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Seit dem 1. Januar 2004 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen im Todesfall kein Sterbegeld mehr – die Leistung wurde mit dem GKV-Modernisierungsgesetz ersatzlos gestrichen. Seitdem tragen die Erben die Kosten einer Bestattung praktisch immer selbst.

Die Sterbegeldversicherung verspricht, genau diese Lücke einer Bestattung zu schließen. Ob sie das für Sie sinnvoll tut, ist allerdings keine Glaubensfrage, sondern eine Rechenfrage – und hängt vor allem von Ihrem Alter, Ihrer Gesundheit und Ihren Rücklagen ab.

Dieser Beitrag ordnet das Produkt ehrlich ein, inklusive der Kritik der Verbraucherschützer und der Alternativen, die in vielen Fällen die bessere Wahl sind.

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Sterbegeldversicherung ist im Kern eine kleine Kapital-Lebensversicherung. Sie zahlt im Todesfall eine feste Summe – meist zwischen 5.000 und 20.000 Euro – an Ihre Hinterbliebenen aus.

  • Tarife ohne Gesundheitsfragen sind an eine Karenzzeit gebunden, oft 24 bis 36 Monate. Wer die Gesundheitsfragen beantworten kann, erhält sofortigen Schutz – häufig zu niedrigeren Beiträgen.

  • Verbraucherschützer sind kritisch: Bei spätem Abschluss zahlen Versicherte über die Jahre oft mehr ein, als am Ende ausgezahlt wird.

  • Sinnvoll ist die Police vor allem bei Vorerkrankungen, für Alleinstehende und für alle, die ihre Angehörigen gezielt entlasten wollen – nicht als Geldanlage.

  • Wer gesund ist und diszipliniert sparen kann, fährt mit einem Tagesgeldkonto, einem Bestattungsvorsorgevertrag oder – zur Familienabsicherung – einer Risikolebensversicherung meist besser.

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Die Sterbegeldversicherung ist eine spezielle Form der Kapital-Lebensversicherung. Anders als bei einer klassischen Lebensversicherung sparen Sie damit nicht für den eigenen Lebensabend, sondern legen eine feste Versicherungssumme fest, die in Ihrem Todesfall für eine Bestattung ausgezahlt wird.

Die Auszahlung der Versicherungssumme soll die Bestattung und die Folgekosten decken – Sarg oder Urne, Trauerfeier, Grabstein, Grabpflege. Viele Menschen schätzen die Gewissheit, dass diese Kosten für ihre Hinterbliebenen bereits gesichert sind.

Der Vertrag läuft in der Regel lebenslang, also bis zum Todesfall der versicherten Person. Die Beitragszahlungsdauer lässt sich dagegen begrenzen, etwa auf die Zeit bis zum vollendeten 80. oder 85. Lebensjahr. Manche Versicherer stellen die Beiträge danach ohnehin frei, der Versicherungsschutz bleibt aber bestehen – eine Berücksichtigung im Vertrag ist dabei standardmäßig vorgesehen.

Typische Versicherungssummen liegen zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Die Höhe der Auszahlung lässt sich bei Vertragsabschluss frei wählen – ein Betrag, der bewusst überschaubar gehalten ist, denn es geht nicht um Vermögensaufbau, sondern um einen eng umrissenen Zweck.

Im Kern funktioniert die Sterbeversicherung wie ein Sparvertrag mit Todesfallschutz: Die eingezahlten Beiträge werden angespart, im Todesfall der versicherten Person erhalten die bezugsberechtigten Angehörigen die vereinbarte Versicherungssumme. Die Höhe der Auszahlung steht von Anfang an fest – unabhängig davon, wie viele Beiträge bis zum Tod eingezahlt wurden. Stirbt die versicherte Person, bevor sie die volle Versicherungssumme angespart hat, gleicht der Versicherer die Differenz aus – das ist das eigentliche Versicherungselement.

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Warum Sie überhaupt vorsorgen sollten – die Lücke seit 2004

Bis Ende 2003 zahlten die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland im Todesfall ein pauschales Sterbegeld als Zuschuss zu den Bestattungskosten, zuletzt rund 525 Euro für Mitglieder und 262,50 Euro für die familienversicherten Angehörigen/ Erben der Verstorbenen.

