Vorschaltanwartschaft unabhängige Beratung Krankenversicherung - Apfel

Jetzt späteren PKV Wechsel noch mit aktuellem Eintrittsalter sichern – mit einer Anwartschaftsversicherung als “Vorschaltanwartschaft”. Ich erkläre Ihnen gerne, wie das geht. Ein Mausklick genügt zur einfachen Kontaktaufnahme.

Das Wichtigste in Kürze: manchmal ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung wegen Kündigungsfristen oder Gehaltserhöhung erst zum 1.1. bzw. in den ersten Monaten des nächsten Jahres möglich. Dann sind Sie versicherungstechnisch ein Jahr älter, dadurch wird die Krankenversicherung ca. 20 EUR pro Monat teurer. Mit einer Anwartschaftsversicherung als sog. “Vorschaltanwartschaft” (s.u.) ab 1.12. sichern Sie sich das jetzige Eintrittsalter, zahlen also dauerhaft weniger für Ihre PKV. Normalerweise kann diese Anwartschaft nur bis 15.12. beantragt werden, in Sonderfällen klappt das ggf. auch noch später. Dauert es noch länger, bis Sie in die PKV wechseln können, sollten Sie Ihren jetzigen Gesundheitszustand mit einem sog. Optionstarif “einfrieren”.

Anwartschaftsversicherung Private Krankenversicherung Optionstarif

Anwartschaftsversicherung

Eine sog. Anwartschaftversicherung sichert entweder ähnlich wie ein Optionstarif nur den Gesundheitszustand (“kleine Anwartschaftversicherung”) oder zusätzlich das jeweilige Eintrittsalter (“große Anwartschaftversicherung”). Während einer Anwartschaft ruhen die Rechte aus dem Versicherungsvertrag, daher wird sie auch Ruheversicherung genannt.

Hierfür muss ein konkreter Anlass bestehen (z.B. vorübergehende Versicherungspflicht in der GKV, Auslandsaufenthalt, wirtschaftliche Notlage oder Arbeitslosigkeit), der der Gesellschaft i.d.R. auch nachzuweisen ist.

Eine Anwartschaftversicherung bzw. ein Anwartschaftstarif alleine bietet keine Gesundheitsleistungen, sinnvoll kann deshalb die Kombination mit einer Krankenzusatzversicherung sein.

“Kleine” Anwartschaftsversicherung

Eine “kleine Anwartschaft” sichert den aktuellen Gesundheitszustand und kostet je nach Gesellschaft einen Beitrag von ca. 5% des Tarifbeitrags des in Anwartschaft stehenden Tarifes. Ein besonderer Fall der kleinen Anwartschaft ist ein sog. “Optionstarif“, um sich den späteren Wechsel in die PKV ohne neue Gesundheitsprüfung zu sichern.

“Große” Anwartschaftsversicherung

Eine “große Anwartschaft” sichert Gesundheitszustand und Eintrittsalter und kostet je nach Gesellschaft einen Beitrag von ca. 30-40% des vollen Tarifbeitrags. Von diesem Beitrag werden zum Teil Verwaltungskosten gedeckt sind, der größte Teil fließt jedoch in die Altersrückstellung, ist also nicht “verloren”.

Durch das “Einfrieren” des Eintrittsalters ist eine solche Anwartschaft meistens lohnend, da Eintrittsalter und Altersrückstellungen erhalten bleiben und somit der nach Ende der Anwartschaftsphase langfristig zu zahlende Beitrag deutlich niedriger ausfällt.

Aktivierung der Anwartschaft

Zur Aktivierung der Anwartschaft ist je nach Gesellschaft kein großer Papierkrieg erforderlich. Es reicht u.U. eine mit Ort/Datum unterschriebene Übersicht der gewünschten (Ziel-)Tarife, auf der der Zeitpunkt und Grund der Aktivierung (z.B. Ende der Versicherungspflicht am <Datum> infolge Arbeitsaufnahme über JAEG) vermerkt ist.

Vorschaltanwartschaft

Die sog. “Vorschaltanwartschaft” ist eine besondere Art der großen Anwartschaftsversicherung. Bei einem Wechsel in eine private Krankenversicherung zum 1.1. des Jahres ist i.d.R. eine große “Vorschaltanwartschaft” für den vorherigen Monat Dezember zu empfehlen. Damit können Sie sich das günstigere Eintrittsalter des aktuellen Jahres bei späterem Beginn einer privaten Krankenversicherung (z.B. 1.1. des Folgejahres) sichern. Als Faustregel kann man davon ausgehen, dass eine solche Vorschaltanwartschaft dauerhaft zu einer Ersparnis von ca. 15-20 EUR pro Monat führt.

Die Vorschaltanwartschaft kostet pro Monat ca. 30-40% des späteren Beitrags (z.B. 180 EUR), die größtenteils als Altersrückstellung gespart werden, also nicht “verloren” sind. Dafür reduziert sich der Beitrag ab 1.1. aufgrund des günstigeren Eintrittsalters dauerhaft monatlich um ca. 15-20 EUR. Die Investition amortisiert sich in diesem Beispiel also schon nach 9 Monaten!

Achtung: rückwirkend kann diese Vorschaltanwartschaft bei den meisten Gesellschaften nur bis 15.12. (z.B. Hallesche, Universa, R+V) beantragt werden! Nur wenige Gesellschaften (z.B. Barmenia, Deutscher Ring) akzeptieren eine solche Vorschaltanwartschaft bei Antragstellung bis Ende Dezember. Falls die gesetzliche Krankenversicherung noch nicht gekündigt ist, lässt sich das manchmal auch noch später bewerkstelligen.

Tipp: es gibt vereinzelte Unternehmen, die eine solche Vorschaltanwartschaft auch bei einer Krankenzusatzversicherung akzeptieren! Diese Lösung kann vor allem bei mit Altersrückstellungen kalkulierten Tarifen sinnvoll sein, um langfristig Beiträge zu sparen.

Nicht jedem Versicherungsvermittler sind alle Facetten einer Anwartschaftsversicherung geläufig. Lassen Sie sich daher besser von einem Spezialisten beraten.