

Renditecheck Versorgungswerk – wie hoch sind Rendite und Kapitalverzinsung im Vergleich bei Ärzteversorgung und anderen Versorgungswerken für Rechtsanwälte, Architekten, Apotheker und Steuerberater. Einen umfassenderen Überblick zu Vorteilen und Nachteilen der Altersrente vom Versorgungswerk und spezifischen Fragen zur Berufsunfähigkeitsrente vom Versorgungswerk, Kindererziehungszeiten und Riester für Mitglieder von Versorgungswerken siehe unsere Seite Versorgungswerk.
Als Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker, Architekt, Rechtsanwalt, Patentanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Ingenieur ist die Rente vom Versorgungswerk ein wichtiger Baustein der Ruhestandsplanung. Die zu erwartende Altersrente wird jährlich mitgeteilt. Dies ist jedoch nur eine Prognose mit Annahme einer festen Verzinsung von häufig 4% („Rechnungszins„).
Erwirtschaften die Geldanlagen der Versorgungswerke weniger Rendite, dann kann die gezahlte Rente deutlich niedriger ausfallen. Abhängig von der Laufzeit kann ein Prozent weniger Rendite bedeuten, dass Sie mit rund 2.500 EUR Monatsrente auskommen müssen, statt mit den angenommenen 3.300 EUR pro Monat, also fast 25% weniger Rente! Über eine Rentenbezugsdauer von 20 Jahren summiert sich die Rentenminderung von monatlich 800 EUR auf einen Verlust von über 190.000 EUR!
Die bayerische Versorgungskammer, die 12 Versorgungswerke verwaltet, hat diesen Rechnungszins seit dem 1.1.2009 bereits deutlich auf 3,5% (für Neumitglieder 2,5%) reduziert. Das Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer geht von einem Rechnungszins von 2,75% aus.
Deshalb sollten Sie sich möglichst früh informieren, bei welcher Art der Altersvorsorge aktuell welche Rendite bzw. Rente zu erwarten ist, um noch rechtzeitig vor Rentenbeginn reagieren und Lücken schließen zu können!
Zu den Problemen der Altersrente vom Versorgungswerk siehe auch unsere Seite Versorgungswerk.
Unsere Kunden empfehlen unsere Beratung in über 3.100 Bewertungen. Machen Sie sich den Weg zur Lösung Ihres Anliegens nicht unnötig schwer.
Jetzt kostenlosen Online-Beratungstermin buchenHier der Versorgungswerke Renditecheck für einige der großen Versorgungswerke. Die „Nettorendite“ ist dabei definiert als Rendite auf Kapitaleinlagen (= Erträge abzüglich Aufwendungen aus Kapitalanlage in Prozent des Mittelwertes der Kapitalanlagen; Quelle: Wirtschaftswoche Online vom 16.10.2012 plus Geschäftsberichte der Versorgungswerke und eigene Recherchen).
Zahlende Mitglieder (Stand 17.11.2022): 100.070, Rentner: 40.748, Kapitalanlagen: 27,2 Mrd. EUR, Nettorendite: 2021: 3,71%
Zahlende Mitglieder: 53565, Rentner: 17658, Kapitalanlagen: 10148 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 10,1%, 2010: 6,7%, 2011: 2,4%
Der (prognostizierte) Rechnungszins betrug in den Jahren 2012: 4,1% und 2013: 4,03%
Zahlende Mitglieder: 38.805, Rentner: 13.079, Kapitalanlagen: 9.297,9 Millionen Euro
Nettorendite: keine Angaben
Zahlende Mitglieder: 60.133, Rentner: 16.159, Kapitalanlagen: 14.834 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 3,5%, 2010: 4,1%, 2011: 3,54%, 2012: 4,11%, 2013: 2,6%
(siehe Geschäftsbericht 2021)
Zahlende Mitglieder: 43.532, Rentner: 14.184, Kapitalanlagen: 1,23 Mrd. Euro
Nettorendite: 2009: 4,2%, 2010: 4,4%, 2011: 4,1%, 2020: 3,8%, 2021: 3,8%
Zahlende Mitglieder: 34400, Rentner: 2829, Kapitalanlagen: 4589 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 4,4%, 2010: 4,3%, 2011: 3,2%
Update: Zum Versorgungswerk der Rechtsanwälte im Lande Nordrhein-Westfalen finden Sie ausführlichere und aktuellere Informationen auf der Seite Versorgungswerk der Rechtsanwälte NRW: aktuelle Rendite.
