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Als auf die Krankenversicherung für Beamte spezialisierter Versicherungsmakler durften wir den LKH Beihilfetarif BeihilfeUpgrade schon vor dem offiziellen Launch am 1.7.2026 genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der neue Beamtentarif der Landeskrankenhilfe besteht aus einem Grundtarif plus vier Ergänzungsmodulen: Komfort, Premium, Klinik und Klinik Top. Wir haben das komplette Bedingungswerk (Stand 01.07.2026) durchgearbeitet – nicht Marketingbroschüren, sondern das Kleingedruckte. Unsere Analyse zeigt die Erstattungssystematik im Detail, benennt Stärken und vereinzelte Schwächen und Sublimits. Denn ein Beihilfetarif begleitet Sie normalerweise Ihr Leben lang.

Das Wichtigste in Kürze

  • BeihilfeUpgrade ist ein Beihilfe-Restkostentarif für Beamte. Die Tarifstufe ist zugleich der Erstattungssatz und muss zusammen mit dem Beihilfebemessungssatz 100 % ergeben. Split-Stufen (z.B. B5035) bilden auch ungleiche Sätze für ambulant und stationär ab.

  • Die LKH als Versicherer überzeugt finanziell: ein nicht konzerngebundener Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit einer Eigenkapitalquote rund 42 % und im Bestand überdurchschnittlich beitragsstabil.

  • Das Basismodul und der Ergänzungstarif Komfort leisten stationär über die GOÄ-Höchstsätze hinaus, ambulant und zahnärztlich bis zu den Höchstsätzen. Mit dem Modul Premium wird zusätzlich ambulant über die Höchstsätze hinaus geleistet. Wahlarzt und Zweibettzimmer im Krankenhaus bietet der Baustein Klinik, das zusätzliche Einbettzimmer übernimmt Klinik Top.

  • Die Fallstricke im Detail: 80 % Kürzung bei Hilfsmitteln über 1.000 € ohne Vorabinfo, KFO nur bei Behandlungsbeginn vor 21, Zahn-Summenstaffel in den ersten drei Jahren (auch bei Premium), Sublimits bei Hörgeräten/Sehhilfen selbst im Ergänzungstarif Premium und ein Gesundheitsbonus, der nur bei bestimmten Vorsorgeleistungen erhalten bleibt – und in den Beamtenanwärtertarifen gar nicht erst enthalten ist.

  • Alle Beträge sind Beispiel- und Höchstwerte nach dem Bedingungswerk Stand 01.07.2026 und ersetzen keine individuelle Analyse. Wir erstellen Ihnen gerne einen persönlichen Vergleich mit konkretem Angebot.

Inhaltsverzeichnis

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Der LKH (Landeskrankenhilfe) Beihilfetarif im Überblick: solide Substanz, ein Schönheitsfehler

Die 1926 in Lüneburg gegründete Landeskrankenhilfe, geführt als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) und nicht konzerngebunden, arbeitet ohne externe Aktionärsinteressen; Überschüsse kommen grundsätzlich der Versichertengemeinschaft zugute. 2024 zählte das Haus rund 317.000 Versicherte bei knapp 957 Mio. Euro Beitragseinnahmen – ein mittelgroßer Spezialist, kein Branchenriese.

Die Eigenkapitalquote der LKH liegt bei rund 42 % und damit deutlich über dem Marktdurchschnitt. Ebenso wichtig ist die Beitragsentwicklung: Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit konservativer Rücklagenpolitik spricht die Substanz tendenziell für einen ruhigeren Beitragsverlauf, im Bestand gilt die Landeskrankenhilfe als vergleichsweise beitragsstabil. Belastbare, öffentlich nachprüfbare Anpassungswerte speziell für den neuen Beihilfetarif gibt es noch nicht – BeihilfeUpgrade startet erst zum 01.07.2026, eine eigene Beitragshistorie fehlt also.

Den Schönheitsfehler benennen wir offen: Bei der BaFin-Beschwerdestatistik fällt die Landeskrankenhilfe negativ auf. Für 2024 errechnet sich eine Quote von rund acht Beschwerden je 100.000 Versicherte – bei einem Branchenschnitt von etwa 2,3.

Zur fairen Einordnung: Die Statistik sagt nichts über die Begründetheit der Beschwerden aus, und bei einem überschaubaren Bestand schlagen einzelne Fälle stärker durch. Ein über Jahre erhöhter Wert sollte aber aufmerksam machen. Für einen Tarif, dessen Erstattung an mehreren Stellen von der Vorab-Abstimmung mit dem Versicherer abhängt (dazu unten mehr), ist die Servicequalität kein Nebenkriterium.

