Debeka

Wollen Sie sich bei der Debeka (Deutsche Beamten Krankenversicherung) privat krankenversichern oder sind Sie es schon? Hier einige wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten, um ein Debakel mit der Debeka zu vermeiden.

WICHTIG: Bitte lassen Sie sich von den umfassenden Infos auf unserer Website nicht zu „do-it-yourself“ Lösungen verführen. Mit unserer Beratung kommen Sie deutlich einfacher und sicherer ans Ziel. Wir wissen immer noch etwas mehr, als Sie hier lesen! Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin – bundesweit per Onlineberatung.

Debeka – Deutsche Beamten Krankenversicherung

DebekaInsbesondere bei Beamten ist öfters von der Deutsche Beamten Krankenversicherung (Debeka) als PKV Anbieter die Rede. Schon die Nomenklatur der Debeka-Tarife zeigt das „beamtenzentrische“ Weltbild der Debeka: Es gibt B-Tarife für Beamte und N-Tarife für „Nichtbeamte“.

Um nicht in jedem Einzelfall alles neu erklären zu müssen, hier einige Punkte auf die Sie achten sollten, wenn Sie sich bei der Debeka privat krankenversichern wollen oder es schon sind.

Wie seriös ist die Debeka?

Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Seriosität sind für uns die obersten Prämissen in der eigenen Arbeit und bei der Auswahl unserer Geschäftspartner. Wie schneidet die Debeka unter diesen Gesichtspunkten ab?

Debeka verschafft sich kriminell Daten

Bei Beamten ist die Debeka u.a. deshalb besonders populär, weil sie sich in diversen Behörden lange Jahre kriminell Daten angehender Beamter verschafft hat. Wegen dieser Datenschutzverstöße musste die Debeka 2015 ein Bußgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro zahlen (Spiegel Online 29.12.2014). Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelte weiter gegen Debeka-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Bestechung.

Debeka „Bauspargate“ – Bausparkunden werden ausgetrickst

Gut verzinste „alte“ Bausparverträge werden bei Bausparkassen immer unbeliebter. 2016 versuchte die Debeka, mit Lock­angeboten Kunden zum Ausstieg aus solchen Bausparverträgen zu verleiten (Stiftung Warentest: Debeka Bausparkasse: Vorsicht, Lock­angebot!) . Letztlich eine „Mogelpackung“, um den Kunden gut verzinste Debeka-Verträge abzuluchsen. 2017 führte die Debeka rückwirkend neue Gebühren für alte Bausparverträge ein (Stiftung Warentest vom 25.1.2017). Ende Februar 2019 der nächste Trick der Debeka, um sich vor Zinsverpflichtungen zu drücken, wie Bild und Focus berichten: Bei zuteilungsreifen Bausparverträgen wurde unauffällig der Lastschrifteinzug eingestellt, die Kunden wurden nur versteckt in einem allgemeinen Informationsblatt zum Datenschutz darüber „informiert“. Bei ca. 600.000 betroffenen Kunden, denen wenn sie nichts davon merken hohe Zinsen entgehen, eine von der Debeka geschickt eingefädelte Aktion.

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All das ist laut Bild markig formuliert eine Sauerei! Bausparverträge sind immer eine Wette auf die Zukunft. Steigen die Anlagezinsen bzw. sinken die Darlehenszinsen, verliert der Kunde, anders herum verliert die Debeka. Hier greift der Croupier sozusagen in die Roulette-Schüssel und schubst die Kugel zur Null, damit in jedem Fall das Casino bzw. die Debeka gewinnt!

Debeka Lebensversicherung – Auszahlung von Überschussanteilen

Die Debeka Lebensversicherung versucht immer wieder, Kunden mit älteren, gut verzinsten Lebensversicherungen bzw. Rentenversicherung mit hohem Garantiezins zu animieren, sich Überschussanteile auszahlen zu lassen. Klar, denn die Debeka Lebensversicherung kämpft mit der Rendite und liegt bei der laufenden Verzinsung nur noch bei 1,75%, siehe „Debeka senkt Zinsen in der Lebensversicherung erneut deutlich„. Eine solche Auszahlung wäre für die Debeka super – für die Kunden jedoch klar ein großer Nachteil! Wieder Tricks zum Nachteil der Kunden – kundenorientiert geht anders!

Fazit zur Seriosität der Debeka

Was sagt die Debeka in wohlklingenden Worten auf ihrer Website, wie sie mit ihren Kunden umgehen möchte? „Wir wissen, dass unsere Mitglieder und Kunden die für uns wichtigsten Personen sind. Sie stehen im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir setzen alles daran, ihr Vertrauen zu rechtfertigen und verantwortungsvoll mit ihren Beiträgen umzugehen.“ Fehlanzeige, seriös geht anders – Debakel bei der Debeka!

Debeka

Was sagen Kunden zur Debeka?

Auf der Seite Testberichte.de findet sich eine Vielzahl von Kundenmeinungen zur Debeka. Von 81 gewerteten Kundenmeinungen vergeben 73 nur einen Stern, drei zwei Sterne! Hier einige Zitate:

DEBEKA absoluter Albtraum, 02.11.2019 von Feuerwehrmann-Sam:
Nachteile: helfen auf Nachfrage nicht weiter, löst Probleme nicht, Leistungsverweigerung im Krankheitsfall, irreführende Leistungsbeschreibung, bei Nachfragen ist keiner zuständig, Leistungsablehnungen erfolgen schnell
Geeignet für: nervenstarke Beitragszahler
Die DEBEKA kann man ehrlich keinem empfehlen. Sie sind schnell, wenn es darum geht Verträge ab zu schließen. Aber danach hat es sich dann auch schon. Leistungsanträge werden schleppend bearbeitet und wenn einer ein Implantat haben muss, wird der Patient auf die billigere Brückenvariante abgeschoben. …

oder

14.07.2019 von hellblau:
Nachteile: Leistungsverweigerung im Krankheitsfall, Missachtung eingereichter Beschwerden und Widerrufe
Geeignet für: nervenstarke Beitragszahler
Debeka ist nur dann zu empfehlen, wenn man Gesund ist und auch Gesund bleibt. Sobald man Krank wird, beginnen die Probleme. Die medizinisch notwendige Leistungen werden nicht bezahlt und man muss nachweisen,das es sich doch ein medizinisch notwendige Leistungen handelt, damit die Bezahlung erfolgt. Krankentagegeld wird überhaupt nicht gerne bezahlt. Man bekommt immer wieder neue Anforderungen, die man nachkommen muss, damit die Krankentagegeld überwiesen wird. Man wird immer wieder bedroht, wenn man irgendwelche Unterlagen nicht sendet, dass man kein Krankentagegeld bekommt.

Natürlich ist hierbei zu berücksichtigen, dass unzufriedene Kunden meistens „lauter“ sind, als zufriedene Kunden.

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Achtung: Debeka PKV-Antragsfalle!

Warndreieck - AchtungAchtung: Der 19-seitige (!) Debeka Antrag (Stand 01.2020) enthält folgende für den Kunden m.E. sehr gefährliche Gesundheitsfrage Nr. XI 6, die nach Einschätzung aller Experten kaum wahrheitsgemäß beantwortet werden kann: „Bestehen Krankheiten, Unfallfolgen, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen, die zu den bisherigen Gesundheitsfragen noch nicht angegeben wurden?“ Die frühere Konkretisierung „bzw. Anomalien (wie z. B. Herzfehler, psychische Störungen, Nervenerkrankungen, Augenerkrankungen, Schädigung des Bewegungsapparates, Stoffwechselstörungen usw.)“ wurde von der Debeka im Zuge eines Updates gelöscht.

Andere Gesellschaften fragen z.B. nur „Bestehen Krankheiten, Beschwerden oder Folgen von Krankheiten bzw. Verletzungen“. Das ist zwar auch weit formuliert, bezieht sich aber nur auf pathologische Zustände, die man aktuell einigermaßen klar wahrnehmen kann (Beschwerden, Folgen) und die im Zweifel irgendwann von einem Arzt als solche benannt wurden (Krankheiten). Das merkt man sich. Was ist aber unter „körperliche oder geistige Beeinträchtigungen“ genau zu verstehen? Es scheint etwas anderes zu sein als Krankheiten, sonst hätte man nicht beides aufgeführt. Und das ohne jede zeitliche Einschränkung! Wissen Sie, was bei allen Ihren Ärzten bis zurück zum Kinderarzt alles in der Akte steht?? Das im Detail „gerichtsfest“ zu eruieren dürfte die meisten Antragsteller eindeutig überfordern. Auch die Fragen V (gestellte Versicherungsanträge) und VI (frühere Versicherungsverhältnisse) sind gefährlich offen formuliert!

Die Folge beschreibt die Debeka selbst auf Ihrer Homepage: „unvollständige oder unrichtige Angaben können uns bei schuldhafter Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht berechtigen, vom Vertrag zurückzutreten oder den Vertrag zu kündigen„. Mit dem Akzeptieren einer solchen vagen Formulierung geben Sie der Debeka quasi einen Freibrief, Sie ungünstigstenfalls noch 10 Jahre ab Vertragsschluss rauszuwerfen, z.B. sobald Sie höhere Kosten verursachen!

Wie „gut“ sind die Debeka PKV-Bedingungen?

Für die Auswahl einer zu Ihren Anforderungen passenden privaten Krankenversicherung gibt es eine Reihe aus unserer Sicht wichtige Kriterien (siehe Auswahlkriterien einer guten Krankenversicherung). Nachfolgend einige Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie überlegen, sich bei der Debeka privat krankenzuversichern oder dort schon versichert sind.

Die folgenden Ausführungen zu den Bedingungen der Debeka beziehen sich überwiegend auf den für die meisten Debeka Versicherten weiterhin einschlägigen Stand 11/2012 des Debeka Bedingungswerks. Die neue Debeka Tarifgeneration 2013 („Unisex Tarife“ – für neue Debeka Versicherte bzw. Altkunden, die in einen solchen Tarif wechseln möchten) brachte einige Verbesserungen. Die in den neuen Tarifen m.E. weiterhin kritisch zu sehenden Defizite sind in roter Schrift dargestellt. Achtung: die Beiträge der Unisex Tarife wurden nicht in gleichem Maß erhöht wie deren Leistungen. Damit steigt das Risiko künftiger Beitragerhöhungen, denn auch die Debeka bekommt diese Mehrleistungen nicht geschenkt!

Bestmögliche medizinische Behandlung??

  • Gibt es einen „offenen Hilfsmittelkatalog„, der alle medizinisch notwendigen Hilfsmittel erstattet, oder nur einen sog. „geschlossenen Hilfsmittelkatalog„, in dem erstattungsfähige Hilfsmittel abschließend aufgezählt sind (wie z.B. Brillen, Geh- und Stützapparate, Bruchbänder, Körperersatzstücke, Krankenfahrstühle bis 620 EUR, künstl. Augen, orthop. Schuheinlagen, Kompressionsstrümpfe, Hörgeräte, elektronischer Kehlkopf)? Bei einem geschlossenen Hilfsmittelkatalog sehen die Bedingungen für neu entwickelte, oft sehr aufwändige und kostenintensive Hilfsmittel (Beispiele hier) keine Erstattung vor!

