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Neue Beitragsbemessungsgrenze 2027 und Sozialversicherungswerte: Nach der vom Bundeskabinett am 7.10.2026 beschlossenen Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung auf 76.500 EUR, die Versicherungspflichtgrenze (JAEG) sogar auf 84.150 EUR. Kinderlose zahlen 2027 rechnerisch einen Höchstbeitrag von 1.383,38 EUR – ein Plus von 9,68% gegenüber 2026. Wichtiger Hinweis: Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus, siehe „Aktueller Stand“ unten.

Aktueller Stand Jahr 2027 (Kabinettsbeschluss, Zustimmung Bundesrat ausstehend)

  • Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 21.9.2026 den Referentenentwurf der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 vorgelegt; das Bundeskabinett hat die Verordnung am 7.10.2026 mit unveränderten Werten beschlossen. Die erforderliche Zustimmung des Bundesrats ist für den 20.11.2026 vorgesehen (Stand 1.11.2026) – wie in den Vorjahren ist mit dem Inkrafttreten zum 01.01.2027 ohne inhaltliche Änderungen zu rechnen, eine Gewähr dafür gibt es aber nicht.

  • Zusatzbeitrag GKV: Der GKV-Schätzerkreis hat am 14.10.2026 für 2027 einen rechnerischen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von unverändert 2,9% ermittelt; das Bundesgesundheitsministerium hat diesen Wert am 30.10.2026 offiziell festgelegt. Ohne das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hätte laut Bundesgesundheitsministerium ein Wert von rund 3,8% gedroht. Die Krankenkassen legen ihren Zusatzbeitrag selbst fest – der tatsächlich erhobene Durchschnitt lag im Frühjahr 2026 bereits bei ca. 3,13%.

  • Pflegepflichtversicherung: Die Beitragssätze bleiben nach geltendem Recht unverändert bei 4,2% (kinderlos) bzw. 3,6% (1 Kind). Der am 30.9.2026 vom Bundeskabinett beschlossene Regierungsentwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) sieht eine Anhebung des Kinderlosenzuschlags von 0,6 auf 0,9 Prozentpunkte (gesamt 4,5%) zum 1.1.2027 vor. Bundestag (erste Lesung am 5.11.2026) und Bundesrat müssen noch zustimmen, daher ist die Anhebung hier noch nicht berücksichtigt. Kommt sie, steigt der Höchstbeitrag für kinderlose Arbeitnehmer um weitere rund 19 EUR auf rund 1.402,50 EUR.

PKV-Wechsel: Kündigungsfrist 30.9.2026 abgelaufen – was jetzt gilt

  • Die Frist für einen GKV-Austritt noch im Jahr 2026 ist abgelaufen: Freiwillig gesetzlich Versicherte konnten mit einer Kündigung bis zum 30.9.2026 (Kündigungsfrist: zwei Monate zum Monatsende) zum 1.12.2026 in die PKV wechseln.

  • Ab 1.1.2027 gilt für einen Neuwechsel die allgemeine JAEG von 84.150 EUR. Für Angestellte, die am 31.12.2026 wegen Überschreitens der JAEG versicherungsfrei und privat krankenvollversichert sind, gilt ab 2027 die niedrigere besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze von 80.550 EUR (§ 6 Abs. 8 SGB V) – 3.600 EUR weniger als die allgemeine JAEG.

  • Hinweis: Ein PKV-Wechsel setzt eine Gesundheitsprüfung voraus, die Vorlauf braucht. Lassen Sie sich unbedingt vorher individuell beraten, ob und wann ein Wechsel für Sie möglich und sinnvoll ist.

Hier verlinkt als Grundlage die bisherigen Sozialversicherungswerte 2026.

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Überblick Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2027 und Sozialversicherungswerte

Die bundesweit einheitliche Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze) steigt laut Kabinettsbeschluss auf 84.150 Euro pro Jahr bzw. 7.012,50 Euro pro Monat (Grenze 2026: 77.400 Euro) – ein außerordentlicher Sprung um 8,7%, da Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zusätzlich um monatlich 300 Euro angehoben werden.