Zahlende Mitglieder: 33278, Rentner: 12982, Kapitalanlagen: 8745 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 4,2%, 2010: 4,4%, 2011: 3,6%
Der (prognostizierte) Rechnungszins betrug in den Jahren 2012: 5,1% und 2013: 3,6%
Zahlende Mitglieder: 35500, Rentner: 2000, Kapitalanlagen: 4000 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 4,1%, 2010: 4,5%, 2011: 4,2%
Der erwartete sog. „Rechnungszins“ liegt seit 2010 nur noch bei 2,5%.
Zahlende Mitglieder: 33200, Rentner: 6400, Kapitalanlagen: 4650 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 4,3%, 2010: 4,8%, 2011: 3,2%
Der erwartete sog. „Rechnungszins“ liegt seit 2010 nur noch bei 2,5%.
Zahlende Mitglieder: 29481, Rentner: 9880, Kapitalanlagen: 6647 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: k.A., 2010: k.A., 2011: k.A.
Zahlende Mitglieder: 27300, Rentner: 9600, Kapitalanlagen: 6760 Millionen Euro
Nettorendite: 2009: 4,6%, 2010: 4,8%, 2011: 4,3%
Der erwartete sog. „Rechnungszins“ liegt bei 3,25%.
Eine private Altersvorsorge ist eine sinnvolle Ergänzung zum Versorgungswerk, da deutlich flexibler (frei vererbbar, steuerbegünstigte Kapitalauszahlung möglich etc.) und nur zu einem kleinen Teil zu versteuern. Dadurch können die Nachteile der Altersvorsorge im Versorgungswerk gut ausbalanciert werden.
Hier die Daten an einem Beispiel zum Vergleich:
Anzahl Verträge: 277.167.280.000, Kapitalanlagen: 138.935,5 Millionen Euro
Nettoverzinsung: 2010: 4,28% (Quelle Geschäftsbericht 2010)
Wertentwicklung 2012: 4,76% bei aktuellen Überschüssen abzüglich Gesamtkostenquote 0,63% = 4,13% (Quelle: Allianz Angebotsprogramm, Stand 10/2012)
Die Zahlung der satzungsgemäßen Beiträge (z.B. Ärzteversorgung Nordrhein) ist für die Mitglieder der rund 90 Versorgungswerke in Deutschland verpflichtend – es besteht keine Wahlmöglichkeit. Ein Freiberufler ist dort m.E. immer noch deutlich besser aufgehoben als bei der gesetzlichen Rente, also kein Anlass zur Panik.
Oft regen Versorgungswerke jedoch an, über diese Pflichtbeiträge hinaus freiwillige Einzahlungen zu leisten, um sich so höhere Rentenansprüche zu sichern.
Aufgrund der in meinem Artikel „Versorgungswerk-Renten in Gefahr – was tun?“ beschriebenen Unsicherheiten würde ich von dieser Möglichkeit eher nicht Gebrauch machen, sondern zusätzlich privat vorsorgen.
Die Renditeunterschiede zwischen Versorgungswerk und privater Altersvorsorge sind wie oben dargelegt minimal. Die Versorgungswerk-Rente ist wie unter Altersvorsorge beschrieben zu versteuern und unflexibel (nicht frei vererbbar, keine Kapitalauszahlung möglich etc.). Diese Nachteile können durch zusätzliche eigene private Altersvorsorge gut ausbalanciert werden.
Suchen Sie für Ihren individuellen Versorgungswerk Renditecheck am besten Rat bei einem unabhängigen Finanzberater, der aufgrund eigener Mitgliedschaft in einem berufsständischen Versorgungswerk und durch Betreuung vieler freiberuflich tätiger Mandaten (einschließlich der eigenen Ehefrau als Ärztin) auf dem Gebiet Freiberufler / Versorgungswerk bestens bewandert ist.
Ja genau – Sie dürfen sich gerne an uns wenden 🙂
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