Warndreieck - Debeka - Achtung - Achtung: Die neuen Unisex Tarife Generation 2013 der Debeka (Tarif B für Beihilfeberechtigte – i.d.R. Beamte – und Tarif N mit seinen Unterarten – für nicht-beihilfeberechtigte Arbeitnehmer und Selbstständige) vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck, der Hilfsmittelkatalog wäre nun offen („Als Hilfsmittel gelten medizinisch-technische Mittel, Körperersatzstücke und Geräte, die am Patienten für diagnostische oder therapeutische beziehungsweise lebenserhaltende Zwecke angewandt werden, um Behinderungen, Krankheits- oder Unfallfolgen zu mildern oder auszugleichen.“ – identische Formulierung in Tarif B und Tarif N). Für den Tarif B stellt der Beihilfeergänzungstarif BC in II A 9. jedoch klar, dass zusätzlich „Aufwendungen für … beihilfefähige Hilfsmittel … bis zur beihilfefähigen Höhe“ erstattet werden. Das kann nur bedeuten, dass der Tarif B bei Hilfsmitteln weniger leistet als sogar die Beihilfe (was dann erst durch Tarif BC wieder ausgeglichen wird)! Beamte kommen also nur durch den Ergänzungstarif BC in die Nähe eines offenen Hilfsmittelkatalogs, allerdings nur auf Beihilfeniveau. Nicht-Beamte haben in ihren Tarifen die gleiche Formulierung des Hilfsmittelkatalogs (s.o.). Mangels eines BC vergleichbaren Ergänzungstarifs (nicht Bestandteil von Tarif NC oder Tarif NG) fehlt ihnen jedoch die Aufstockungsmöglichkeit, damit gilt aus Sicht eines „KV Profis“ für Nicht-Beihilfeberechtigte: „der Hilfsmittelkatalog Tarif N ist also geschlossen und in Höhe und Umfang unterhalb der Beihilfe und damit ergo auch unterhalb der GKV.„. Die Debeka erklärt das im Moment des Vertragabschlusses vermutlich zunächst anders. Dennoch würde ich mir als Versicherter überlegen, ob ich an dieser wichtigen Stelle ein Risiko eingehen möchte, selbst wenn es nur gering sein mag.

  • Werden Rechnungen von Ärzten und Zahnärzten nur bis zum Höchstsatz (= 3,5-fach) der jeweiligen Gebührenordnung bezahlt oder wird auch die Behandlung durch ausgewiesene Spezialisten, die z.B. 5-fach oder 7-fach abrechnen, erstattet (siehe dazu unsere Seite Gebührenordnung)? Ansonsten werden Sie in der freien Auswahl, welcher Arzt Sie bei einer ernsteren Erkrankung behandeln soll, ggf. deutlich eingeschränkt.
  • Werden bei gezielten Behandlungen im Ausland (siehe dazu unsere Seite Auslandsbehandlung) nur die Kosten, wie bei einer Behandlung in Deutschland nach hiesiger GOÄ/GOZ erstattet? Einige Beispiele: individualisierte Krebstherapie / Immuntherapie – Kosten 475.000 USD, OP Glioblastom – Kosten 80.000 EUR und mehr, Protonentherapie (konzentriert die Strahlung im Tumor und schont gesundes Gewebe, z.B. bei Augentumoren, Hintumoren, HNO-Tumoren, Prostatakarzinom etc.) – Kosten ca. 130.000 USD. Den dortigen Ärzten sind deutsche Gebühren herzlich egal, d.h. Sie bekommen ggf. nur einen Bruchteil davon erstattet. Gute Tarife erstatten die „ortsüblichen Aufwendungen“.
  • Werden Naturheilkunde und alternative Medizin (u.a. anthroposophische Medizin) umfassend erstattet, auch bei Abrechnung nach dem sog. „Hufelandverzeichnis“?
  • Sind Logopädie durch Logopäden und Ergotherapie durch Ergotherapeuten erstattungsfähig? Wenn nicht sollte man besser keinen Schlaganfall bekommen (danach bringt Ihnen ein Logopäde wieder das Sprechen und der Ergotherapeut das Bewegen bei) oder Kinder haben, die Logopädie brauchen! Kosten pro Behandlung jeweils ca. 50 EUR.
  • Werden Kosten für die Vorsorge nur wie in der GKV übernommen, d.h. nur Minimalprogramm (z.B. ab 55 genau zweimal eine Darmspiegelung – das half einem Freund von mir der gesetzlich krankenversichert war und mit 53 an Darmkrebs starb leider nicht mehr!) oder werden Leistungen für medizinisch sinnvolle Vorsorge unabhängig von „gesetzlichen Programmen“ übernommen.
  • Werden die Kosten für die Vorsorge auf vertragliche Selbstbehalte bzw. die Beitragsrückerstattung angerechnet? Gute Anbieter rechnen diese Kosten weder auf den Selbstbehalt noch bei der Beitragsrückerstattung an. Ansonsten werden viele Versicherte nämlich „geizig“ bei Ihrer Vorsorge und verursachen später höhere Kosten für das Versicherten-Kollektiv durch vermeidbare schwere Erkrankungen wie z.B. Darmkrebs. Vorteil für Sie: Durch diese Förderung gesundheitsbewussten Verhaltens bleiben die Beiträge Ihres Tarifs stabiler und Sie bekommen in jungen/gesunden Jahren alle Vorsorgeuntersuchungen wie Zahnprophylaxe voll erstattet und erhalten trotzdem die volle Beitragsrückerstattung.
  • Wie viele psychotherapeutische Sitzungen pro Jahr werden erstattet – alle oder nur 20 bzw. nur 52 Sitzungen? Zehn Sitzungen sind oft schon notwendig, um alleine eine Diagnose zu stellen und einen Therapieplan auszuarbeiten (sog. „probatorische Sitzungen“). Bei ernsteren Problemen sind das schnell mehr als nur 20 Sitzungen. Der Gemeinsame Bundesausschuss für die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen geht von bis zu 100 Sitzungen pro Jahr aus! Ein Versicherer, der nur 20 oder nur 52 Sitzungen voll erstattet, kann also statistisch besonders gefährdeten Personengruppen wie Lehrern, Polizisten oder Feuerwehrleuten, bei denen Therapien oft viele  Jahre andauern, keinesfalls empfohlen werden.
  • Werden stationäre und ambulante (ohne anschließende stationäre Unterbringung) Transporte nur „zum und vom nächsten grundsätzlich zur Behandlung geeigneten Arzt oder Krankenhaus“ erstattet, oder zu Klinik bzw. Behandler Ihrer Wahl?  Gerade in Großstädten mit mehreren Krankenhäusern in einem gewissen Radius sollte auf Wunsch auch das ggf. etwas entferntere, aber „bessere“ Haus angesteuert werden können!
  • Sind Entziehungsmaßnahmen trotz § 5 Abs. 1 b) MB/KK versichert?
  • Werden Analogabrechnungen übernommen? (z.B. für Wurzelbehandlungen, Stoßwellentherapie, Schlafapnoe- bzw. Schnarcherschiene, Herztransplantation, Kapselendoskopie oder Transkranielle Magnetstimulation). Wie in dem Beitrag „Erstattungsausschluß analog berechneter Leistungen durch die PKV: Privatpatienten dritter Klasse?“ detailliert beschrieben schließt die Debeka die Erstattung analog berechneter Leistungen gänzlich aus („Erstattungsfähig sind Aufwendungen für solche ärztliche Leistungen, die in der GOÄ in der jeweils gültigen Fassung aufgeführt sind. … Für Leistungen, die nicht der GOÄ, der GOZ, dem GebüH oder der GOP entsprechen, kann der Versicherer freiwillige Leistungen erbringen„)! Kulanz ist in guten Zeiten eine schöne Sache, aber keine verlässliche Planungsgrundlage für die Zukunft! Es wird berichtet, dass Debeka Sachbearbeiter dies bestätigen, siehe Debeka zahlt keine Analogziffern nach der GOÄ. Die Folge: Debeka Versicherte zahlen ggf. z.B. beim Zahnarzt einiges selbst, siehe den hier verlinkten Bericht einer Debeka-Versicherten vom 8.9.2015:

Hallo, ich bin ganz neu bei der privaten KV und habe in den letzten 2 wochen 2 Wurzelbehandlungen bekommen. Da mit dem Einreichen des Kosten und Heilplans und dessen Zusage soviel Zeit vergeht; habe ich die Wurzelbehandlung gestartet bevor ich eine Zusage der Kostenübernahme von der Debeka bekommen habe. Bisher hatte ich nie Probleme mit der Debeka aber habe heute meinen Kosten und Heilplan zurückbekommen und bin etwas erschrocken da sie jedesmal Kosten über ca 400 € nicht übernehmen. Es geht um die Analogziffern 2050 a, 2220a, 3120a und 9100a. Wie kann ich denn nun vorgehen? Die Debeka habe ich heute schon angerufen und die Dame am Telefon meinte, dass Analogleistungen generell nicht übernommen werden. ( ich persönlich habe den Tarif NW + NC) und beim Zahnarzt hieß es auch dass sie die Analogleistungen nicht aus der Rechnung herausnehmen können. Wie kann ich denn nun vorgehen? Es sind noch weitere Behandlungen bei mir geplannt bei der vorraussichtlihc auch jedes mal Analogziffern in Rechnung gestellt werden.. Ich möchte den Zahnarzt nur sehr ungerne Wechseln aber auf Dauer kann ich mir das nicht leisten. Kann ich eine Beschwerde an die Debeka schreiben, dass sie die Analgoziffern eben doch übernehmen müssen?

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Absicherung signifikanter Kostenrisiken??

