Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung kann vor allem bei ernsteren Vorerkrankungen ein sinnvoller Weg sein, um unverbindlich herauszufinden, inwieweit eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit möglich ist. Ähnliches gilt für eine Risikovoranfrage zur Absicherung weiterer gesundheitlicher Risiken durch Krankenversicherung, Risikolebensversicherung, Schwere Krankheiten Vorsorge, Grundfähigkeitsversicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeit - Formular DownloadRisikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung – Formular

Mit dem vollständig ausgefüllten hier verlinkten Formular Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung kann ich die Versicherbarkeit für Sie prüfen. Bitte dazu auch die Datenschutzerklärung auf der letzten Seite unterzeichnet zurücksenden, denn bei einer Risikovoranfrage werden sehr persönliche (Gesundheits-)daten übermittelt! Diese Datenschutzerklärung leite ich nicht an die Gesellschaft weiter – somit hat die Gesellschaft keine rechtliche Grundlage, Ihre Daten über die Bearbeitung der RVA zu speichern bzw. an die sog. “Warndatei” (HIS) zu melden (an HIS nehmen übrigens nur noch wenige Gesellschaften teil, s.u.).

Für eine ausführlichere Auflistung von Vorerkrankungen verwenden Sie bitte das hier verlinkte Beiblatt für Gesundheitsfragen und für speziellere medizinische Details zu einzelnen Erkrankungen die hier verlinkten medizinischen Zusatzerklärungen. Wenn es ärztliche Befunde, Arztberichte, Atteste, Röntgenbilder, etc. gibt bitte auch beilegen. Bei vielen Diagnosen kann ich dank langjähriger Erfahrung schon selbst gut einschätzen, ob bzw. wo und wie Sie versicherbar sind bzw. dies für Sie recherchieren.

Wichtig: diesen besonderen Service stellen wir nicht beliebig zur Verfügung! Voraussetzung ist ein ausführliches Vorgespräch (persönlich, telefonisch oder per Webmeeting) zur Absicherung gegen Berufsunfähigkeit!

Wichtig: zum Jahresende werden aufgrund des hohen Arbeitsanfalls Risikovoranfragen von vielen Gesellschaften entweder gar nicht oder nur mit mehrwöchiger Verzögerung bearbeitet! Ein weiter Grund, mit dem Antrag Berufsunfähigkeit nicht bis auf den letzten Drücker zu warten.

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung – wozu?

Mit langjähriger Erfahrung können wir bei vielen gesundheitlichen Themen selbst schon ganz gut einschätzen, ob bzw. zu welchen Bedingungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist. Dank guter Kontakte zu den Risikoprüfern vieler Gesellschaften erhalten wir oft auch informell eine schnelle Einschätzung am Telefon.

Bleibt dennoch unklar, wie die zu den Anforderungen des Kunden passenden Gesellschaften bestimme Vorerkrankungen einschätzen, kann die Versicherbarkeit mit einer sog. schriftlichen “Risikovoranfrage” (“RVA”) geprüft werden.

Der Risikoprüfer einer Gesellschaft beantwortet eine Voranfrage aufgrund (möglichst aussagekräftiger!) medizinischer Daten mit einem “Votum“, d.h. einer Einschätzung, ob und zu welchen Bedingungen (s.o.) der BU-Antrag angenkommen werden kann.

Die Entscheidung des Risikoprüfers steht zwar meistens unter einem formellen Vorbehalt der abschließenden Prüfung durch die Versicherung (und ggf. zusätzlich durch den Rückversicherer), ist in der Praxis jedoch meist verbindlich.

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeit expertentippRisikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung – anonym?

Ziel einer RVA ist eine verbindliche Entscheidung der Gesellschaft. Daher ist die von Verbraucherschützern häufig empfohlene “anonyme” schriftliche Risikovoranfrage meist weniger sinnvoll, da das (positive) Ergebnis dann nicht dem später gestellten BU-Antrag zugeordnet werden kann.

Die meisten Versicherer bearbeiten eine Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Namen und Geburtsdatum deshalb überhaupt nicht. So wollen die Versicherungen u.a. vermeiden, dass Risikovoranfragen mehrfach gestellt werden und dabei verschiedene Risikoprüfer zu abweichenden Ergebnissen kommen bzw. die Gesundheitsangaben so lange verändert werden, bis eine Annahme möglich ist.

