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Berechnen Sie mit unserem Rentenlücken Rechner wie viel Sie aktuell sparen müssen, um als Rentner nach Inflation genügend Geld zu haben.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ihre Rentenlücke berechnet sich aus: Wunschrente plus Inflation minus bestehende Altersvorsorge (GRV, Versorgungswerk, bAV, private Verträge).

  • Inflation und Zinseszins wirken über 20–30 Jahre stark: Wer früh anfängt, braucht für dasselbe Ziel oft nur die Hälfte der monatlichen Sparrate eines späten Einsteigers.

  • Versorgungswerkmitglieder profitieren grds. von einer höheren Rente, sind aber anderen Risiken ausgesetzt (Bsp. Fehlinvestition VSW Zahnärzte Berlin).

  • Den Rechner oben einmal jährlich mit aktualisierten Werten aus der Renteninformation wiederholen – Annahmen zu Rendite und Inflation können die Sparrate erheblich verändern.

1 Ihre bestehenden monatlichen Rentenansprüche

Tragen Sie Ihre garantierten bzw. erwarteten monatlichen Bruttorenten ein.

Gesetzliche Rente / Versorgungswerk ?Die voraussichtliche monatliche Bruttorente aus der Deutschen Rentenversicherung bzw. Ihrem berufsständischen Versorgungswerk (laut Renteninformation/Versorgungsauskunft).
Betriebliche Altersvorsorge (bAV) ?Garantierte monatliche Rentenauszahlung laut Ihren bAV-Unterlagen.
Private Renten-/Lebensversicherung ?Garantierte monatliche Rentenauszahlung aus privaten Renten- oder Lebensversicherungen.
Riester-/Rürup-Rente ?Erwartete monatliche Auszahlung aus geförderten Verträgen (Riester/Basisrente).
Geschätzter Steuerabzug ?Pauschaler Steuersatz auf den steuerpflichtigen Teil Ihrer Rente. Im Alter meist niedriger als im Erwerbsleben. %
Jährl. steuerl. Grundfreibetrag ?Bis zu diesem Jahresbetrag fällt keine Einkommensteuer an. Wert 2026: 12.348 € (Ledige).
Ihre voraussichtliche Nettorente (monatlich)

2 Ihre monatliche Wunschrente

Welches monatliche Nettoeinkommen möchten Sie im Ruhestand zur Verfügung haben?

Monatliche Wunschrente ?Orientieren Sie sich an Ihren erwarteten Fixkosten plus Wünschen (Reisen, Hobbys). In heutiger Kaufkraft.

3 Zielvermögen zum Schließen der Lücke

Welches Kapital benötigen Sie zu Rentenbeginn, um die Lücke zu decken?

Erwartete Rendite im Ruhestand (nach Steuern) ?Verzinsung des Kapitals während der Auszahlungsphase, nach Steuern. Im Alter meist konservativ angelegt. %
Renteneintrittsalter ?Alter, ab dem Sie die Rente beziehen möchten. Regelaltersgrenze derzeit 67. J.
Angenommene Lebenserwartung ?Alter, bis zu dem das Kapital reichen soll (relevant beim Modell mit Kapitalverzehr). J.
Angenommene Inflationsrate (p.a.) ?Erwartete jährliche Teuerung. Damit bleibt Ihre Wunschrente kaufkrafterhalten – sowohl bis zum Rentenbeginn als auch während des Ruhestands. Langfristiges Ziel der EZB: 2 %. %

4 Ihre Sparrate bis zum Ruhestand

Wie viel müssen Sie ab heute monatlich zurücklegen?

Ihr aktuelles Alter ?Je früher Sie beginnen, desto geringer die nötige Sparrate – dank Zinseszins. J.
Jahre bis zum Ruhestand
Erwartete Rendite bis zum Ruhestand (p.a.) ?Erwartete jährliche Rendite Ihrer Geldanlage in der Ansparphase, z. B. eines breit gestreuten ETF-Sparplans. %
Steuersatz auf Erträge (Abgeltungsteuer) ?Abgeltungsteuer 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag = 26,375 %; ggf. zzgl. Kirchensteuer. %
Teilfreistellung (Fondsart) ?Steuerfreier Anteil der Erträge bei Investmentfonds (InvStG): Aktienfonds 30 %, Mischfonds 15 %, sonst 0 %. Bei einem breit gestreuten Aktien-ETF: 30 %. %

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Warum die gesetzliche Rente allein nicht reicht

2002 lag das Rentenniveau noch bei rund 53 %, heute sind es etwa 48 %. Der Grund liegt im Umlagesystem selbst: Die laufenden Beiträge der Erwerbstätigen finanzieren direkt die Renten der heutigen Ruheständler. Je mehr Menschen im Verhältnis zu den Beitragszahlern in Rente gehen, desto stärker gerät dieses Gleichgewicht unter Druck – und desto schwieriger wird es politisch, das Rentenniveau zu halten, ohne entweder die Beiträge zu erhöhen oder das Renteneintrittsalter weiter anzuheben.

Das sogenannte Rentenpaket schreibt die 48-Prozent-Marke bis mindestens 2031 fest, ergänzt um ein als Kapitalstock aufgebautes „Generationenkapital“, dessen Erträge ab Mitte der 2030er-Jahre den Beitragssatzanstieg dämpfen sollen. Was nach 2031 gilt, ist politisch nicht festgelegt. Für die eigene Planung ist das relevant: Wer seine Rentenlücke heute berechnet, sollte eher konservativ rechnen als auf eine Trendwende beim Rentenniveau zu hoffen.