  • Neugeborene Kinder mit angeborenen Krankeiten/ Anomalien oder Geburtsschäden, die vor Vollendung der Geburt entstanden sind, haben nach § 2 Absatz 2 MB/KK (PKV Musterbedingungen) keinen garantierten Anspruch auf „Kindernachversicherung“, d.h. Aufnahme in den Tarif eines Elternteils ohne Gesundheitsprüfung. Es wird vertreten, dass ein solcher Anspruch dennoch aus § 198 Abs. 1 VVG folgt (auch hier steht jedoch „ab Vollendung der Geburt“). Gute Tarife stellen vorsorglich klar, dass die Kindernachversicherung auch in diesen Fällen ohne wenn und aber greift – denn im Ernstfall wollen Sie nicht erst einmal über Paragraphen diskutieren. Alleine diese Klarstellung bestätigt ja indirekt, dass es Klarstellungsbedarf gibt. Siehe dazu ausführlicher unsere Seite Kinderkrankenversicherung.
  • Wird ein Blindenhund (kostet voll trainiert ca. 25.000 EUR) bezahlt?
  • In welcher Höhe werden Kosten für Krankenfahrstühle (im Volksmund „Rollstuhl“) übernommen? Ein elektrischer Rollstuhl mit autotauglichem Recaro Sitz bei Multipler Sklerose kostet ca. 25.000 EUR. Kommt noch eine Aufstehhilfe dazu, steigen die Kosten auf ca. 45.000 EUR. Manche Tarife sehen nur eine Erstattung bis 620 EUR vor! Eine sehr böse Überraschung in einer ohnehin tragischen Situation.
  • Was ist mit lebenserhaltenden Kontroll- und Behandlungsgeräten, Behandlungsgeräten, die nicht unmittelbar wirken, wie z. B. Krankenbett, Motorbewegungsschiene, Blinden- und Gehörlosenhilfsmitteln, Verbrauchshilfsmitteln (z. B. Stoma- und Inkontinenzhilfsmittel), etc.?
  • Ein Krankenhaus, das ein paar freie Zimmer im Ostflügel durch einen Phsyiotherapeuten zur Reha nutzen lässst, wird dadurch zur sog. „gemischten Anstalt“ i.S.v. § 4 Abs. 5 MB/KK. Ca. 1/3 der deutschen Krankenhäuser hat diesen Status – ohne dass man dieses als Patient jedoch von außen erkennen könnte! Konsequenz: vor Einlieferung müssen Sie nachfragen, ob Ihre Krankenversicherung dort Kosten übernimmt, sonst bleiben Sie auf den vollen Kosten sitzen (mehrfach gerichtlich bestätigt)! Gute Anbieter verzichten auf diese Regelung.
  • Einen Krankenhausaufenthalt müssen Sie nach § 9 Abs. 1 MB/KK innerhalb 10 Tagen melden, sonst riskieren Sie die Erstattung. Im KKH hat man andere Sorgen – gute Anbieter verzichten auf diese Regelung.
  • Werden Krankenfahrten, z.B. zur Dialyse oder Chemotherapie, generell erstattet oder nur bei ärztlich bescheinigter Gehunfähigkeit? Muss z.B. eine Rentnerin pro Monat rund 14-mal zur ambulanten Dialyse und wieder zurück, können dadurch jährliche Fahrtkosten von 5.640 EUR entstehen (ein reales Beispiel der Universa Krankenversicherung).
  • Nach § 5 Abs. 1 d) MB/KK übernimmt die PKV normal keine Kosten für Kur-/Sanatoriumsbehandlung und für Rehabilitationsmaßnahmen (Anschlussheilbehandlung/ Anschlussgesundheitsmaßnahmen). Springt kein Träger der Sozialversicherung ein (z.B. gesetzl. Rentenversicherung zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, d.h. nicht bei Selbstständigen, Schülern/Studenten, Rentnern!) bleiben Sie z.B. auf Kosten für 9 Wochen Reha nach Herzinfarkt mit einem Tagessatz von 1.000 EUR = 63.000 EUR ggf. ganz alleine sitzen! Gute Tarife übernehmen diese Kosten.
  • Werden Kosten nur für stationäre Anschlussheilbehandlung oder medizinische Rehabilitation nur innerhalb von 28 Tagen im Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung übernommen, oder wird ohne eine Frist geleistet inkl. ambulanten Maßnahmen?
  • Werden Kosten für ambulante Anschlussheilbehandlung oder medizinische Rehabilitation übernommen? Ist eine ambulante Reha medizinisch möglich und sinnvoll (z.B. nach Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks), dann verträgt sich diese oft deutlich besser mit Familie und Beruf.
  • Werden bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz 100% der Kosten erstattet oder nur 70% bzw. 90%? Gute Anbieter übernehmen bei Zahnbehandlungen 100% und bei Zahnersatz 80%.
  • Werden gesondert berechenbare Material- und Laborkosten bei Zahnbehandlung und Zahnersatz nur zu 90% übernommen oder zu 100%?

Flexibilität??

  • Gibt es ein Optionsrecht auf Höherversicherung, um  auch später noch trotz einer evtl. Verschlechterung des Gesundheitszustands in einen besseren (ggf. neuen) Tarif wechseln zu können. Bei guten Anbietern ist ein solches Recht entweder schon im Tarif enthalten oder es kann für ca. 3 bis 6 EUR im Monat eingeschlossen werden.
  • Gibt es ein Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung falls das Einkommen unter die PKV-Einkommensgrenze fällt (z.B. infolge gesundheitsbedingter Verringerung der Arbeitszeit)?
  • Besteht die Möglichkeit zur unveränderten Fortführung des Vertrages im Ausland bei vorübergehender oder dauerhafter Verlegung des Wohnsitzes ins inner- oder außereuropäische Ausland. In heutigen Zeiten hoher beruflicher Mobilität bzw. bei (ggf. medizinisch notwendigem) Umzug als Rentner in ein wärmeres Land eine ggf. sehr relevante Einschränkung.
  • Wie lange haben Sie Zeit, um eine Anwartschaft auf eine Vollversicherung zu aktivieren? Gilt eine Frist von zwei Monaten oder (wie bei guten Anbietern) von sechs Monaten nach Erfüllen der Voraussetzungen zur Aktivierung der Anwartschaft, damit Sie diese Entscheidung in Ruhe ohne Sorge vor einer Fristversäumnis treffen können?
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Debeka – Adoption?

Ein Fall eines unserer Kunden: Der Ehemann war auf unsere Empfehlung hin beim Deutschen Ring (jetzt Signal Iduna) versichert, seine Ehefrau (Beamtin) war schon bei der Debeka krankenversichert. Bei der Adoption eines neugeborenen Kindes, das als “Frühchen” 8 Wochen zu früh zur Welt kam, stellte sich 2011 die Frage der Kindernachversicherung. Diese wäre grundsätzlich bei beiden Gesellschaften, Debeka und Deutscher Ring, möglich gewesen. Allerdings war das Kind als Frühchen nicht 100% gesund.

Aussage der Debeka zu diesem Zeitpunkt: Kindernachversicherung bei Adoptivkindern nur mit Gesundheitsprüfung und Risikozuschlägen. Das ist gem. § 198 VVG und § 2 Abs. 3 MB/KK 2009 grundsätzlich möglich – mit einem Risikozuschlag bis zu 100% des Beitrags!

Der Deutsche Ring dagegen stellte Adoptivkinder leiblichen Kindern gleich, d.h. keine Gesundheitsfragen, keine Risikoprüfung und keine Risikozuschläge!

Deshalb wichtig: „Gute“ Tarife verzichten auch bei der Kindernachversicherung von minderjährigen Adoptivkindern auf die Vereinbarung eines Risikozuschlags!

