Wollen Sie sich bei der Debeka (Deutsche Beamten Krankenversicherung) privat krankenversichern oder sind Sie es schon? Hier einige wichtige Fragen, die Sie sich dann stellen sollten.

Beratungstermin vereinbaren

Termin vereinbaren

Ein wichtiger Hinweis vorab: viele Fragen rund um die Qualität einer Krankenversicherung bei der Debeka sind hier sehr detailliert beschrieben. Das könnte verführen zu versuchen, das Thema auf eigene Faust zu regeln. Tun Sie das besser nicht, dazu ist das Thema Krankenversicherung eindeutig zu komplex! Nutzen Sie unsere professionelle Beratung – i.d.R. ohne Mehrkosten für Sie, die Krankenversicherung wird dadurch nicht teurer! Einen kostenlosen Beratungstermin (auch bundesweit per Webmeeting) können Sie per Klick auf das Kalendersymbol rechts oder über diesen Link einfach und schnell vereinbaren.

Debeka – Deutsche Beamten Krankenversicherung

Insbesondere bei Beamten ist öfters von der Deutsche Beamten Krankenversicherung (Debeka) als PKV Anbieter die Rede. Um nicht in jedem Einzelfall alles neu erklären zu müssen, hier einige Punkte auf die Sie achten sollten, wenn Sie sich bei der Debeka privat krankenversichern wollen oder es schon sind.

Debeka verschafft sich illegal Daten – 1,3 Mio. € Bußgeld, Staatsanwalt ermittelt

Bei Beamten ist die Debeka u.a. deshalb besonders populär, weil sie sich in diversen Behörden lange Jahre geschickt illegal Daten angehender Beamter verschafft hat. Wegen dieser Datenschutzverstöße musste die Debeka 2015 ein Bußgeld in Höhe von 1,3 Millionen Euro zahlen (Spiegel Online 29.12.2014). Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt weiter gegen Debeka-Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Bestechung.

Debeka – Vorsicht Falle!

Warndreieck - Debeka - Achtung - Achtung: der hier verlinkte neue Debeka Antrag (Stand 01.2014) enthält folgende für den Kunden sehr gefährliche Gesundheitsfrage Nr. XI 6, die nach Einschätzung aller Experten kaum wahrheitsgemäß beantwortet werden kann: “Bestehen Krankheiten, Unfallfolgen, körperliche oder geistige Schäden bzw. Anomalien (wie z. B. Herzfehler, psychische Störungen, Nervenerkrankungen, Augenerkrankungen, Schädigung des Bewegungsapparates, Stoffwechselstörungen usw.), die zu den bisherigen Gesundheitsfragen noch nicht angegeben wurden?”. Ohne jede zeitliche Einschränkung! Wissen Sie, was bei Ihrem Kinderarzt alles in der Akte steht? Auch die Fragen V, VI, XI 7 sind gefährlich offen formuliert! Die Folge beschreibt die Debeka selbst auf Ihrer Homepage: “unvollständige oder unrichtige Angaben können uns bei schuldhafter Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht berechtigen, vom Vertrag zurückzutreten oder den Vertrag zu kündigen”. Damit geben Sie der Debeka quasi einen Freibrief, Sie ungünstigstenfalls noch 10 Jahre ab Vertragsschluss rauszuwerfen, z.B. sobald Sie höhere Kosten verursachen!

Debeka – die Bedingungen

Für die Auswahl einer zu Ihren Anforderungen passenden privaten Krankenversicherung gibt es eine Reihe aus meiner Sicht wichtige Kriterien (siehe Auswahlkriterien einer guten Krankenversicherung). Nachfolgend einige Fragen, die Sie sich stellen sollten, wenn Sie sich z.B. bei der Debeka privat krankenversichern wollen oder es schon sind.

