprogramm transparent zu zeigen, in welchem Maß ein Tarif Ihre individuellen Auswahlkriterien Krankenversicherung erfüllt. Sie sollten genau wissen, welche Kosten Ihre evtl. spätere Krankenversicherung im Ernstfall übernimmt und welche nicht!
  • Wichtig: damit ist die Beratung noch nicht zu Ende, bei der eigentlichen Antragstellung sind Know-How und Erfahrung gefragt, um sicherzustellen, dass alle Gesundheitsangaben einerseits absolut korrekt sind (ggf. nach Recherche bei Ärzten oder Krankenversicherung), andererseits aber nicht durch unnötige oder ungeschickte Angaben zu Ausschlüssen, Zuschlägen oder gar zu einer Ablehnung führen.

Ja, ein solcher Experte könnte z.B. ich sein :-). Kontaktieren Sie mich – Anruf oder email genügt!

Bedenken Sie, dass Sie Ihre Entscheidung später ggf. nie mehr revidieren können. Bei gesundheitlichen Problemen (Allergien, Psychotherapie, Rückenprobleme, Herzprobleme etc.) ist ein späterer Wechsel ggf. unmöglich. Das habe ich leider schon einige Male erleben müssen. Sie (und ggf. auch Ihre Kinder!) hängen dann zeitlebens in einem leistungsschwachen Tarif fest, mit allen beschriebenen Kostenrisiken!

Ihre Fragen zum eventuellen Krankenversicherungswechsel inkl. der Auswahlkriterien Krankenversicherung können wir gerne Auswahlkriterien Krankenversicherung Kontaktinteraktiv persönlich, telefonisch (0221-688040) oder per Webmeeting besprechen. Nutzen Sie dafür unsere individuelle, i.d.R. kostenlos Beratung, entweder über das hier verlinkte Kontaktformular (bitte formulieren Sie darin Ihr Anliegen möglichst konkret) oder Sie buchen schon direkt über unseren hier verlinkten Online-Kalender einen für Sie gut passenden Termin.


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Lassen Sie sich von den vielen Informationen auf unserer Website nicht zu "do-it-yourself" Lösungen verführen. Mit unserer persönlichen Beratung kommen Sie einfacher und sicherer ans Ziel. Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin in Köln oder bundesweit per "Onlineberatung":

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