Hinzu kommt die Besteuerung. Seit der Rentenreform 2005 wächst der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente von Jahr zu Jahr. Wer 2026 erstmals Rente bezieht, versteuert bereits 86 % davon – lebenslang, nicht nur übergangsweise. Ab 2040 gilt für neue Rentner die volle Steuerpflicht. Dazu kommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von zusammen rund 12 % der Bruttorente. Zwischen Brutto- und Nettorente liegt deshalb eine größere Lücke, als die jährliche Renteninformation auf den ersten Blick vermuten lässt – eine Tatsache, die Sie kennen sollten.

Die häufigsten Fehler bei der Berechnung

Eine Rentenlücke lässt sich mathematisch leicht ausrechnen. Schwierig wird es bei den Annahmen, die in die Rechnung einfließen. In der Praxis tauchen dabei immer wieder dieselben Denkfehler auf:

Wie sich die Rentenlücke schließen lässt

Vier Wege ergänzen die gesetzliche Rente / Rente des Versorgungswerks und in der Beratung sehen wir, dass die Kombination meist sinnvoller ist als die Konzentration auf einen einzigen Baustein:

Der Zeitpunkt des Einstiegs wiegt dabei mehr als die Höhe der einzelnen Sparrate. Wer mit 25 beginnt, erreicht bei gleicher monatlicher Rate und vergleichbarer Rendite oft das Doppelte dessen, was ein 45-jähriger Einsteiger noch erreichen kann – der Zinseszinseffekt braucht schlicht Zeit, um zu wirken. Wer also feststellt, dass die im Rechner oben ausgewiesene Sparrate hoch ausfällt, sollte das nicht als Grund zum Aufschieben werten, sondern als Argument, jetzt mit einem kleineren Betrag zu starten und ihn später zu erhöhen.

Ein Aspekt fehlt in den meisten Rentenlücken-Rechnungen komplett: das Risiko, den Sparplan gar nicht erst zu Ende führen zu können. Wer vor Rentenbeginn berufsunfähig wird, verliert nicht nur das Einkommen, sondern in aller Regel auch die Fähigkeit, weiter für die Rentenlücke zu sparen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sichert genau diesen Fall ab und gehört deshalb in jede Altersvorsorge-Planung, die über reines Sparen hinausdenkt.

Fazit

Die Rentenlücke ist kein Randthema für Geringverdiener, sondern betrifft praktisch jeden, der von der gesetzlichen Rente oder einem Versorgungswerk allein keinen vergleichbaren Lebensstandard erwarten kann. Der Rechner oben liefert dafür eine erste, belastbare Hausnummer – entscheidend ist, ihn mit realistischen Annahmen zu füttern und das Ergebnis nicht nur einmal, sondern regelmäßig zu überprüfen. Für eine Einordnung, die auch Steuerwirkung, Risikoabsicherung und die passende Produktauswahl berücksichtigt, lohnt sich ein Gespräch mit unabhängiger Beratung.

Was ist eine Rentenlücke einfach erklärt?

Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem monatlichen Einkommen, das Sie sich im Ruhestand wünschen, und dem Einkommen, das Sie tatsächlich aus gesetzlicher Rente, Versorgungswerk, bAV und privaten Verträgen zusammen netto erhalten würden.

Wie hoch ist die durchschnittliche Rentenlücke in Deutschland?

Das lässt sich nicht pauschal beziffern, da die Lücke stark vom individuellen Einkommen, der Beitragsdauer und der gewünschten Wunschrente abhängt. Als Orientierung gilt: Bei einem Rentenniveau von rund 48 % erhält ein Durchschnittsverdiener brutto weniger als die Hälfte seines letzten Gehalts – netto, nach Steuern und Sozialabgaben, liegt der Anteil meist noch niedriger.

Wie viel Prozent des Nettoeinkommens sollte man im Alter haben?

Häufig genannt werden 70–80 % des letzten Nettoeinkommens, da im Alter manche Ausgaben entfallen (Berufskleidung, Fahrtkosten, Altersvorsorgebeiträge), andere dafür steigen (Gesundheit, Pflege, Freizeit). Der tatsächliche Bedarf ist aber immer eine individuelle Rechnung – pauschale Prozentsätze sind nur ein erster Anhaltspunkt.

Muss ich meine gesetzliche Rente versteuern?

Ja. Seit der Rentenreform 2005 steigt der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente jährlich an. Wer 2026 erstmals Rente bezieht, versteuert 86 % davon, lebenslang. Ab 2040 gilt für neue Rentner die volle Steuerpflicht. Hinzu kommen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Wie kann ich meine Rentenlücke schließen?

Über eine Kombination aus betrieblicher Altersvorsorge, ETF-Sparplan und – für Selbstständige und Kammerberufler besonders relevant – einer Rürup-Rente. Genauso wichtig wie das Sparen selbst ist die Absicherung der Sparfähigkeit, etwa über eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Letztes Update:
Felix Czekalla
Autor: Felix CzekallaFinanzberater, Wirtschaftsjurist
Als Triathlet und Handballer erbringe ich regelmäßig Höchstleistungen. Für meine Kunden laufe ich ebenfalls zur Höchstform auf. Gemeinsam erarbeiten wir passende Vorsorgekonzepte zu Berufsunfähigkeit, privater Krankenversicherung, Altersvorsorge und Investment.

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