Die folgenden Ausführungen zu den Bedingungen der Debeka beziehen sich überwiegend auf den für die meisten Debeka Versicherten weiterhin einschlägigen Stand 11/2012 des Debeka Bedingungswerks. Die neue Debeka Tarifgeneration 2013 (“Unisex Tarife” – für neue Debeka Versicherte bzw. Altkunden, die in einen solchen Tarif wechseln möchten) brachte einige Verbesserungen. Die in den neuen Tarifen m.E. weiterhin kritisch zu sehenden Defizite sind in roter Schrift dargestellt. Achtung: die Beiträge der Unisex Tarife wurden nicht in gleichem Maß erhöht wie deren Leistungen. Damit steigt das Risiko künftiger Beitragerhöhungen, denn auch die Debeka bekommt diese Mehrleistungen nicht geschenkt!

Bestmögliche medizinische Behandlung??

  • Gibt es einen “offenen Hilfsmittelkatalog“, der alle medizinisch notwendigen Hilfsmittel erstattet, oder nur einen sog. “geschlossenen Hilfsmittelkatalog” , in dem erstattungsfähige Hilfsmittel abschließend aufgezählt sind (wie z.B. Brillen, Geh- und Stützapparate, Bruchbänder, Körperersatzstücke, Krankenfahrstühle bis 620 EUR, künstl. Augen, orthop. Schuheinlagen, Kompressionsstrümpfe, Hörgeräte, elektronischer Kehlkopf)? Bei einem geschlossenen Hilfsmittelkatalog sehen die Bedingungen für neu entwickelte, oft sehr aufwändige und kostenintensive Hilfsmittel (Beispiele hier) keine Erstattung vor!

Warndreieck - Debeka - Achtung - Achtung: die neuen Unisex Tarife Generation 2013 der Debeka (Tarif B für Beihilfeberechtigte – i.d.R. Beamte – und Tarif N mit seinen Unterarten – für nicht-beihilfeberechtigte Arbeitnehmer und Selbstständige) vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck, der Hilfsmittelkatalog wäre nun offen (“Als Hilfsmittel gelten medizinisch-technische Mittel, Körperersatzstücke und Geräte, die am Patienten für diagnostische oder therapeutische beziehungsweise lebenserhaltende Zwecke angewandt werden, um Behinderungen, Krankheits- oder Unfallfolgen zu mildern oder auszugleichen.” – identische Formulierung in Tarif B und Tarif N). Für den Tarif B stellt der Beihilfeergänzungstarif BC in II A 9. jedoch klar, dass zusätzlich “Aufwendungen für … beihilfefähige Hilfsmittel … bis zur beihilfefähigen Höhe” erstattet werden. Das kann nur bedeuten, dass der Tarif B bei Hilfsmitteln weniger leistet als sogar die Beihilfe (was dann erst durch Tarif BC wieder ausgeglichen wird)! Beamte kommen also nur durch den Ergänzungstarif BC in die Nähe eines offenen Hilfsmittelkatalogs, allerdings nur auf Beihilfeniveau. Nicht-Beamte haben in ihren Tarifen die gleiche Formulierung des Hilfsmittelkatalogs (s.o.). Mangels eines BC vergleichbaren Ergänzungstarifs (nicht Bestandteil von Tarif NC oder Tarif NG) fehlt ihnen jedoch die Aufstockungsmöglichkeit, damit gilt aus Sicht des “KV Profis” Thorulf Müller für Nicht-Beihilfeberechtigte: “der Hilfsmittelkatalog Tarif N ist also geschlossen und in Höhe und Umfang unterhalb der Beihilfe und damit ergo auch unterhalb der GKV.” (Quelle: http://www.der-kvprofi.de). Die Debeka erklärt das im Moment des Vertragabschlusses vermutlich zunächst anders. Dennoch würde ich mir als Versicherter überlegen, ob ich an dieser wichtigen Stelle ein Risiko eingehen möchte, selbst wenn es nur gering sein mag.