Zum 1. Januar 2004 wurde diese Leistung ersatzlos gestrichen. Seither gilt: Wer eine Bestattung bezahlen muss, bekommt dafür in aller Regel keinen Cent vom Staat. Erben und Angehörige sind nach § 1968 BGB verpflichtet, die Bestattungskosten zu tragen.

Und die Kosten sind alles andere als klein: Je nach Bestattungsart und Region reichen sie laut dem Verbraucherportal Aeternitas von rund 4.100 bis über 40.000 Euro (Stand 03/2025).

Wer noch Anspruch auf Sterbegeld hat

Ein paar Ausnahmen für Anspruch gibt es – für die meisten Menschen greifen sie jedoch nicht:

Für den klassischen Angestellten, Selbstständigen oder Rentner ohne Beamtenstatus bleibt damit nur die private Vorsorge. Auch die Rente der Verstorbenen wird nach dem Tod eingestellt.

Einen staatlichen Zuschuss zu den Beerdigungskosten gibt es in Deutschland seit 2004 nicht mehr. Ein Konto, das eigens für die Bestattungsvorsorge geführt wird, oder eine private Versicherung müssen die Lücke schließen. Wie hoch der Bedarf ist, zeigt ein Blick auf die tatsächlichen Kosten.

Was eine Bestattung heute kostet

Eine pauschale Zahl wäre unseriös, denn die Spannweite ist enorm. Eine anonyme Urnenbeisetzung in einer einfachen Grabstätte ist je nach Quelle schon ab etwa 1.000 bis 2.000 Euro zu haben; die Urne selbst kostet dabei oft weniger als 200 Euro. Eine aufwendige Erdbestattung mit Wahlgrab und Grabmal kann 15.000 Euro und mehr kosten.

Die Verbraucherzentrale veranschlagt selbst für eine einfache Beerdigung schnell 3.000 bis 5.000 Euro – je nach Ort und Region. Wenn alle Rechnungen beglichen sind – vom Bestatter über den Friedhof bis zur Trauerfeier – sollten Sie für eine durchschnittliche Beisetzung realistisch mit einem mittleren fünfstelligen Bereich rechnen. Die Beerdigungskosten setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

KostenpositionTypischer Rahmen
Bestatterleistungen (Überführung, Versorgung, Sarg/Urne)ca. 2.000 – 6.000 €
Friedhofs- und Grabgebührenca. 1.000 – 4.000 €
Grabstein und Grabgestaltungca. 1.000 – 5.000 €
Trauerfeier, Blumen, Drucksachenca. 500 – 3.000 €
Grabpflege (über die Jahre)laufend, oft mehrere Tausend €
Anhaltswerte; die tatsächlichen Kosten hängen stark von Region und Bestattungsart ab.

Wie hoch ist das Sterbegeld der Versicherung?

Die Versicherungssumme einer Sterbegeldversicherung liegt typischerweise zwischen 5.000 und 20.000 Euro. Dieser Betrag soll die unmittelbaren Bestattungskosten für die Angehörigen abdecken – nicht mehr und nicht weniger. Bei der Wahl der Höhe des Sterbegeldes sollten Sie Ihren Wohnort berücksichtigen: Die Kosten einer Bestattung variieren je nach Ort erheblich. Orientieren Sie sich an den realistisch zu erwartenden Kosten in Ihrer Region – nur so lässt sich die richtige Auszahlung festlegen.

Mit oder ohne Gesundheitsprüfung – der entscheidende Unterschied der Sterbegeldversicherung

Dieser Punkt entscheidet über Preis und Schutz der Versicherung. Im Markt finden Sie zwei Grundvarianten, und sie schließen sich gegenseitig aus: Tarife mit oder ohne Gesundheitsfragen.

Die Wahl zwischen beiden Varianten hängt von Ihrer gesundheitlichen Situation ab. Wer in der Vergangenheit ernsthaft erkrankt ist, sollte Tarife ohne Gesundheitsfragen genau vergleichen – nicht nur den Preis, sondern auch die Leistungen während der Karenzzeit und die genauen Ausschlussbedingungen. In jedem Fall sollten Sie den Leistungskatalog des jeweiligen Tarifs sorgfältig prüfen, bevor Sie unterschreiben.