Erstattungssystematik LKH Beihilfetarif: Tarifstufe = Erstattungssatz

Als Beamtin oder Beamter trägt Ihr Dienstherr über die Beihilfe je nach Status und Familienstand 50 bis 90 Prozent Ihrer Krankheitskosten. Den Rest schließt ein privater Beihilfe-Restkostentarif, eine spezielle Form der privaten Krankenversicherung für Beamte.

Beihilfetarife sind in der Regel modular aufgebaut, so auch bei der LKH. Beim BeihilfeUpgrade ist die Tarifstufe identisch mit dem prozentualen Erstattungssatz. Der Grundsatz: Beihilfebemessungssatz plus Erstattungssatz ergeben zusammen 100 %. Würden Beihilfe und Tarif zusammen mehr leisten, als die Rechnung hergibt, wird die Kostenerstattung des Tarifs entsprechend gekürzt – eine Überversicherung ist also ausgeschlossen.

Ein Beispiel: Eine ledige, kinderlose Bundesbeamtin hat einen Beihilfebemessungssatz von 50 %. Sie braucht einen Erstattungssatz von 50 % und wählt die Tarifstufe BeihilfeUpgrade50 (Kürzel B50) oder BeihilfeUpgrade30 (B30) + BeihilfeUpgrade20 (B20). Rechnet die Beihilfe 50 % einer Arztrechnung ab, übernimmt der Tarif die restlichen 50 %. Bei einem Beamten mit zwei Kindern steigt der Beihilfesatz in der Regel auf 70 % – er braucht dann nur noch B30.

Sieht die Beihilfe für verschiedene Bereiche unterschiedlich hohe Sätze vor – etwa mehr ambulant als stationär –, greifen die Split-Stufen. Die Stufe B5035 erstattet ambulant und zahnärztlich 50 %, stationär dagegen 35 %; die erste Ziffernpaarung steht für ambulant/zahn, die zweite für stationär. So lässt sich der Tarif passgenau auf die Beihilfeverordnung Ihres Dienstherrn zuschneiden.

Tarifstufeambulant/zahnstationärTypische Beamtensituation
B5050 %50 %lediger Bundesbeamter (50 % Beihilfe)
B3030 %30 %Beamter mit ≥2 Kindern (70 % Beihilfe)
B2020 %20 %Bei Wahl von B30 + B20 statt B50
B5035 (Split)50 %35 %50 % ambulant / 65 % stationär
B2010 (Split)20 %10 %80 % ambulant / 90 % stationär
B100100 %100 %Wegfall des Beihilfeanspruchs
Auszug der Tarifstufen; Beispielzuordnung in Anlehnung an die Bedingungswerke (Stand 01.07.2026)

Zwei Besonderheiten sind für Beihilfeberechtigte praktisch relevant:

Wichtig: Beim Statuswechsel – etwa von der Anwärterzeit in die Verbeamtung auf Lebenszeit oder bei Änderung des Beihilfesatzes durch Heirat oder Kinder – können Sie den Versicherungsschutz innerhalb der Produktlinie ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeiten anpassen, sofern der Antrag innerhalb von sechs Monaten gestellt wird.

Der Baukasten im Detail: Grundtarif plus vier Module

BeihilfeUpgrade ist modular. Sie zahlen nur für das, was Sie brauchen – müssen aber wissen, welches Modul welche Lücke schließt.

Die Kurzformel: Der Grundtarif schließt den prozentualen Beihilfe-Gap; die Ergänzungstarife Komfort oder Premium heben die ambulant-zahnärztliche Erstattung auf 100 %; Der Baustein Klinik ergänzt den Wahlarzt und das Zweibettzimmer, Klinik Top bietet das Einbettzimmer.

Grundtarif (B): das Fundament – mit Honorargrenze

Der Grundtarif deckt das volle Spektrum ab – ambulant, zahnärztlich, stationär – jeweils in Höhe Ihrer Tarifstufe. Im Einzelnen:

Rehabilitationsmaßnahme LKH Beihilfe Beamte

Rehabilitationsmaßnahmen sollen auch übernommen werden, wenn diese nicht darauf abzielen, die Dienstfähigkeit wiederherstellen! Nach Rücksprache mit der LKH leistet diese auch für Reha, die nicht der Wiederherstellung der Dienstfähigkeit dient, z.B. in der Pension und für beihilfeberechtigte Kinder. Hier wünschen wir uns eine verbindliche Klarstellung!