  • Werden Rechnungen von Ärzten und Zahnärzten nur bis zum Höchstsatz (= 3,5-fach) der jeweiligen Gebührenordnung bezahlt oder wird auch die Behandlung durch ausgewiesene Spezialisten, die z.B. 5-fach oder 7-fach abrechnen, erstattet? Ansonsten werden Sie in der freien Auswahl, welcher Arzt Sie bei einer ernsteren Erkrankung behandeln soll, ggf. deutlich eingeschränkt.
  • Werden bei gezielten Behandlungen im Ausland nur die Kosten, wie bei einer Behandlung in Deutschland nach hiesiger GOÄ/GOZ erstattet? Eine Schlaganfallbehandlung in den USA kann rund 160.000 USD kosten. Den dortigen Ärzten sind deutsche Gebühren herzlich egal, d.h. Sie bekommen ggf. nur einen Bruchteil davon erstattet. Gute Tarife erstatten die “ortsüblichen Aufwendungen”.
  • Werden Naturheilkunde und alternative Medizin (u.a. anthroposophische Medizin) umfassend erstattet, auch bei Abrechnung nach dem sog. “Hufelandverzeichnis“?
  • Sind Logopädie durch Logopäden und Ergotherapie durch Ergotherapeuten erstattungsfähig? Wenn nicht sollte man besser keinen Schlaganfall bekommen (danach bringt Ihnen ein Logopäde wieder das Sprechen und der Ergotherapeut das Bewegen bei) oder Kinder haben, die Logopädie brauchen! Kosten pro Behandlung jeweils ca. 45 EUR.
  • Werden Kosten für die Vorsorge nur wie in der GKV übernommen, d.h. nur Minimalprogramm (z.B. ab 55 genau zweimal eine Darmspiegelung – das half einem Freund von mir der gesetzlich krankenversichert war und mit 53 an Darmkrebs starb leider nicht mehr!). Und werden die Kosten für die Vorsorge auf vertragliche Selbstbehalte angerechnet? Gute Anbieter leisten unabhängig von “gesetzlichen Programmen” für medizinisch sinnvolle Vorsorge und rechnen die Kosten nicht auf den Selbstbehalt an.
  • Wie viele psychotherapeutische Sitzungen pro Jahr werden erstattet – alle oder nur 20 bzw. 52? Zehn Sitzungen sind oft schon notwendig, um alleine eine Diagnose zu stellen und einen Therapieplan auszuarbeiten (sog. “probatorische Sitzungen”). Bei ernsteren Problemen sind das schnell mehr als nur 20 – der Gemeinsame Bundesausschuss für die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen geht von bis zu 100 Sitzungen pro Jahr aus! Ein Versicherer, der nur 20 oder 52 Sitzungen voll erstattet, kann also statistisch besonders gefährdeten Personengruppen wie Lehrern, Polizisten oder Feuerwehrleuten, bei denen Therapien oft viele  Jahre andauern, keinesfalls empfohlen werden.
  • Sind Entziehungsmaßnahmen trotz § 5 Abs. 1 b) MB/KK versichert?

Absicherung signifikanter Kostenrisiken??