Tarife mit Gesundheitsangaben verlangen Auskunft zu Ihrem Gesundheitszustand – manchmal nur wenige Fragen, manchmal einen ausführlichen Bogen. Dafür greift der vollständige Versicherungsschutz sofort ab Vertragsbeginn, und die Beiträge fallen meist niedriger aus, was ein großer Vorteil ist. Der Haken: Bei Vorerkrankungen kann der Versicherer den Antrag ablehnen oder Zuschläge verlangen. Welche Fragen auf Sie zukommen und wie Sie damit umgehen, erklären wir Ihnen als Hilfe auf unserer Seite zu den Gesundheitsfragen bei Versicherungen.

Tarife ohne Gesundheitsfragen nehmen praktisch jeden – dafür gilt eine Karenzzeit von meist 24 bis 36 Monaten. Verstirbt die versicherte Person innerhalb dieser Frist, zahlt der Versicherer nicht die volle Summe, sondern erstattet meist nur die eingezahlten Beiträge oder leistet gestaffelt einen Teilbetrag. Der Versicherungsschutz ist in dieser Phase also eingeschränkt. Hinterbliebene der Verstorbenen erhalten bei einem Unfalltod dagegen in der Regel von Beginn an die volle Auszahlungssumme.

Was kostet eine Sterbegeldversicherung?

Der Beitrag einer Sterbegeldversicherung – manchmal auch Sterbeversicherung genannt – richtet sich vor allem nach Eintrittsalter, Versicherungssumme, Beitragszahlungsdauer und der gewählten Zahldauer. Die Höhe des monatlichen Beitrags steigt mit dem Alter: Je älter Sie beim Abschluss sind, desto höher das Sterblichkeitsrisiko – und desto teurer wird die Versicherung. Genau hier liegt das wirtschaftliche Problem.

Ein Rechenbeispiel macht das deutlich (illustrativ, keine Tarifzusage): Wer mit 60 Jahren eine Versicherung mit einer Auszahlung von 10.000 Euro abschließt und rund 35 Euro im Monat zahlt, hat nach zwanzig Jahren – also mit 80 – bereits etwa 8.400 Euro eingezahlt. Die Höhe der monatlichen Beiträge hängt von der Beitragszahlungsdauer und dem Eintrittsalter beim Tod der versicherten Person ab.

Erreicht die Person ein durchschnittliches Lebensalter, übersteigt die Gesamtsumme der Beiträge die Versicherungssumme – die Höhe der Auszahlung ist dann niedriger als die Summe der eingezahlten Beiträge. Die Hinterbliebenen der Verstorbenen bekommen dann weniger heraus, als eingezahlt wurde. Stirbt die versicherte Person dagegen früh – also kurz nach dem Tod der versicherten Person –, ist die Police ein gutes Geschäft. Aber darauf zu setzen, ist eine Wette, keine Vorsorgestrategie.

Als Faustregel gilt: Eine Police, deren Gesamtbeiträge die Versicherungssumme innerhalb der statistischen Lebenserwartung übersteigen, bietet wirtschaftlich keinen echten Versicherungsschutz mehr. Einer der Vorteile einer früh abgeschlossenen Versicherung ist, dass die Höhe der Auszahlung die Summe der Beiträge deutlich übersteigen kann. Vergleichen Sie daher immer die voraussichtliche Gesamteinzahlung mit der Auszahlungssumme – dieser einfache Vergleich zeigt, ob sich die Police für Sie rechnet.

Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung? Die ehrliche Einordnung

Verbraucherschützer halten sich mit ihrem Urteil nicht zurück. Die Verbraucherzentrale fasst es mit dem Satz „zum Sterben zu wenig“ zusammen und rät, für die eigene Beerdigung gerade nicht auf eine Versicherung zu setzen. Stiftung Warentest kritisierte schon 2020 das Preis-Leistungs-Verhältnis bei spätem Abschluss, und auch Finanztip ordnet die Police als geldzehrende Kleinst-Kapitallebensversicherung ein. Die verbreiteten Annahmen, dass eine Sterbegeldversicherung immer günstiger sei als Sparen, lassen sich anhand der Zahlen nicht bestätigen – insbesondere beim späten Abschluss.