Die Werte der ebenfalls bundesweit einheitlichen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) für das Jahr 2027 in der gesetzlichen Krankenversicherung steigen auf ein Einkommen von 76.500 Euro jährlich (Grenzwert 2026: 69.750 Euro) bzw. 6.375 Euro monatlich.

Sozialversicherungswerte 2027 Rentenversicherung: Die BBG in der allgemeinen Rentenversicherung steigt auf 8.850 Euro/Monat (2026: 8.450 Euro/Monat). West und Ost werden weiterhin einheitlich behandelt. Die BBG der GRV gilt auch für die Arbeitslosenversicherung.

Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze 2027 und Sozialversicherung: Tabelle

Hier sehen Sie eine Übersicht der Auswirkungen der Werte für Angestellte mit / ohne Kinder sowie für Selbstständige in tabellarischer Form (Download als PDF). In den folgenden Abschnitten gehen wir Schritt für Schritt auf einzelne Aspekte ein.

Sozialversicherungswerte 2027: Kranken- und Pflegeversicherung

Die Sozialversicherungswerte 2027 für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die Pflegepflichtversicherung (PPV) spielen bei der Beratung zum Thema Krankenversicherung eine wichtige Rolle.

Jahresarbeitsentgeltgrenze 2027 steigt auf 84.150 Euro

Wer als Angestellter mehr verdient als die neue Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von 84.150 Euro bzw. 7.012,50 Euro pro Monat, darf von der gesetzlichen Krankenkasse in die PKV wechseln.

GKV Beitrag bis Beitragsbemessungsgrenze 2027 von 76.500 Euro

Der GKV Beitrag wird 2027 nur bis zur neuen Beitragsbemessungsgrenze von 76.500 EUR bzw. 6.375 Euro monatlich erhoben. Beide Beitragsgrenzen gelten bundeseinheitlich.

Beitragsgrenzen2027Einheit2026Erklärung
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG)84.150 €pro Jahr77.400 €Wer angestellt mehr verdient, darf in die PKV wechseln.
7.012,50 €pro Monat6.450,00 €
Beitragsbemessungsgrenze (BBG)76.500 €pro Jahr69.750 €Bis zu diesem Jahresbrutto fällt der prozentuale GKV-Beitrag an.
6.375,00 €pro Monat5.812,50 €

Beitragssätze Kranken- und Pflegeversicherung Jahr 2027

Die Beitragssätze bleiben 2027 nach geltendem Recht unverändert; der durchschnittliche Zusatzbeitrag bleibt laut Festlegung des Bundesgesundheitsministeriums bei 2,9% (siehe Hinweis oben):

Beitragssätze20272026Erklärung
Beitragssatz GKV14,60%14,60%
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag2,90%2,90%vom BMG am 30.10.2026 festgelegt
Beitragssatz PPV kinderlos4,20%4,20%nach geltendem Recht; Erhöhung auf 4,5% geplant (PNOG), noch nicht Gesetz
Beitragssatz PPV mit 1 Kind3,60%3,60%
Gesamtbeitrag GKV in Prozent kinderlos21,70%21,70%
Max. Krankengeld (pro Tag)148,75 €135,63 €

Zusatzbeitrag 2027: BMG legt 2,9% fest

  • Hinweis: Der GKV-Schätzerkreis hat am 14.10.2026 einen rechnerischen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von unverändert 2,9% für 2027 ermittelt; das Bundesgesundheitsministerium hat diesen Wert am 30.10.2026 festgelegt. Das ist allerdings nur ein Richtwert: Jede Krankenkasse legt ihren Zusatzbeitrag selbst fest, und der tatsächlich erhobene Durchschnitt lag im Frühjahr 2026 bereits bei ca. 3,13%. Viele Versicherte werden 2027 daher mehr zahlen als in unseren Tabellen angesetzt.

