Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen – ein sehr wichtiger Baustein für Ihre Gesundheitsvorsorge! Was leistet Ihre Krankenversicherung zur Früherkennung?

Vorsorgeuntersuchungen – GKV vs. PKV

Gesetzlich Versicherte müssen auf viele sinnvolle Vorsorgeuntersuchungen verzichten (bzw. diese selbst bezahlen – das tun jedoch die wenigsten), obwohl gezielte Früherkennung lebenswichtig sein kann. Eine leistungsstarke private Krankenversicherung übernimmt sämtliche medizinisch sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen ohne Einschränkungen.

Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es auch Billigtarife, die Vorsorgeuntersuchungen nur entsprechend dem Leistungsniveau der GKV übernehmen. Von solche Tarifen raten wir ab. Es sollte sorgfältig geprüft werden, ob der ins Auge gefasste Tarif Kosten für Vorsorgeuntersuchungen (Vorsorge / Früherkennung) nur entsprechend dem Minimalprogramm der GKV übernimmt und ob Kosten der Vorsorge auf vertragliche Selbstbehalte angerechnet werden. Gute Anbieter bzw. Tarife leisten unabhängig von “gesetzlichen Programmen” für medizinisch sinnvolle Vorsorge und rechnen die Kosten nicht auf den Selbstbehalt an – und motivieren so zur Nutzung von Vorsorgeuntersuchungen.

Vorsorgeuntersuchungen ArztVorsorgeuntersuchungen – Beispiele

  • Gebärmutterhalskrebs und Brustkrebs bei Frauen: Die GKV erstattet lediglich eine Tastuntersuchung und einen Abstrich pro Jahr. Eine Sonografie (Ultraschall) ohne akuten Verdacht gilt als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und muss damit selbst bezahlt werden – obwohl sie anerkanntermaßen die Früherkennung begünstigt. Die PKV dagegen erstattet je nach Tarif ein regelmäßiges Mammografie-Screening oder eine Mammosonografie.
  • Hautkrebs: Die GKV übernimmt für über 35-jährige Versicherte ein allgemeines Screening im Zwei-Jahres-Intervall. Eine Dermatoskopie (Untersuchung mit beleuchteter Lupe) ohne akuten Verdacht stellt eine IGeL dar. Auch hier bietet die PKV in vielen Tarifen eine Kostenübernahme.
  • Prostatakrebs (häufigste Krebserkrankung bei Männern): In der GKV haben über 45-jährige Versicherte lediglich Anspruch auf einen Tastbefund jährlich. Der bewährte PSA-Test, bei dem das Blut auf das prostataspezifische Antigen gecheckt wird, ist eine IGeL, wenn kein akuter Verdacht besteht. Eine PKV deckt PSA-Tests je nach Tarif ab.
  • Darmkrebs (zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland): Darmkrebs entsteht oft aus zunächst gutartigen Darmpolypen, die ab 40 häufiger auftreten und bei einer Darmspiegelung erkannt und direkt entfernt werden können. Ab dem 40. Lebensjahr können deshalb ein immunologischer Stuhltest (Haemimmun) bzw. eine Darmspiegelung zur Vorsorge Sinn machen, deren Kosten durch eine gute PKV übernommen werden. Die GKV (und einfachere PKV Tarife, die nur Vorsorge “nach gesetzlich eingeführten Programmen” erstatten) finanzieren jedoch nur den Standardstuhltest Hämoccult, der sich in Studien nur als mäßig erfolgreich erwiesen hat. Die neuere und wesentlich wirksamere Früherkennungsmethode auf immunologischer Basis (Haemimmun) muss als IGeL vom Patienten bezahlt werden. Außerdem bezahlt die GKV erst ab 55 genau zweimal eine Vorsorgeuntersuchung per Darmspiegelung. Das half einem Freund, der gesetzlich krankenversichert war und mit 53 an Darmkrebs starb leider nicht mehr (siehe Kritische Defizite Gesetzliche Krankenversicherung)!

(Beispiele teilweise aus “Was Makler über Vorsorgeleistungen wissen sollten” in procontra-online vom 5.10.2015).

Schutzimpfungen

Schutzimpfungen sind nicht automatisch im Versicherungsschutz enthalten und sollten daher vom Versicherer explizit aufgeführt sein. Grundlage sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

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