Wenn es Gründe für Anonymität gibt, z.B. wenn unklar ist, ob eine Vorerkrankungen anzugeben ist oder nicht, oder wenn eine Erkrankung bald “verjährt”, also außerhalb der Fragezeiträume liegt, dann können einfachere Fälle ggf. telefonisch mit dem zuständigen Risikoprüfer der Gesellschaft geklärt werden.

Für komplexere Fälle, z.B. wenn zur Einschätzung umfangreichere Unterlagen wie Arztberichte erforderlich sind, in denen eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll ist (s.o.) kann eine Pseudonymisierung ein sinnvoller Weg sein, gerade wenn eine Gesellschaft keine anonymen Risikovoranfrage bearbeitet. Dazu ersetzt der BU Interessent in den Unterlagen Name, Geburtsdatum und Adresse durch alternative, aber ähnliche Daten (gleiche Initialien, gleiches Geburtsjahr, etc.).

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung – Vorteil?

Vorteil einer Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung: das Ergebnis ist unverbindlich – bei erneuter Antragstellung bei einer anderen Gesellschaft müssen hierzu keine Angaben gemacht werden. Wird dagegen ein richtiger Antrag abgelehnt, kann dies je nach Fragestellung anzugeben sein.

Auf die Entscheidung der Risikoprüfer anderer Gesellschaften hat die Ablehung eines Antrags meistens keinen Einfluss – jede Gesellschaft entscheidet nach ihren eigenen Kriterien, auch wenn diese meistens nicht sehr stark voneinander abweichen.

Ein abgelehnter Antrag kann aber dazu führen, dass Vorerkrankungen, die später eigentlich schon “verjährt” wären – also nicht mehr in einem z.B. 5-jährigen Fragezeitraum der Gesundheitsfragen liegen, aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Ablehnung doch noch anzugeben sind.

Viele Versicherer beteiligen sich inzwischen allerdings nicht mehr an der sog. “Warndatei / HIS” – dann ist für andere Gesellschaften i.d.R. nicht nachweisbar, ob eine Ablehnung korrekt angegeben wurde oder nicht. Die fehlende Nachweisbarkeit mangels Teilnahme an HIS wird oft sogar von Risikoprüfern als Argument herangezogen, doch lieber gleich einen richtigen Antrag zu stellen.

Risikovoranfrage oder direkt Antrag stellen?

Vorteil einer direkten Antragstellung: hier besteht sofort “vorläufiger Versicherungsschutz“, d.h. wird der Antragsteller nach Antragstellung und vor Policierung berufsunfähig, erhält er je nach Gesellschaft eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente ein Höhe von 1.000 bis 1.750 EUR. “Richtige” Anträge werden i.d.R. auch deutlich schneller bearbeitet als Risikovoranfragen!

Theoretisch besteht auch die Möglichkeit, mehrere Anträge gleichzeitig zu stellen und Anträge, die nur mit Einschränkungen angenommen werden, später zu widerrufen. Wegen des Mehraufwands für alle Beteiligten und Problemen bei der absicherbaren BU Rente (hier werden bereits gestellte Anträge i.d.R. abgezogen) ist dies jedoch nur in besonderen Fällen zu empfehlen.

Wichtiger Tipp zur Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung

unnötige Arztbesuche bei Beratung BerufsunfähigkeitWenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, das wichtige Risiko einer Berufsunfähigkeit abzusichern, dann verzichten Sie bitte bis zur Antragsstellung (noch besser bis zur Policierung Ihres Antrags) auf nicht aktuell medizinisch erforderliche Arztbesuche (wie z.B. Vorsorgeuntersuchungen)! Manchmal ergeben sich dabei Zufallsbefunde (wie z.B. erhöhte Cholesterinwerte oder Leberwerte), die ansonsten nicht bekannt gewesen wären und damit im Antrag auch nicht hätten angegeben werden müssen. Sind sie jedoch bekannt, müssen sie im Antrag erwähnt werden! Als Folge droht dann ggf. ein sog. “Risikozuschlag” (d.h. Ihre BU wird z.B. 20 bis 50% teurer) oder sogar die Ablehnung Ihres Antrags.

Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung – Fazit

Auch bei der Risikovoranfrage Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Unterstützung durch einen Spezialmakler für Berufsunfähigkeitsversicherung unverzichtbar! Nutzen Sie unsere i.d.R. kostenlose Berufsunfähigkeitsberatung!

Siehe dazu auch den Wikipedia Eintrag “Vorabanfrage”.

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