Es ist verständlich, dass man im Moment des Verlusts und des Abschieds keine finanziellen Sorgen haben möchte – aber ob eine Sterbegeldversicherung der richtige Weg ist, hängt von den Zahlen ab, nicht vom Gefühl der Trauer. Diese Kritik ist berechtigt – aber sie ist nicht das ganze Bild.

Die berechtigten Kritikpunkte

Wann eine Sterbegeldversicherung trotzdem sinnvoll ist

Unsere Einordnung: Die Sterbegeldversicherung ist kein Renditeprodukt und sollte auch nie als solches verkauft werden. Als Versicherung bietet sie Sicherheit – nicht Rendite. Sie ist ein Bequemlichkeits- und Sicherheitsprodukt für eine konkrete Lebenssituation.

Besonders für Allein­lebende ohne Ehepartner oder Lebenspartner, die ihre Kinder und Familien nicht belasten möchten, kann sie eine sinnvolle Absicherung sein. Wer gesund ist, jung genug und diszipliniert sparen kann, fährt mit den unten genannten Alternativen fast immer günstiger. Wer das nicht kann oder will, für den kann die Police die richtige Lösung sein – vorausgesetzt, der Tarif passt.

Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird: Die Sterbegeldversicherung ist nicht rückwirkend übertragbar. Wer seinen Lebens- oder Ehepartner absichern möchte, muss für beide jeweils eine separate Police abschließen. Familien sollten daher den Gesamtbetrag aller Beiträge im Blick behalten.

Alternativen zur Sterbegeldversicherung

Sind Sie noch keine 40 und steht die Familie noch am Anfang, gehört die finanzielle Absicherung des laufenden Einkommens an die erste Stelle – also die Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine Sterbegeldversicherung in jungen Jahren wäre an dieser Stelle die falsche Priorität.

Wer dagegen bereits im Rentenalter ist und kein Vermögen angespart hat, steht vor einer echten Abwägung: Ein Tagesgeldkonto lässt sich kurzfristig aufbauen, bietet aber keinen sofortigen Versicherungsschutz. Die Sterbeversicherung bietet diesen Schutz – allerdings zu einem Preis, der mit zunehmendem Alter deutlich steigt.

Für wen ist die Sterbegeldversicherung geeignet?

Das sinnvolle Eintrittsalter liegt erfahrungsgemäß zwischen etwa 45 und 60 Jahren – früh genug, dass die Beiträge bezahlbar bleiben, und in einer Lebensphase, in der das Thema realistisch wird. Im Fall des Todes sind es die Hinterbliebenen, die Unterstützung brauchen – je früher Sie vorsorgen, desto größer ist der Versicherungsschutz zum günstigsten Beitrag. Unter 40 sollten Berufsunfähigkeit und gegebenenfalls die Familienabsicherung Vorrang haben.

Wer dagegen bereits im Rentenalter ist und neu abschließen möchte, läuft Gefahr, deutlich draufzuzahlen – hier prüfen Verbraucherschützer und auch wir besonders kritisch, ob die Police überhaupt noch das richtige Mittel ist. Wichtig: Wer Sozialhilfe bezieht oder Leistungen beim Arbeitgeber hat, sollte zunächst prüfen, ob eine Sterbebeihilfe über die Krankenversicherung oder den Arbeitgeber infrage kommt, bevor er eine private Police abschließt.

Am klarsten ist der Fall für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen anderen Schutz mehr bekommen, sowie für Alleinstehende ohne Ehepartner oder Lebenspartner, bei denen niemand automatisch für die Beerdigungskosten aufkommt. Gibt es jemand in der Familie, der im Ernstfall finanziell einspringen kann, ist ein staatlicher Zuschuss zu den Beerdigungskosten oft nicht zu erwarten – umso wichtiger ist private Vorsorge. Für alle anderen lohnt sich der ehrliche Vergleich mit den Alternativen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird.

Grundsätzlich gilt: Je früher Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen, desto mehr Optionen stehen Ihnen offen. Wer bereits mit 50 eine Versicherung abschließt, zahlt deutlich weniger als jemand, der erst mit 70 einen Vertrag abschließt – die Höhe des monatlichen Beitrags macht im Tod des Versicherten den entscheidenden Unterschied. Die Trauer und der Verlust, die Hinterbliebene ohnehin bewältigen müssen, sollten nicht durch finanzielle Belastungen verstärkt werden.

