Es trifft jeden 4. Angestellten

Berufsunfähigkeitsrisiko: wie kann ich überhaupt berufsunfähig werden?

Risiko Berufsunfähigkeit - Berufsunfähigkeitsrisiko

“Ich habe doch einen Schreibtischjob …

…. wie soll ich da berufsunfähig werden”? Ähnliche Einwände höre ich öfters am Anfang einer Beratung zur Berufsunfähigkeit.

Bei einem “Schreibtischjob” ist sicherlich die Gefahr geringer, von Gegenständen getroffen und verletzt zu werden. Dafür drohen jedoch Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Rückenprobleme wegen mangelnder Bewegung, wenn jemand den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt und sich vielleicht aus Zeitmangel noch zusätzlich ungesund mit Fast-Food ernährt.

Wahrscheinlichkeit - BerufsunfähigkeitsrisikoFakt ist: das Berufsunfähigkeitsrisiko wird deutlich unterschätzt. Statistisch wird ca. jeder 4. bis 5. Angestellte berufsunfähig! Doch nicht annähernd so viele sind gegen Berufsunfähigkeit versichert. Ein möglicherweise folgenschwerer Fehler!

Für Anglophile hier ein Rechner des amerikanischen Council for Disability Awareness, mit dem Sie Ihre eigene Wahrscheinlichkeit ausrechnen können.

Lesen Sie weiter unten konkrete BU Schicksale oder gleichen Sie mit der Checkliste darunter Ihr berufliches Anforderungsprofil mit möglichen Beeinträchtigungen ab!

BU zu teuer bei niedrigem Berufsunfähigkeitsrisiko?

Ein ggf. geringeres Berufsunfähigkeitsrisiko wird von den Gesellschaften bei der Beitragskalkulation berücksichtigt. Berufe werden von den Gesellschaften nach der Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden in sog. “Berufsgruppen” eingestuft (unterschiedlich je nach Gesellschaft).

Daher zahlt ein Arzt, Rechtsanwalt oder kaufmännischer Angestellter mit “Schreibtischjob” und statistisch geringerem Berufsunfähigkeitsrisiko nur einen Bruchteil des Beitrages im Vergleich zu Berufen mit höherem Berufsunfähigkeitsrisiko (Außendienstmitarbeiter, Handwerker, Dachdecker oder – der Extremfall – Sprengmeister).

Das geringere Berufsunfähigkeitsrisiko bei einem Bürojob ist also schon bei der Kalkulation der BU Prämie “eingepreist” und ist deshalb eigentlich kein valides Entscheidungskriterium mehr für die Frage, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung in einem “ungefährlicheren” Beruf sinnvoll ist (ja, ist sie!).

Berufsunfähigkeitsrisiko: reale Schicksale / Praxisbeispiele

Auf meiner Seite Leistungsfälle BU beschreibe ich einige reale Schicksale von Berufsunfähigkeit. Hier eine Auswahl weiterer “Leistungsfälle” in denen eine Berufsunfähigkeitsrente gezahlt wurde aus der Leistungspraxis von Berufsunfähigkeitsversicherern:

Checkliste zur Selbstbeantwortung: “Kann ich BU werden?”

I. Ihr persönliches berufliches Anforderungsprofil
a) Psyche/Geist: b) Physis:
Denkvermögen Gehen
Merkvermögen Stehen
Reaktionsvermögen Sitzen bzw. Wechsel von
Konzentrationsvermögen Gehen, Stehen, Sitzen
Aufmerksamkeit Beanspruchung von: Armen, Händen, Fingern, Beinen, Rumpf
Ausdauer/Geduld körperliche Beweglichkeit
Aufnahmefähigkeit Gewichtsbelastungen
geistige Beweglichkeit Körperliche Zwangshaltungen
Übersicht
Verantwortung
c) Sinne: d) äußere Arbeitsbedingungen:
Sehvermögen innerhalb geschlossener Räume
Hörvermögen außerhalb geschlossener Räume
Stimme Hitze, Kälte, Nässe, Zugluft
Sprachvermögen Staub, Dämpfe, Rauch, Reizstoffe
Riechvermögen Lärm (z. B. laufende Maschinen)
Geschmacksvermögen Zeitlimits (z. B. Akkord)
Publikumsverkehr
Mobilität-Reisen (Auto, Bahn, Flug)
II. Gesundheitsstörungen und ihre körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen
a) Herz- Kreislauf-, Gefäßerkrankungen,
Multiple Sklerose, Epilepse, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen
b) Erkrankungen Knochen-Stütz- und Muskelapparat (Bewegungsapparat),
Querschnittslähmung,Gliedmaßenverlust
Schwindel/Bewußtseinsstörungen Lähmungen
Geringe körperliche Belastbarkeit Bewegungsstörungen
Schlafstörungen/Luft- Atemnot Geringe körperliche Belastbarkeit
Schmerzen/Krampfanfälle Schmerzen
Lähmungen-Kraftlosigkeit Reaktionsstörungen
Sprach-Seh-Hör-Störungen Mobilitätsbeschränkungen
Reaktionsstörungen-Müdigkeit Kraftlosigkeit
Kälte(Temperatur)intoleranz Schwindel
Angst/Panik usw. Koordinationsstörungen
c) Erkrankungen Magen- und Darmtrakt, Leber, Nieren, Stoffwechsel-Erkrankungen (z.B. Diabetes) d) Krebs und Tumorerkrankungen
Behinderungen bei tägl. Verrichtungen Trinken, Essen, Hygiene, Toilette Folgekrankheiten und Bettlägerigkeit durch aggressive Behandlungen
Sehstörungen, Blindheit Schmerzen
Änderung Tagesablauf (Insulin, Dialyse) Ängste
Bewußtseinsstörungen Körperlicher Verfall
Müdigkeit-Reaktionsstörungen Bewegungsstörungen
Mobilitätsbeeinträchtigung

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