  • Neugeborene Kinder mit angeborenen Krankeiten/ Anomalien oder Geburtsschäden, die vor Vollendung der Geburt entstanden sind, haben nach § 2 Absatz 2 MB/KK (PKV Musterbedingungen) keinen garantierten Anspruch auf Kindernachversicherung“, d.h. Aufnahme in den Tarif eines Elternteils ohne Gesundheitsprüfung. Es wird vertreten, dass ein solcher Anspruch dennoch aus § 198 Abs. 1 VVG folgt (auch hier steht jedoch “ab Vollendung der Geburt”). Gute Tarife stellen vorsorglich klar, dass die Kindernachversicherung auch in diesen Fällen ohne wenn und aber greift. Siehe dazu ausführlicher meine Seite Kinderkrankenversicherung.
  • Wird ein Blindenhund (kostet voll trainiert ca. 25.000 EUR) bezahlt?
  • In welcher Höhe werden Kosten für Krankenfahrstühle (im Volksmund “Rollstuhl”) übernommen? Ein elektrischer Rollstuhl mit autotauglichem Recaro Sitz bei Multipler Sklerose kostet ca. 25.000 EUR. Kommt noch eine Aufstehhilfe dazu, steigen die Kosten auf ca. 45.000 EUR. Manche Tarife sehen nur eine Erstattung bis 620 EUR vor! Eine sehr böse Überraschung in einer ohnehin tragischen Situation.
  • Was ist mit lebenserhaltenden Kontroll- und Behandlungsgeräten, Behandlungsgeräten, die nicht unmittelbar wirken, wie z. B. Krankenbett, Motorbewegungsschiene, Blinden- und Gehörlosenhilfsmitteln, Verbrauchshilfsmitteln (z. B. Stoma- und Inkontinenzhilfsmittel), etc.?
  • Ein Krankenhaus, das ein paar freie Zimmer im Ostflügel durch einen Phsyiotherapeuten zur Reha nutzen lässst, wird dadurch zur sog. “gemischten Anstalt” i.S.v. § 4 Abs. 5 MB/KK. Ca. 1/3 der deutschen Krankenhäuser hat diesen Status – ohne dass man dieses als Patient jedoch von außen erkennen könnte! Konsequenz: vor Einlieferung müssen Sie nachfragen, ob Ihre Krankenversicherung dort Kosten übernimmt, sonst bleiben Sie auf den vollen Kosten sitzen (mehrfach gerichtlich bestätigt)! Gute Anbieter verzichten auf diese Regelung.
  • Einen Krankenhausaufenthalt müssen Sie nach § 9 Abs. 1 MB/KK innerhalb 10 Tagen melden, sonst riskieren Sie die Erstattung. Im KKH hat man andere Sorgen – gute Anbieter verzichten auf diese Regelung.
  • Werden Krankenfahrten, z.B. zur Dialyse oder Chemotherapie, generell erstattet oder nur bei ärztlich bescheinigter Gehunfähigkeit? Muss z.B. eine Rentnerin pro Monat rund 14-mal zur ambulanten Dialyse und wieder zurück, können dadurch jährliche Fahrtkosten von 5.640 EUR entstehen (ein reales Beispiel der Universa Krankenversicherung).
  • Nach § 5 Abs. 1 d) MB/KK übernimmt die PKV normal keine Kosten für Kur-/Sanatoriumsbehandlung und für Rehabilitationsmaßnahmen (Anschlussheilbehandlung / Anschlussgesundheitsmaßnahmen). Springt kein Träger der Sozialversicherung ein (z.B. gesetzl. Rentenversicherung zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, d.h. nicht bei Selbstständigen, Schülern/Studenten, Rentnern!) bleiben Sie z.B. auf Kosten für 9 Wochen Reha nach Herzinfarkt mit einem Tagessatz von 1.000 EUR = 63.000 EUR ggf. ganz alleine sitzen! Gute Tarife übernehmen diese Kosten.
  • Werden bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz 100% der Kosten erstattet oder nur 70% bzw. 90%? Gute Anbieter übernehmen bei Zahnbehandlungen 100% und bei Zahnersatz 80%.

Flexibilität??

  • Gibt es ein Optionsrecht auf Höherversicherung, um  auch später noch trotz einer evtl. Verschlechterung des Gesundheitszustands in einen besseren Tarif wechseln zu können. Bei guten Anbietern ist ein solches Recht entweder schon im Tarif enthalten oder es kann für ca. 3 bis 6 EUR im Monat eingeschlossen werden.
  • Gibt es ein Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung falls das Einkommen unter die PKV-Einkommensgrenze fällt (z.B. infolge gesundheitsbedingter Verringerung der Arbeitszeit)?
  • Besteht die Möglichkeit zur unveränderten Fortführung des Vertrages bei vorübergehender oder dauerhafter Verlegung des Wohnsitzes ins inner- oder außereuropäische Ausland. In heutigen Zeiten hoher beruflicher Mobilität bzw. bei (ggf. medizinisch notwendigem) Umzug als Rentner in ein wärmeres Land eine ggf. sehr relevante Einschränkung.