Die zentrale Grenze: Ambulant endet die Erstattung des Grundtarifs an den GOÄ-Höchstsätzen. Wer gefragte Ärzte und Spezialisten konsultiert, die per Honorarvereinbarung oberhalb des 3,5-fachen Satzes liquidieren, bleibt im Grundtarif (und im Komfort) auf der Differenz sitzen. Genau hier setzt das Premium-Modul an.

BeihilfeUpgrade Ergänzung Komfort (BEK): auffüllen bis 100 %

Der Ergänzungstarif Komfort erstattet nach Vorleistung von Beihilfe und Grundtarif die verbleibenden Kosten zu 100 %, jedoch ambulant und bei Zähnen gedeckelt auf die GOÄ/GOZ-Höchstsätze. Er schließt also die prozentuale Restlücke, nicht aber die Lücke oberhalb der Gebührenordnung. Über die Höchstsätze hinaus zahlt er, wie der Grundtarif, nur stationär.

Charakteristisch ist die Zahn-Summenstaffel in den ersten drei Kalenderjahren: 1.250 € im ersten Jahr, 2.500 € kumuliert bis zum zweiten, 5.000 € bis zum dritten. Erst danach greift der volle Zahnschutz. Bei einem Unfall entfällt die Staffel. Eine Bleaching-/Zahnaufhellungsleistung ist auf 300 € in drei Kalenderjahren begrenzt – ein nice-to-have, verursacht aber nur unnötige Kosten für den Krankenversicherer und sollte eigentlich nicht von einer PKV gedeckt sein.

Hinzu kommen familienfreundliche Beitragsbefreiungen für das Kind rund um Geburt (Geburtsmonat plus sechs Monate für ein nachversichertes Kind) und für den Elternteil während der Elternzeit (bis sechs Monate je Kind) – Details dazu in unserem Beitrag zur PKV-Beitragsbefreiung bei Elterngeld.

BeihilfeUpgrade Ergänzung Premium (BEP): auffüllen bis 100 %, keine Honorargrenze

Premium ist die deutlich stärkere Stufe. Dieser Baustein erstattet die verbleibenden Kosten zu 100 % und – der entscheidende Unterschied – bei allen ärztlichen Leistungen über die GOÄ-Höchstsätze, ohne die stationäre Beschränkung des Grundtarifs. Heilpraktiker- und Hufeland-Leistungen sind voll dabei, Zahnersatz und Implantate zu 100 %. Damit ist Premium das Modul für alle, die auch ambulant kompromisslos abgesichert sein wollen.

Aber: Premium ist kein Rundum-sorglos-Paket. Drei Einschränkungen bleiben.

Die ärztliche Erstattung über GOÄ setzt, wie allgemein üblich, eine rechtswirksame Honorarvereinbarung voraus. Daneben ist der Tarif für alle notwendig, die Wert auf Reiseschutzimpfungen legen.

Klinik (BK) und Klinik Top (BKT): die Wahlleistungen im Krankenhaus

Der Wahlarzt (häufig „Chefarzt“) und ein Zweibettzimmer sind im Grundtarif nicht enthalten. Bei einem Krankenhausaufenthalt zählen gerade diese Wahlleistungen für viele Staatsbedienstete.

Dafür gibt es zwei aufeinander aufbauende Module:

Übersicht: Welches Modul deckt was ab?

LeistungBasis+ Komfort+ Premium+ Klinik / Klinik Top
Ambulant bis GOÄ-Höchstsatzjajaja
Ambulant über GOÄ-Höchstsatzneinneinja
Zahnersatz/Implantatebis 100 %bis 100 %bis 100 %
Stationär über GOÄ-Höchstsatzjajaja
Wahlarzt stationärneinneinneinja (mit Klinik)
Zweibettzimmerneinneinneinja (mit Klinik)
Einbettzimmerneinneinneinja (mit Klinik Top)
Modul-Matrix BeihilfeUpgrade; vereinfachte Darstellung, Stand 01.07.2026.
*Zahn-Summenstaffel der ersten drei Jahre beachten.

LKH Krankenversicherung: Stärken und Schwächen im Klartext

Der LKH BeihilfeUpgrade ist ein solider Tarif, dessen Stärken und Schwächen Sie aber kennen sollte, bevor Sie unterschreiben.