Debeka – Kulanz?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Gesellschaft aus Kulanz gewisse Kosten übernimmt, auch wenn bedingungsgemäß kein Leistungsanspruch besteht. Damit versuchen Debeka Vertreter Schwächen der Tarife häufig zu relativieren. Sie sollten sich in Zeiten steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen aber nicht für den Rest Ihres Lebens auf Kulanz verlassen müssen. Bis dahin ist Ihr Debeka Vertreter vermutlich längst pensioniert. Ansprüche auf wesentliche Leistungen dürfen nicht vom good-will einer Versicherung abhängen, sondern müssen zur Not auf Grundlage klarer vertraglicher Regelungen im Tarif auch einklagbar sein!

Jüngeres Kundenfeedback scheint zu bestätigen, dass man sich bei der Debeka nicht auf Kulanz verlassen kann, hier z.B. aus Testberichte.de (zur Bewertung s.o.):

Ich bin dort bald 50 Jahre krankenversichert und musste fast immer um meine mir zustehenden Versicherungsleistungen kämpfen. Die Wörter Weitsicht, Entgegenkommen, oder Kulanz sind für die Mitarbeiter der Schadensabteilung totale Fremdwörter. Der Vorstand duldet ein solches Verhalten! Ich habe Anfang Juli 2019 einen Erstattungsantrag über 4560 € bei der Debeka eingereicht. Obwohl ich alles richtig gemacht habe und den stationären Aufenthalt vorab der Debeka gemeldet habe und auch aussagekräftige Atteste eingereicht habe, zahlt die Debeka einfach nicht!!! Ich habe zwischenzeitlich einen Rechtsanwalt zur Wahrnehmung meiner Rechte eingeschaltet. Ein solch unmenschliches Verhalten hätte ich hinter der Debeka nie vermutet, aber ich bin alt und man hat keinerlei Respekt und Achtung. Ich empfinde dies einfach nur erbärmlich!

oder:

Diese Erfahrungen mit der DeBeKa habe ich auch gemacht – bin übrigens seit 1979 Kunde der DeBeKa. Seit etwas zwei Jahren wird alles akribisch genau geprüft, was früher aus Kulanz einfach übernommen wurde. Ich habe mich schon mehrfach beim Vorstandsvorsitzenden L. beschwert. Das hatte mir ein Außendienstler empfohlen. In einigen Fällen kam es dann zu einer zufriedenstellenden Lösung. Eine grundlegende Verbesserung konnte ich jedoch nicht vorstellen. Auch ist es einfach lästig, ständig an den Vorstandsvorsitzenden zu schreiben.

Debeka für Beamte?

Der Kollege Thomas Schösser hinterfragt auf seiner Seite Debeka PKV Beamtentarife B BC WL ein Blick ins Kleingedruckte im Detail, welche Leistungen die Debeka wirklich für Beamte erbringt und nimmt dabei die Bedingungen der Tarife B BC und WL genauer unter die Lupe. Lesen Sie dort selbst nach, was diese (nicht) leisten, was (nicht) versichert ist und mit welchen gravierenden Nachteilen Sie rechnen müssen.

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Sind „Gesunde“ bei der Debeka richtig?

Debeka

Normalerweise können nur „Gesunde“ ohne ernstere Vorerkankungen in die Private Krankenversicherung wechseln. Wie auf unserer Seite Auswahlkriterien Krankenversicherung beschrieben ist es für jemand, der bereits privat krankenversichert ist, von großem Vorteil, wenn seine eigene Krankenversicherung neue Gesundheitsrisiken sorgfältig prüft (strenge Risikoprüfung) und sein Kollektiv von Mitversicherten möglichst „gesund“ ist. So wird späteren Beitragsanpassungen wegen unerwartet hohen Krankheitskosten vorgebeugt und idealerweise eine niedrige Schadenquote erreicht (dazu siehe unten). Zitat aus Wikipedia: „Eine hohe Schadenquote kann nicht nur auf eine hohe Leistungsfähigkeit der Versicherung für den Versicherten hindeuten, sondern je nach insgesamter Sachlage auch auf eventuelle kalkulatorische Mängel oder zu wenig strenge Gesundheitsprüfungen der Versicherung hindeuten, und als ein Signal, dass es zu Beitragserhöhungen kommen wird.“

Was für eine Annahmepolitik verfolgt die Debeka, wie gründlich werden dort bei der Risikoprüfung Gesundheitsrisiken geprüft und wie bewertet, um langfristig erhöhte Kosten für das Tarifkollektiv zu vermeiden? Hier einige konkrete Kundenbeispiele:

  • Keratokonus (Augenerkrankung):
    – Andere Gesellschaften: Ablehnung bzw. günstigstenfalls 30% Risikozuschlag
    – Debeka: Normalannahme (7/17)
  • Schwere Knorpelschäden im Kniegelenk (viertgradige retropatellare Chondromalazie, deutlicher retropatellarer diffuser großflächiger Knorpelschaden ICRS III°, diffuser Knorpelschaden ICRS II-III° in der femoralen Gleitrinne):
    – Andere Gesellschaften: Ablehnung
    – Debeka: Normalannahme (10/18)
  • Rückenprobleme („Wurzelreizsyndrom“), die sich über drei Monate hinzogen und therapiert wurden mit Einrenken, Spritze, Tabletten und einigen Osteopathie-Behandlungen. Erst seit 8 Monaten behandlungs- und beschwerdefrei. Im MRT wurden eine flach S-förmige Skoliose und eine Wurzeltaschenzyste diagnostiziert:
    – Andere Gesellschaften: Ablehnung bzw. Risikozuschlag zwischen 5% und 15%
    – Debeka: Normalannahme (11/18)
  • Kürzlich erfolgte Kinderwunschbehandlung der Frau bei noch nicht abgeschlossener Familienplanung, Ursache lag beim Ehemann:
    – Andere Gesellschaften: Zurückstellung bis Familienplanung abgeschlossen wegen Risiko von Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburten etc.
    – Debeka: Normalannahme (04/19)
  • Mehrfache muskuläre Verspannungen im LWS Bereich, bei Antragstellung erst 6 Monate zurückliegend:
    – Andere Gesellschaften: Risikozuschlag von 10% bis 15% mit einer sog. „Nachschauklausel“
    – Debeka: Normalannahme (07/19)
  • Chronisches Asthma mit Dauermedikation bei angehendem Beamten:
    – Andere Gesellschaften: Ablehnung bzw. Versicherung nur über die sog. „Öffnungsaktion“ mit 30% Risikozuschlag und ohne Zusatzbausteine wie Beihilfeergänzungstarif
    – Debeka: Risikozuschlag 30% ohne Öffnungsaktion mit normalem Beihilfeergänzungstarif BC (08/19)
  • Verdacht auf Glaukom (unterschiedlich exkavierte Sehnerven mit atropischem Randsaum) mit regelmäßigen Kontrollen:
    – Andere Gesellschaften: Risikozuschlag von 10% und Leistungsausschluss stationäre Wahlleistungen für Glaukom-Operationen
    – Debeka: Normalannahme (01/20)
  • Zweijähriges Kind mit Zustand nach Cataract-Operation (grauer Star), laufender Okklusionstherapie und speziellen Sehilfen für das linke Auge:
    – Andere Gesellschaften: Risikozuschlag von 10% sowie Leistungsausschluss stationäre Wahlleistungen für Augenerkrankung links
    – Debeka: Normalannahme (01/20)
  • Pilot mit Reflux / Magenbeschwerden und regelmäßiger Einnahme Pantoprazol nach nicht ganz geglückter Hiatushernien-OP.
    – Andere Gesellschaften: Risikozuschlag von 25%
    – Debeka: Normalannahme (06/20)
  • (wird fortgesetzt)
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Unser Fazit: Die Risikoprüfung der Debeka trifft im Vergleich zu anderen Anbietern nicht selten medizinisch nicht nachvollziehbare Entscheidungen. Die politische Marschrichtung scheint zu lauten, möglichst jeden und alles zu versichern. Für „Kranke“, die bei anderen Gesellschaften nicht oder nur mit hohen Beitragszuschlägen versicherbar sind, kann die Debeka in solchen Fällen eine sinnvolle Option sein. Als „Gesunder“ würde ich mir gut überlegen, ob ich in einem solchen Kollektiv mit entsprechend höheren Risiken versichert sein möchte!

Debeka – Bilanzkennzahlen

Wie auf unserer Seite Auswahlkriterien Krankenversicherung beschrieben spielen Bilanzkennzahlen einer Krankenversicherungsgesellschaft ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung. Sie sind jedoch nicht das wichtigste Auswahlkriterium und außerdem ausgesprochen interpretationsbedürftig. Hier einige Beispiele, wie die Debeka bei ausgewählten Bilanzkennzahlen aus dem PKV-Kennzahlenkatalog abschneidet (Stand 2019).

Kostenquoten

Generell positiv schneidet die Debeka regelmäßig bei Kostenquoten ab. Bei der Abschlusskostenquote liegt sie mit 4,26% deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 8,48%, ebenso bei der Verwaltungskostenquote mit 1,45% bei einem Schnitt von 2,82%.

Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote ist ein Indikator für die Ertragsstärke eines privaten Krankenversicherers und gibt an, wie viel Prozent der verdienten Bruttobeiträge nach Abzug der Schaden-, Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen übrig bleiben.

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote der Debeka liegt mit 8,73% deutlich unter dem Marktdurchschnitt von 10,89%.

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Schadenquote

Die oben beschriebene sehr „großzügige“ Annahmepolitik der Debeka kann dazu führen, dass dort Personen versichert werden, die aufgrund von Vorerkrankungen langfristig höhere Kosten verursachen, als jemand, der bei Abschluss der Krankenversicherung komplett gesund war.

Das könnte einer von mehreren Faktoren sein, der dazu führt, dass die Schadenquote der Debeka seit vielen Jahren deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt, aktuell (2019) bei 85,56% verglichen mit einem Marktdurchschnitt von 77,36%. Gute Werte liegen hier deutlich unter 80%.

Möglicherweise wirkt sich hier auch der hohe Anteil von Beamten unter den Debeka Versicherten nachteilig aus. Viele Beamte nehmen nach unserer Erfahrung teure Gesundheitsleistungen wie z.B. Kuren deutlich regelmäßiger in Anspruch als Angestellte, die bei längeren Arbeitsausfällen eher Probleme mit dem Arbeitgeber  befürchten müssen.

Vorteile der Debeka

Wir wollen es nicht versäumen, auch auf einige Vorteile der Debeka hinzuweisen:

Größe

Die Debeka ist einer der größten PKV Anbieter in Deutschland. Größere Kollektive können Einzelrisiken wie z.B. Bluter, die besonders hohe Behandlungskosten verursachen, besser ausgleichen, als ganz kleine Kollektive. Ist allerdings das Gesamtkollektiv durch einen hohen Beamtenanteil und durch eine laschere Gesundheitsprüfung schon von vornherein „kränker“ (siehe oben unter Schadenquote), relativiert sich dieser Vorteil.

Relativ beitragsstabil

Die Beitragsanpassungen der Debeka sind in der Vergangenheit unterdurchschnittlich ausgefallen. Ob dieser Trend andauert, insbesondere angesichts der hohen Schadenquote, lässt sich nicht sicher vorhersagen.