Höchstbeiträge GKV und Pflegepflichtversicherung 2027

Als Ergebnis steigen die Höchstbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur Pflegepflichtversicherung 2027 weiter. Kinderlose zahlen 2027 mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9% einen Höchstbeitrag von 1.383,38 EUR – ein Plus von 9,68% gegenüber 2026!

Höchstbeiträge GKV + PPV20272026Erklärung
Höchstbeitrag GKV Arbeitnehmer (AN)1.115,63 €1.017,19 €Mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag gerechnet.
Höchstbeitrag GKV Selbstständig ohne KTG1.077,38 €982,31 €Ø Zusatzbeitrag, 0,6% Abschlag wenn kein KTG versichert.
Höchstbeitrag PPV kinderlos267,75 €244,13 €
Höchstbeitrag PPV mit Kind229,50 €209,25 €
Höchstbeitrag AN kinderlos (Summe)1.383,38 €1.261,31 €
= Steigerung zu Vorjahr9,68%7,42%Ø Steigerung GKV-Beitrag 01/1970 bis 12/2027 = 5,88% p.a.
Höchstbeitrag AN mit Kind1.345,13 €1.226,44 €Kinder reduzieren den Beitrag zur PPV.
Höchstbeitrag Selbstständig kinderlos1.345,13 €1.226,44 €0,6% weniger wenn kein KTG versichert.

Anteile Arbeitgeber und Arbeitnehmer an GKV und Pflegeversicherung 2027

Der Arbeitgeberzuschuss für gesetzlich krankenversicherte kinderlose Arbeitnehmer beträgt ab 2027 maximal 672,56 EUR, aufgeteilt auf 557,81 EUR für die Krankenversicherung und 114,75 EUR für die Pflegepflichtversicherung.

Bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber ebenfalls 50% des Beitrags, höchstens jedoch den maximalen Arbeitgeberzuschuss, aufgeteilt auf GKV und Pflegepflichtversicherung. Eigenanteil und Effektivbeitrag hängen vom gewählten PKV-Tarif ab, liegen jedoch auch im Rahmen der neuen Sozialversicherungswerte 2027 häufig deutlich unter den Kosten einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Anteile AG / AN20272026Erklärung
Max. AG Anteil GKV557,81 €508,59 €
Max. AG Anteil PPV114,75 €104,63 €
Max. AG Anteil gesamt672,56 €613,22 €= max. Arbeitgeberzuschuss für Privatversicherte
Max. AN Anteil GKV + PPV kinderlos710,81 €648,09 €
Max. AN Anteil GKV + PPV mit Kind672,56 €613,22 €

Effektivkosten gesetzliche Krankenversicherung 2027

Zusätzlich: Leistungskürzungen in der GKV ab Jahr 2027

  • Neben höheren Beiträgen bringt das seit 30.7.2026 geltende GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab 1.1.2027 auch spürbare Leistungskürzungen: Zuzahlungen bei Arzneimitteln, Heilmitteln (z.B. Physiotherapie), Hilfsmitteln, häuslicher Krankenpflege, Fahrkosten sowie Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten steigen um 50% (z.B. von 5–10 EUR auf 7,50–15 EUR je Verordnung bzw. Tag). Die bekannten Belastungsgrenzen (1% bzw. 2% des Bruttoeinkommens) bleiben zwar bestehen, greifen aber erst bei entsprechend höheren Zuzahlungen.

  • Der Festzuschuss beim Zahnersatz sinkt für die Regelversorgung von 60% auf 50% (mit lückenlosem Bonusheft 60% bzw. 65% nach 5/10 Jahren statt bisher 70% bzw. 75%). Homöopathische und anthroposophische Behandlungen werden ab 1.1.2027 gar nicht mehr erstattet.

  • Ab 2028 ist zudem ein Beitragszuschlag von 2,5% für bislang beitragsfrei mitversicherte Ehe-/Lebenspartner ohne eigenes Einkommen geplant (mit Ausnahmen u.a. für Eltern mit Kindern unter 12 Jahren, pflegende Angehörige, Partner ab Erreichen der Regelaltersgrenze und Partner mit voller Erwerbsminderung). Diese Leistungskürzungen und Mehrbelastungen sind in den nachfolgenden Effektivbeitrags-Berechnungen noch nicht enthalten und verschärfen den Kostenvorteil einer im Detail passenden PKV tendenziell weiter.