Das spricht für BeihilfeUpgrade

Das sollten Sie kritisch prüfen

Zur Einordnung der Hilfsmittel- und Sublimit-Thematik lohnt der Marktvergleich. Wie eng oder großzügig Anbieter hier sind, zeigen wir am Beispiel Hörgeräte in unserem Beitrag zu den Leistungsdefiziten der HUK bei Hörgeräten. Mit 2.500 € je Ohr schneidet die LKH vergleichsweise gut ab – das relativiert den Kritikpunkt, hebt ihn aber nicht auf.

Verfahrenspflichten bei bestimmtem Leistungen

Mindestens ebenso wichtig sind die Verfahrenspflichten im Leistungsfall, denn an ihnen entscheidet sich, ob Sie 100 oder 80 Prozent erhalten. Drei Punkte sollten Beamte verinnerlichen:

Welche Leistungen sind gesundheitsbonus-neutral?

Laut Bedingungswerk sind folgende Leistungen GB-neutral:

Was kostet das BeihilfeUpgrade der Landeskrankenhilfe?

Der Beitrag hängt an Eintrittsalter, Gesundheit, gewählter Tarifstufe, gebuchten Modulen, Selbstbehalt und Ihrem Beihilfebemessungssatz. Ein lediger Beamter mit 50 % Beihilfe braucht nur die halbe Restkostenabsicherung und zahlt entsprechend weniger. Mit jedem Kind steigt der Beihilfeanspruch in den meisten Bundesländern, und der private Resttarif – und damit Ihr Beitrag – wird kleiner. Beamtenanwärter profitieren während der Ausbildung von besonders günstigen Ausbildungstarifstufen.

Nachfolgend finden Sie eine Beispielrechnung für eine 30-jährige verbeamtete Person, Beihilfesatz 50 %, Versicherungsbeginn: 01.07.2026

LKH Beihilfeupgrade Premium Beamte

Wichtiger als der Einstiegsbeitrag ist die Entwicklung über die Jahrzehnte – und hier gilt die LKH im Bestand als vergleichsweise beitragsstabil; eine eigene Beitragshistorie für den neuen Tarif fehlt allerdings noch. Trotzdem gilt: Vergleichen Sie nicht den Preis, sondern die Leistung dahinter. Ein etwas günstigerer Tarif mit GOÄ-Deckel und engen Sublimits kann im Ernstfall teurer werden als ein durchdachtes Premium-Paket. Grundlagen zur Beitragslogik finden Sie auf unserer Seite zur privaten Krankenversicherung.

Für welche Beamten passt BeihilfeUpgrade?

Wer als Beamter ohnehin seine Absicherung ordnet, sollte das Sonderthema Dienstunfähigkeit nicht vergessen – die passende Absicherung erklären wir auf unserer Seite zur Dienstunfähigkeitsversicherung.

Achtung bei Auslandsverwendung für Beamte im Auswärtigen Dienst

Für eine bestimmte Beamtengruppe lohnt ein genauer Blick: Wer absehbar längere Zeit ins Ausland versetzt wird — allen voran Bedienstete des Auswärtigen Amts, aber auch Beamtinnen und Beamte anderer Ressorts mit Auslandsverwendung — ist mit dem LKH BeihilfeUpgrade leider nicht passend abgesichert.

Wichtig zur Abgrenzung: Es geht hier nicht um die gezielte Auslandsbehandlung, bei der jemand mit Wohnsitz in Deutschland eigens zur Behandlung ins Ausland reist. Entscheidend ist der Geltungsbereich des Tarifs. Der Versicherungsschutz erstreckt sich grundsätzlich auf die EU und den EWR. Bei einem vorübergehenden Aufenthalt außerhalb dieser Länder besteht voller Schutz nur für die ersten zwölf Monate. Wer länger im außereuropäischen Ausland bleibt, muss noch vor Ablauf dieser zwölf Monate eine besondere Vereinbarung beantragen — diese verlängert den Schutz um höchstens fünf weitere Jahre und ist mit einem angemessenen Risikozuschlag verbunden. Danach endet die Möglichkeit der Fortführung zu diesen Konditionen.

Für einen typischen mehrjährigen Posten an einer Botschaft oder einem Konsulat außerhalb der EU/des EWR ist das zu eng: Der Schutz hängt an Fristen, an einer gesondert zu beantragenden Vereinbarung und an einer zeitlichen Obergrenze. Wer eine solche Verwendung auch nur als Möglichkeit im Blick hat, sollte sich nicht auf das BeihilfeUpgrade verlassen.

Es bleibt damit leider dabei, dass für diese Zielgruppe weiterhin kaum geeignete Anbieter gibt. Schade, dass sich daran auch mit dem Markteintritt des LKH BeihilfeUpgrade nichts ändert. Wer im Auswärtigen Dienst steht oder eine Auslandsverwendung nicht ausschließen kann, sollte seine Absicherung gezielt darauf ausrichten und sich von uns vorab fachkundig beraten lassen.

