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Einige Kunden achten bei der Auswahl des richtigen Versicherers auf die Prozessquote. Dies ist auch dadurch bedingt, dass in den Medien meistens sehr negativ über die BU Versicherer berichtet wird. Daher haben Analysehäuser wie z.B. „Morgen & Morgen“, eigene Berechnungsweisen erarbeitet, mit denen die Klagefreudigkeit der Versicherer ermittelt werden soll. Doch wie aussagekräftig ist die Prozessquote?

Das Wichtigste zur Prozessquote in Kürze
  • Die Prozesshäufigkeit hängt in der Praxis oft auch vom Kunden selbst ab – Vermeiden Sie deshalb unbedingt eine Do-it-yourself-Finanzberatung!

  • Isoliert betrachtet ist die Prozessquote in der Praxis wenig aussagekräftig und sollte zusammen mit der Leistungsquote betrachtet werden.

  • Versicherer mit qualitativ guten Bedingungswerken haben in der Regel auch eine niedrigere Prozessquote.

Arbeiten Sie mit Profis, damit es gar nicht erst zum Prozess kommt!

Die Prozessquote ist bei der Auswahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit Vorsicht zu genießen und isoliert betrachtet ein relativ ungeeignetes und nachrangiges Kriterium. Der Weg zur Ermittlung dieser Quoten ist fachlich umstritten. Daher ist die Prozessquote isoliert betrachtet in der Praxis wenig aussagekräftig.

In der Praxis hängt die Prozesshäufigkeit vor allem vom Kunden selbst ab und ob er sich die richtigen Berater ausgesucht hat. Unsere Kunden profitieren von:

  1. Von uns empfohlenen qualitativ guten BU-Tarifen mit leistungsstarken Bedingungen mit wenig Einschränkungen und Fußangeln und somit erhöhter Leistungswahrscheinlichkeit.
  2. Korrekter Beantwortung der Antragsfragen zu Gesundheit, Risiken etc. zur Vermeidung von vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzungen.
  3. Unterstützung im Leistungsfall von Anfang an durch einen von uns empfohlenen spezialisierten Versicherungsberater – so herrscht „Waffengleichheit“.

Die am schwierigsten zu korrigierenden Fehler werden meistens schon bei der Antragstellung und beim Leistungsantrag gemacht. Wird der Vorgang durchgängig professionell aufbereitet und begleitet, gibt es deutlich weniger Probleme. Natürlich schickt der Versicherer auch dann nicht direkt einen Blumenstrauß und fragt nach der Bankverbindung, auf die er die BU-Rente überweist. Im Interesse stabiler Beiträge prüft er natürlich alle Details inkl. einer evtl. vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung. Diskussionen und Schriftverkehr gibt es meistens, Gerichtsverfahren sind aber extrem selten. Bei nicht auflösbaren unterschiedlichen Einschätzungen kann die Lösung auch ein Vergleich sein. Der Kunde hat schneller sein Geld und der Versicherer vermeidet einen langwierigen Prozess. Der von uns empfohlene Versicherungsberater kommt auf eine Klagequote bzw. Prozessquote von nur einem von 221 Fällen = 0,45% (Stand 1/2021). Auch deshalb spielt für uns die Prozessquote nur eine untergeordnete Rolle bei der Auswahl der „richtigen“ BU.

Unsere Kunden empfehlen unsere Beratung in über 3.900 Bewertungen. Machen Sie sich den Weg zur Lösung Ihres Anliegens nicht unnötig schwer.

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Was besagt die Prozessquote von BU-Versicherern?

Das Analysehaus Morgen & Morgen veröffentlich regelmäßig Prozessquoten einzelner BU-Versicherer. Dabei wird die Anzahl der vom Versicherer verlorenen Prozesse ins Verhältnis zu den vom Versicherer abgelehnten Leistungsfällen gesetzt.

Unsere Kritik an der Ermittlung von Prozessquoten

Die so ermittelte Prozessquote berücksichtigt nicht, dass vor Gericht deutlich mehr Vergleiche geschlossen, als BU-Leistungsprozesse vom Versicherer verloren werden. Diese Prozessquote gibt daher keine Auskunft darüber, wie oft Versicherer bzw. Versicherte „gewonnen“ haben bzw. wie oft Vergleiche geschlossen wurden und für wen ein Vergleich vorteilhaft war.

Für den Versicherten kann ein Vergleich entweder bedeuten, schneller eine Summe in der Nähe der Klageforderung zu bekommen oder nach einem langen Prozess resigniert auf den größten Teil der beantragten BU-Rente zu verzichten. Ein Grund für den Anstieg von Prozessquoten in den letzten Jahren ist, dass der Bestand der Versicherungsnehmer älter wurde und es daher bei einer ähnlich hohen Anzahl von Klagen weniger Leistungsablehnungen wegen vorvertraglicher Anzeigepflichtsverletzung gibt. Das führt nach der Berechnung von Morgen & Morgen insgesamt zu einer höheren Prozessquote.

Parallel beobachten wir auch höhere Leistungsquoten der BU-Versicherer. Kombiniert man beide Zahlen, so erhält man durchaus eine Indikation, wie leistungswillig einzelne Versicherer sind. Dadurch werden Prozessquoten etwas aussagekräftiger.

Unser Fazit zu BU-Prozessquoten

Allenfalls kann man mittels Prozessquoten einige Anbieter und Tarife ausschließen, die mit >3,5% ganz deutlich über dem Durchschnitt liegen. Dazu gehören z.B. CosmosDirekt, HanseMerkur, VPV oder Württembergische (Stand 5/2022 nach Morgen & Morgen). Der Vollständigkeit halber können Sie in unserer Bewertung der einzelnen BU-Tarife auch Prozessquoten der Anbieter nachlesen.

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