Fazit

Die Sterbegeldversicherung schließt eine reale Lücke, die seit der Abschaffung des gesetzlichen Sterbegelds 2004 besteht – aber sie ist nicht für jeden die beste Antwort darauf.

Für Gesunde mit etwas Spardisziplin sind Tagesgeld, ein Bestattungsvorsorgevertrag oder eine Risikolebensversicherung meist die wirtschaftlichere Wahl. Ihren festen Platz hat die Police bei Vorerkrankungen, für Alleinstehende und für alle, die ihren Angehörigen die Organisation und Finanzierung der Beerdigung sicher abnehmen wollen.

Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung

Zahlt die Krankenkasse noch ein Sterbegeld?

Nein. Das gesetzliche Sterbegeld der Krankenkassen wurde zum 1. Januar 2004 ersatzlos gestrichen. Anspruch besteht nur noch in Sonderfällen, etwa für Hinterbliebene von Beamten, im öffentlichen Dienst oder über die gesetzliche Unfallversicherung bei einem Arbeitsunfall.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme einer Sterbegeldversicherung sein?

Orientieren Sie sich an den realistisch zu erwartenden Beerdigungskosten. Für eine einfache Beisetzung reichen oft 5.000 Euro, für eine durchschnittliche Beisetzung mit Trauerfeier und Grabmal sollten Sie eher 8.000 bis 12.000 Euro ansetzen. Eine zu hohe Summe treibt nur den Beitrag.

Gibt es eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung?

Ja, viele Anbieter verzichten auf Gesundheitsfragen. Statt der Prüfung gilt dann eine Karenzzeit von meist 24 bis 36 Monaten, in der nur eingeschränkt geleistet wird. Wer gesund ist, sollte einen Tarif mit Gesundheitsfragen und ohne Wartezeit bevorzugen – er ist in der Regel günstiger und sofort voll wirksam.

Was passiert, wenn ich während der Wartezeit sterbe?

Bei Tod durch Krankheit innerhalb der Wartezeit zahlt der Versicherer meist nicht die volle Summe, sondern erstattet die eingezahlten Beiträge oder leistet einen gestaffelten Teilbetrag. Ein Unfalltod ist dagegen in der Regel von Beginn an voll versichert. Die genauen Regelungen stehen in den Bedingungen des jeweiligen Tarifs.

Ist die Auszahlung einer Sterbegeldversicherung zweckgebunden für die Bestattung?

Nicht automatisch. Die Versicherungssumme geht an die bezugsberechtigte Person und kann grundsätzlich frei verwendet werden. Möchten Sie die Zweckbindung sicherstellen, können Sie ein Bestatter als Bezugsberechtigten einsetzen oder die Police mit einem Bestattungsvorsorgevertrag kombinieren.

Bis zu welchem Alter kann ich eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Viele Tarife nehmen Neukunden bis 80, einzelne sogar bis 85 Jahre an. Wirtschaftlich sinnvoll ist ein Abschluss aber deutlich früher: Je höher das Eintrittsalter, desto teurer der Beitrag und desto wahrscheinlicher, dass Sie über die Laufzeit mehr einzahlen, als ausgezahlt wird.

Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung – was ist besser?

Das hängt vom Ziel ab. Geht es nur um die Bestattungskosten, reicht die kleine Summe der Sterbegeldversicherung. Sollen Partner oder Kinder finanziell abgesichert werden, ist die Risikolebensversicherung die richtige Wahl – sie bietet sechs- bis siebenstellige Summen zu vergleichsweise niedrigem Beitrag, läuft aber nur bis zu einem festen Endalter.

Kann ich eine bestehende Sterbegeldversicherung kündigen?

Grundsätzlich ja, ein Rückkaufswert wird aber gerade in den ersten Jahren oft deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegen. Bevor Sie kündigen, prüfen Sie eine Beitragsfreistellung als Alternative. Worauf es bei der Kündigung ankommt, lesen Sie auf unserer Seite zur Kündigung von Versicherungen.

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