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Laschere Gesundheitsprüfung

Des einen Freud, des anderen Leid. Für „Gesunde“ ist eine strenge Risikoprüfung wie oben ausgeführt vorteilhaft. „Kranke“ können jedoch davon profitieren, wenn Risikoprüfer nicht so genau hinsehen und sie so eine private Krankenversicherung überhaupt bzw. ohne Risikozuschläge erhalten.

„Kleiner“ Beihilfeergänzungstarif bei Öffnungsaktion

Im Rahmen der sog. „Öffnungsaktion“ verpflichten sich einige PKV Anbieter, Beamte und ihre Familienangehörigen innerhalb von bestimmten Fristen unabhängig von Vorerkrankungen mit einem maximalen Risikozuschlag von 30% in der PKV zu versichern. Über diese Öffnungsaktion versicherten Beamte werden ansonsten sinnvolle Zusatzbausteine wie ein Beihilfeergänzungstarif, Kurkosten oder Tagegelder normalerweise nicht angeboten, die Aktion gilt nur für die reine Kranken- und Pflegepflichtversicherung.

Die Debeka bietet jedoch als einziger uns bekannter Anbieter auch im Rahmen der Öffnungsaktion immerhin deren „kleinen“ Beihilfeergänzugstarif BG an, der bestimmte zahntechnische Laborleistungen und Praxiskosten (auch für Implantate einschließlich Implantatteile, knochenaufbauende Maßnahmen und Knochenersatzmaterial) übernimmt.

Debeka – Wechsel von Bisex in Unisex?

Gemäß § 204 VVG haben Versicherte die Möglichkeit eines Tarifwechsels. Wie oben beschrieben gehören die Unisex Tarife der Debeka bei genauer Analyse der Leistungen nicht zu den leistungsstärksten. Die Bisex Tarife liegen aufgrund diverser gravierender Einschränkungen jedoch am unteren Ende der Leistungsskala. Hier einige Beispiele der Nachteile gegenüber den Unisex-Tarifen:

  • geschlossener Hilfsmittelkatalog (bei den neuen Tarifen kann man darüber auch diskutieren)
  • keine Logopädie und Ergotherapie (z.B. für Kinder oder nach Schlaganfall)
  • Vorsorge nur wie in der GKV (z.B. Darmspiegelung nur ab 55 und nur 2x)
  • nur 20 Sitzungen Psychotherapie pro Jahr
  • keine Erstattung von Entziehungsmaßnahmen (z.B. nach einer Schmerztherapie)
  • keine Übernahme Kosten Blindenhund (ca. 25.000 EUR)
  • Krankenfahrstuhl („Rollstuhl“) nur bis 620 EUR
  • keine Übernahme der Kosten lebenserhaltender Kontroll- und Behandlungsgeräte
  • kein Verzicht auf Genehmigung bei Behandlung in „gemischten Anstalten“
  • Meldepflicht bei Krankenhausaufenthalt innerhalb von 10 Tagen – sonst keine Kostenerstattung! (im KH hat man meistens andere Sorgen)
  • Krankenfahrten, z.B. zu Dialyse oder Chemotherapie werden nur bei ärztlich bescheinigter Gehunfähigkeit erstattet
  • keine Kostenübernahme für Kur-/Sanatoriumsbehandlung und für Rehabilitationsmaßnahmen (Anschlussheilbehandlung/ Anschlussgesundheitsmaßnahmen)
  • Geringere Kostenübernahme für Zahnbehandlung und Zahnersatz
  • Kein Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung bei Rückkehr in GKV
  • etc.

Unter Leistungsgesichtspunkten liegt Unisex also klar vorne. In Zeiten steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen würde ich mich nicht für den Rest meines Lebens auf Kulanz verlassen wollen. Dafür fällt natürlich auch der Beitrag etwas höher aus, besonders für Männer, die bei den Bisex Tarifen noch günstiger kalkuliert wurden.

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Berücksichtigen muss man, dass bei einem Wechsel in Unisex bei späteren Tarifwechseln gem. § 204 VVG Flexibilitätverloren geht. Zurück in die Bisex Welt kann man dann nämlich nicht mehr – das gilt auch für Familienangehörige. Und ggf. verliert man den Anspruch auf den in Notlagen günstigeren Standardtarif, der dann durch den Basistarif ersetzt wird.

Letztlich sollte man sich dazu besser fachkundig beraten lassen. Wir bieten diese Dienstleistung nicht an, empfehlen bei Bedarf aber gerne einen kompetenten Versicherungsberater.

DebekaUnsere Empfehlung

Lassen Sie sich von einem Experten beraten, der Ihnen mit einem professionellen Krankenversicherungs-Vergleichsprogramm zeigen kann, in welchem Maß die Tarife der Debeka (oder eines anderen Anbieters) Ihre individuellen Anforderungen an eine gute private Krankenversicherung erfüllen. Nach unseren persönlichen Erfahrung bieten leistungsstarke Tarife anderer Anbieter oft eine deutlich höhere individuelle Zielerreichung und sind dennoch preislich vergleichbar.

Bedenken Sie, dass Sie Ihre Entscheidung später ggf. nie mehr revidieren können. Bei gesundheitlichen Problemen (Allergien, Psychotherapie, Rückenprobleme, Herzprobleme etc.) ist ein späterer Wechsel ggf. unmöglich – das haben wir leider schon einige Male erleben müssen. Sie (und ggf. auch Ihre Kinder!) sind dann zeitlebens zu einem leistungsschwachen Tarif verdammt mit allen oben beschriebenen Kostenrisiken!

Noch zwei Anmerkungen:

  • Kleinere Ungenauigkeiten sind der verständlicheren Darstellung geschuldet.
  • Wir bemühen uns um Aktualität, dennoch können wir nicht alle unsere Beiträge fortlaufend aktualisieren.

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