Private Krankenversicherung mit Familie

 

Private Krankenversicherung mit Familie: Ist eine private Krankenversicherung mit Familie zu teuer oder lohnt sich ein Wechsel auch mit Kindern? Mit wie vielen Kindern wird die GKV ggf. teurer als die PKV? Auch dies sind typischen Fragen im Kontext private Krankenversicherung.

Fragen private Krankenversicherung mit Familie und Mythen - Dr. Schlemann informiert

Denkanstoß: Was ist Ihnen bei Krankheit wichtiger – ein paar evtl. gesparte Euro oder bessere Leistungen und die Gesundheit Ihrer Kinder? Addieren Sie bei dieser Rechnung bitte auch Ihren „Stundenlohn“ für Wartezeit beim Kinderarzt, wenn Kinder häufiger krank sind.

WICHTIG: Bitte lassen Sie sich von den umfassenden Infos auf unserer Website nicht zu „do-it-yourself“ Lösungen verführen. Mit unserer Beratung kommen Sie deutlich einfacher und sicherer ans Ziel. Wir wissen immer noch etwas mehr, als Sie hier lesen! Buchen Sie jetzt Ihren kostenlosen Beratungstermin – bundesweit per Onlineberatung.

Gesetzliche Krankenversicherung mit Familie

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Familienangehörige, die kein eigenes Einkommen haben, im Rahmen der sog. „Familienversicherung“ beitragsfrei mitversichert. Bei einer Familie mit 6 Kindern und nur einem Verdiener plus Hausfrau / Hausmann zahlt nur der Verdiener einmal den GKV Beitrag. Alle anderen Familienmitglieder sind ohne zusätzliche Kosten mitversichert.

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Private Krankenversicherung mit Familie

Anders als in der GKV bezahlt bei der PKV jedes Familienmitglied seinen eigenen Beitrag und hat damit auch einen eigenen Anspruch auf optimale medizinische Versorgung.

Private Krankenversicherung mit Familie

Achtung: Bedenken Sie bitte, dass der zusätzliche Beitrag für Kinder nur bis zum Beginn von Ausbildung oder Studium anfällt. Danach versichern sich diese zu günstigen Ausbildungskonditionen selbst entweder gesetzlich oder privat. Der Zeitraum einer evtl. Mehrbelastung durch Kinder ist daher angesichts einer Vertragslaufzeit von häufig 60 Jahren überschaubar.

Beispiel Fragen KrankenversicherungHier in graphischer Form eine Musterrechnung (Stand 2020) für einen angestellten 28-jährigen Arzt, der nach 2 bzw. 4 Jahren im Alter von 30 bzw. 32 Jahren jeweils ein Kind bekommt unter der Annahme, dass der GKV Beitrag optimistisch betrachtet jedes Jahr nur um 5% steigt (1970-2021 5,77%, s.o. Beitragsentwicklung GKV) und die PKV um pessimistisch angenommene 4% (Unisex Arzttarif Barmenia von Einführung 2013-2020 1,74%, siehe Konkrete Beispiele Beitragsanpassung PKV). Aus dem Beispiel wird deutlich, dass die Phase einer evtl. finanziellen Mehrbelastung relativ kurz dauert. Sobald die Kinder eins nach dem anderen auf eigenen Füßen stehen, fällt wieder eine deutliche Ersparnis an. Bedenken Sie also bitte, dass Sie eine PKV i.d.R. für die nächsten 50-60 Jahre abschließen und nicht nur für 20-25 Jahre, in denen Beiträge für Ihre Kinder anfallen.

Fragen Private Krankenversicherung mit Familie

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Hier ein vereinfachter Überblick, wie sich die Kosten für private Krankenversicherung mit Familie bei moderater Qualität (keine Spitzentarife – hier gibt es große Unterschiede!) und jüngerem Eintrittsalter im Vergleich zur GKV verhalten:

  • Bei dauerhaft nicht erwerbstätigem Ehepartner (Hausfrau / Hausmann) sollte man sich den Wechsel in die PKV gut überlegen. Hier kommen mit Kindern über einen längeren Zeitraum die Vorteile der Familienversicherung der GKV zum Tragen. Das frühere Modell der „Hausfrauen-/Hausmann-Ehe“ wird heutzutage jedoch kaum noch dauerhaft gewählt.
  • Arbeitet der Ehepartner wie üblich nach ein paar Monaten oder Jahren wieder sozialversicherungspflichtig (und zahlt dann seinen eigenen Beitrag zur PKV oder GKV), dann ist für eine Familie mit bis zu 2 Kindern die PKV nicht teurer als die gesetzliche Krankenversicherung.
  • Berücksichtigt man die deutlichen Leistungsunterschiede zwischen GKV und PKV, dann ist die PKV bis einschließlich 3 Kindern nicht teurer als die GKV. In der GKV müsste man nämlich für jede Person diverse Zuzahlungen und Krankenzusatzversicherungen (ambulant, stationär, Zahn, Krankentagegeld) einplanen, siehe Effektivkosten gesetzliche Krankenversicherung. Für einen GKV-versicherten Erwachsenen sind hier zusätzlich mind. 100 EUR und pro Kind ca. 50 EUR einzuplanen. Es ist aber auch klar festzustellen, dass das Modell der „Hausfrauen-/Hausmann-Ehe“ heutzutage kaum noch gewählt wird.
  • Bei vier und mehr Kindern stellt sich ggf. die Frage, ob Ihnen die Gesundheit Ihrer Familie einen gewissen Mehrbeitrag wert ist – sofern Sie sich diesen leisten können.

Bei  Beamten (wg. Beihilfe, siehe auch unsere Seite Beratung Private Krankenversicherung für Beamte) und Ärzten / Zahnärzten (wg. rabattierten Ärztetarifen bzw. Zahnarzttarifen) verschiebt sich die „Rentabilitätsgrenze“ bei der Kinderzahl noch einmal etwas nach oben. Einige private Krankenversicherer bieten eine 6-monatige Beitragsbefreiung bei Elternzeit, damit wird die Gesamtkalkulation für Familien ebenfalls etwas günstiger.

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Tipp: Sind beide Ehepartner angestellt und privat krankenversichert, ist ggf. eine Aufteilung der Kinder sinnvoll, damit jeder Ehepartner für den eigenen Beitrag und den des Kindes den maximalen Arbeitgeberzuschuss erhält.

Hier ein konkretes Beispiel der R+V zu den Beiträgen einer Familie mit zwei Kindern in GKV vs. PKV (Stand 2018, Mutter Anja ist in Teilzeit als Krankenschwester tätig mit brutto 1.500 EUR/Monat, Vater Daniel arbeitet als angestellter Projektmanager in einem mittelständischen Unternehmen mit 5.000 EUR brutto pro Monat, die beiden Kinder Hanna und Tom besuchen den Kindergarten). In diesem Vergleich fehlen noch Beiträge für die in der GKV erforderlichen Zusatzversicherungen:

Fragen Private Krankenversicherung mit Familie - Beiträge GKV vs. PKV R+VDer PKV Verband beantwortet auf seiner Website Fragen zu „Was gilt in Mutterschutz und Elternzeit?„. Hier finden Sie zum Download Auszüge aus dem „KV Handbuch“ einer größeren Krankenversicherung (Stand 2020), die viele Fragen rund um die private Krankenversicherung in Mutterschutz und Elternzeit im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung umfassend beantworten, u.a.:

  • Einkommensvergleich GKV vs. PKV in Mutterschutz und Elternzeit unter Berücksichtigung Elterngeld
  • Welche Zahlungen erhalten Mütter während der Mutterschutzfristen (GKV und PKV für Angestellte, Selbstständige und Beamte)
  • Beitragsvergleich GKV vs. PKV in Mutterschutz und Elternzeit
  • Muss ich mich während bzw. nach der Elternzeit wenn ich nur Teilzeit arbeite und weniger verdiene wieder gesetzlich krankenversichern?
  • Krankenversicherung während und nach der Elternzeit
  • usw.
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Zu den finanziellen und gesundheitlichen Aspekten von Schwangerschaft, Mutterschutz und Elternzeit hier verlinkt auch noch eine informative Broschüre der Barmenia „Mutterschutz und Elternzeit“ u.a. zur Übernahme von Vorsorgeuntersuchungen in der SS durch die PKV (Messen des Blutdrucks, Gewichtsermittlung, Urin- und Blutuntersuchungen, Abtasten des Bauches, Beratungsgespräche, Herzton-Wehenaufzeichnungen, Laboruntersuchungen, die über den Rahmen der gesetzlichen Vorsorgeuntersuchung hinausgehen – z.B. Titerbestimmung auf Toxoplasmose, Listeriose etc., Fruchtwasseruntersuchung bei altersbedingter Risikoschwangerschaft, GKV: nur drei Ultraschalluntersuchungen, PKV: auch öfters).

Kontaktieren Sie uns für eine zu Ihrer persönlichen Situation bzw. Lebensplanung passende Beratung bezüglich private Krankenversicherung mit Familie.


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