Zugunsten der GKV setzen wir zur Berechnung des GKV-Effektivbeitrags Zuzahlungen, die Versicherte im Krankheitsfall selbst tragen müssen, nur mit 50 EUR im Monat an. Mit Zusatzversicherungen, die einen Teil dieser Kosten übernehmen, kalkulieren wir nur noch mit ca. 20 EUR pro Monat.

Für einen Vergleich mit der deutlich leistungsstärkeren PKV sind auf Seiten der GKV zusätzlich die Kosten für Krankenzusatzversicherungen für die Bereiche ambulant, stationär (Krankenhaus) und Zahn zu addieren, um Leistungsunterschiede wenigstens teilweise auszugleichen. Zusätzlich ist das i.d.R. höhere Krankentagegeld in der PKV zu berücksichtigen. Das Krankengeld der GKV ist auf max. 70% der kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze pro Tag beschränkt (2027: 148,75 EUR). Für zusätzliche 50 EUR Krankentagegeld fällt ein monatlicher Beitrag von rund 20 EUR an.

Unter Berücksichtigung dieser Zusatzkosten (unverändert gegenüber 2026: 120 EUR für Kinderlose zzgl. ca. 60 EUR je Kind) ergeben sich für GKV Versicherte die folgenden Effektivbeiträge als Gesamtkosten für Kranken- und Pflegepflichtversicherung:

+ Zusatzkosten GKV vs. PKV20272026Erklärung
Durchschnittliche Eigenanteile/Zuzahlungen20,00 €20,00 €Ohne Zusatzversicherungen ca. 50 EUR, mit ZV ca. 20 EUR.
Kosten Zusatzversicherungen A/S/Z/KTG100,00 €100,00 €
Kosten Zusatzversicherungen Kind40,00 €40,00 €
Summe Zusatzkosten GKV kinderlos ca.120,00 €120,00 €Zusatzkosten pro Kind ca. 60 EUR
= Effektivbeitrag GKV20272026
Effektivbeitrag AN kinderlos830,81 €768,09 €
Effektivbeitrag AN mit 2 Kindern896,62 €838,68 €
Effektivbeitrag Selbstständig kinderlos1.465,13 €1.346,44 €
Effektivbeitrag Selbstständig mit 2 Kindern1.530,94 €1.417,03 €

Das Leistungsniveau der GKV beträgt unter 50% der Anforderungen an eine leistungsstarke Krankenversicherung. Eine „gute“ private Krankenversicherung erreicht hier über 90% bei deutlich günstigerem Beitrag.

Sozialversicherungswerte Jahr 2027: Rente und Arbeitslosenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung steigt im Jahr 2027 auf ein Einkommen von 8.850 Euro/Monat (2026: 8.450 Euro/Monat), West und Ost weiterhin einheitlich. Die BBG der GRV gilt auch für die Arbeitslosenversicherung.

Bei einem – nach heutigem Kenntnisstand bis Ende 2027 stabilen – Beitragssatz für die Rentenversicherung i.H.v. 18,6% (9,30% jeweils für Arbeitnehmer und Arbeitgeber) zahlt ein „Besserverdiener“ monatlich 1.646,10 EUR in die gesetzliche Rentenversicherung bzw. ins Versorgungswerk ein – mit unsicheren Aussichten auf spätere Renten. Laut Nachhaltigkeitsrücklage-Planung der Deutschen Rentenversicherung könnte der Beitragssatz ab 2028 deutlich steigen.

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung beträgt bei einem – für 2027 unverändert erwarteten – Beitragssatz von 2,6%, der hälftig vom Arbeitnehmer als Abzug vom Lohn getragen wird, maximal 230,10 EUR pro Monat (2026: 219,70 EUR).