Debeka Bilanzkennzahlen

Wie auf meiner Seite Auswahlkriterien Krankenversicherung beschrieben spielen verschiedene Bilanzkennzahlen einer Krankenversicherungsgesellschaft eine wichtige Rolle bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung. Laut Map Report 855-856 aus 2014 schneiden Debeka und HUK-Coburg z.B. bei der versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote nach dem PKV-Kennzahlenkatalog im Schnitt der Jahre 2001 bis 2012 mit 7,77 (Debeka) bzw. 7,11 (HUK) deutlich unterschnittlich ab.

Diese Quote ist ein Indikator für die Ertragsstärke eines privaten Krankenversicherers und gibt an, wie viel Prozent der verdienten Bruttobeiträge nach Abzug der Schaden-, Verwaltungs- und Abschlussaufwendungen übrig bleiben. Die im Map-Report mit dem Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2012 aufgeführten 31 Anbieter kamen im Schnitt auf eine eine versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote von 9,65. Die R+V liegt hier z.B. bei 12,57 und die Hallesche bei 11,87.

Meine Empfehlung

Lassen Sie sich von einem Experten beraten, der Ihnen mit einem professionellen Krankenversicherungs-Vergleichsprogramm wie Levelnine zeigen kann, in welchem Maß die Tarife der Debeka (oder eines anderen Anbieters) Ihre individuellen Anforderungen an eine gute private Krankenversicherung erfüllen. Nach meiner persönlichen Erfahrung bieten leistungsstarke Tarife anderer Anbieter oft eine deutlich höhere individuelle Zielerreichung und sind dennoch preislich vergleichbar.

Eine Darstellung “Debeka – warum nicht?” (Stand 2010) finden Sie hier verlinkt. Dort können Sie auch gleich auch unter “HUK – warum nicht?” nachlesen, ob die Haftpflicht Unterstützungskasse Kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg (HUK Coburg) als Krankenversicherung zu empfehlen ist.

Bedenken Sie, dass Sie Ihre Entscheidung später ggf. nie mehr revidieren können. Bei gesundheitlichen Problemen (Allergien, Psychotherapie, Rückenprobleme, Herzprobleme etc.) ist ein späterer Wechsel ggf. unmöglich – das haben wir leider schon einige Male erleben müssen. Sie (und ggf. auch Ihre Kinder!) sind dann zeitlebens zu einem leistungsschwachen Tarif verdammt mit allen oben beschriebenen Kostenrisiken!

Hier noch ein Fall eines meiner Kunden: der Ehemann war auf meine Empfehlung hin beim Deutschen Ring versichert, seine Ehefrau (Beamtin) schon vorher bei der Debeka. Bei der Adoption eines neugeborenen Kindes, das als “Frühchen” 8 Wochen zu früh zur Welt kam, ging es um die Kindernachversicherung. Diese wäre bei beiden Gesellschaften, Debeka und Deutscher Ring, möglich gewesen. Aussage der Debeka: Kindernachversicherung bei Adoptivkindern nur mit Gesundheitsprüfung und Risikozuschlägen (was gem. § 198 VVG grundsätzlich korrekt ist – mit einem RZ bis zu 100% des Beitrags!). Der Deutsche Ring dagegen stellte Adoptivkinder leiblichen Kindern gleich, d.h. keine Gesundheitsfragen, keine Risikoprüfung und keine Risikozuschläge!

Hinweis: es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Gesellschaft aus Kulanz gewisse Kosten übernimmt, auch wenn bedingungsgemäß kein Leistungsanspruch besteht. Darauf würden wir uns in Zeiten steigenden Kostendrucks im Gesundheitswesen nicht verlassen wollen. Ansprüche auf wesentliche Leistungen dürfen nicht vom good-will einer Versicherung abhängen, sondern müssen zur Not auch einklagbar sein!

Kleinere Ungenauigkeiten sind der verständlicheren Darstellung geschuldet.