Hier die Veränderungen der GRV in tabellarischer Form:

Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)2027Einheit2026
BeitragsbemessungsgrenzeWest106.200 €pro Jahr101.400 €
8.850,00 €pro Monat8.450,00 €
Ost106.200 €pro Jahr101.400 €
8.850,00 €pro Monat8.450,00 €
Beitragssatz18,60%Prozent18,60%
Maximalbeitrag GRVWest19.753,20 €pro Jahr18.860,40 €
1.646,10 €pro Monat1.571,70 €
Ost19.753,20 €pro Jahr18.860,40 €
1.646,10 €pro Monat1.571,70 €

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Werte Sozialversicherung Jahr 2027: Monatliche Bezugsgröße

Für viele Werte der Sozialversicherung spielt die sog. „Bezugsgröße“ eine wichtige Rolle, u.a. für den Mindestbeitrag für freiwillig versicherte GKV-Mitglieder oder für den Beitrag versicherungspflichtiger Selbstständiger zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Die bundeseinheitliche Bezugsgröße steigt laut Kabinettsbeschluss im Jahr 2027 auf 4.130 EUR pro Monat (49.560 EUR pro Jahr; 2026: 3.955 EUR).

Fazit zu Werten Sozialversicherung 2027 / Bezugsgröße in der Sozialversicherung

  • Die Sozialversicherungsbeiträge 2027 machen durch die außerordentliche Anhebung der Grenzwerte in der Krankenversicherung (GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz) einen besonders großen Sprung – die Steigerung von 9,68% beim Höchstbeitrag liegt deutlich über der zugrundeliegenden Lohnentwicklung von 4,38% für 2025.

  • Die Versicherungspflichtgrenze JAEG und die BBG der gesetzlichen Krankenversicherung steigen 2027 sogar zusätzlich um monatlich 300 Euro über die reguläre Lohnentwicklung hinaus, um den Wechsel in die PKV zu erschweren und die Einnahmen der GKV zu erhöhen.

  • Die erneut hohe Anpassung der Sozialversicherung zeigt unter anderem, wie heftig die gesetzlichen Sozialsysteme (Krankenkasse und GRV) unter steigenden Kosten und demografischer Entwicklung kranken. Bei der GRV drohen laut Deutscher Rentenversicherung ab 2028 deutlich höhere Beitragssätze.

  • Auch strukturell zieht die GKV-Reform 2027/2028 die Schraube weiter an: Neben den ab 2027 wirksamen Leistungskürzungen (u.a. Zahnersatz, Zuzahlungen, Homöopathie) kommt ab 2028 ein Beitragszuschlag für bislang beitragsfrei mitversicherte Ehepartner hinzu. Wer über der Versicherungspflichtgrenze liegt und einen PKV-Wechsel erwägt, sollte sich frühzeitig beraten lassen (siehe Hinweis oben).

Hinweis: Diese Seite basiert auf der vom Bundeskabinett am 7.10.2026 beschlossenen Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 2027 sowie ergänzenden Quellenangaben von PKV-Verband, Deutscher Rentenversicherung und lohn-info.de. Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus – wir aktualisieren diese Seite, sobald die Werte final feststehen. Einzelbeträge der Sozialversicherung aus der Sozialversicherungsrechengrößenverordnung weichen aufgrund von Rundungsfehlern teilweise ab.

Letztes Update:
Dr. Berndt Schlemann
Autor: Dr. Berndt Schlemann–Geschäftsführer, Volljurist
Seit 2005 berate ich anspruchsvolle Kunden als unabhängiger Finanzberater und Versicherungsmakler. Meine Spezialgebiete sind die Beratung zu privater Krankenversicherung, Absicherung gegen Berufsunfähigkeit und steueroptimierter Altersvorsorge. Von meiner Ausbildung her bin ich Volljurist mit zwei bayerischen Prädikatsexamen, juristischer Promotion in Saarbrücken und Zusatzqualifikation im Steuerrecht.

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