Wichtig für Studenten mit Perspektive auf Verbeamtung

Studenten des Lehramts oder anderen Studienrichtungen mit Perspektive auf eine Verbeamtung sollten sehr früh einen Optionstarif abschließen und sich damit den Gesundheitszustand „einfrieren“ lassen. Somit steht dem späteren Wechsel in die PKV nichts mehr im Weg. Die LKH bietet ab 01.07.2026 ebenfalls einen Optionstarif an.

Unsere Kunden empfehlen unsere Beratung in über 6.100 Bewertungen.
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Alternativen zum LKH BeihilfeUpgrade

BeihilfeUpgrade spielt in einem belebten Markt, in dem es aber gar nicht so viele leistungsstarke Tarife gibt. Wer die LKH erwägt, sollte zwei, drei Beamten-Spezialisten gegenrechnen – die Unterschiede stecken in genau den Details, die wir oben beschrieben haben.

Bislang hatte die Barmenia als sehr leistungsstarker Anbieter am Markt kaum eine ernstzunehmende Konkurrenz. Das ändert sich nun mit dem Tarif LKH BeihilfeUpgrade, wenngleich die Barmenia in der Gesamtschau weiterhin etwas leistungsstärker ist.

Weitere, aber deutlich leistungsschwächere Beamtentarife sind:

Fazit zum LKH BeihilfeUpgrade

BeihilfeUpgrade ist ein durchdachter, finanziell solide unterlegter Beihilfe-Baukasten für Beamte – mit einer ambulanten Basis, die im Premium-Modul echtes Spitzenniveau erreicht, und einem Versicherer, dessen Beitragsstabilität und VVaG-Struktur für die lange Laufzeit eines Beihilfevertrags in der privaten Krankenversicherung sprechen.

Richtig konfiguriert (Basis + Premium + Klinik + KlinikTop) bietet LKH BeihilfeUpgrade ein leistungsstarkes Paket.

Die Schwächen sind nicht dramatisch, können aber im Einzelfall eine wichtige Rolle spielen: die ambulante Honorargrenze ohne Premium, die 80 % Hilfsmittelfalle, die KFO-Grenze 21, die Zahn-Summenstaffel der ersten Jahre sowie die auch im Premium unveränderten Sublimits. Dazu die erhöhte Beschwerdequote. Wer diese Punkte kennt und sein Modulpaket bewusst zusammenstellt, bekommt einen fairen, leistungsstarken Tarif. Wer blind die günstigste Stufe wählt, riskiert Lücken.

Lassen Sie sich daher vor Abschluss dieser Versicherung deshalb von uns fachkundig beraten!

Warum beschäftigen wir uns mit dem LKH Beihilfetarif?

Anders als etablierte Beamtentarife begegnet uns der LKH Beihilfetarif im Beratungsalltag bislang kaum – und genau das ist der Grund, warum wir ihn so früh analysieren. BeihilfeUpgrade startet zum 01.07.2026. Wer sich heute informiert, findet weder Testurteile noch Ratings noch belastbare Erfahrungswerte zur Leistungsregulierung – im Wesentlichen nur die Unterlagen des Versicherers. Diese Lücke schließen wir mit einer unabhängigen Einordnung direkt aus dem Bedingungswerk, statt auf Hochglanzbroschüren zu vertrauen.

Hinzu kommt: Der Markt wirklich leistungsstarker Beihilfetarife ist überschaubar. Lange gab es an der Spitze kaum ernstzunehmende Konkurrenz. Ein neuer, leistungsstarker Anbieter ist deshalb für jeden relevant, der gerade vor der Wahl seiner privaten Krankenversicherung steht – er erweitert die Auswahl spürbar und kann für viele Beamtinnen und Beamte die passende Lösung sein. Ein neuer Tarif verdient aber dieselbe kritische Prüfung wie ein etablierter.

Unsere von Finanztip empfohlene PKV-Beratung folgt einem klar strukturierten Vier-Schritte-Modell. Im ersten Schritt erarbeiten wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden individuell priorisierte Auswahlkriterien. Grundlage sind rund 200 Leistungsmerkmale, die eine gute private Krankenversicherung ausmachen. Daraus entsteht ein etwa 150-seitiger Tarifvergleich als fundierte Entscheidungsgrundlage – mit derselben Tiefe, die wir auch jedem etablierten Tarif widmen.

Nur weil jemand in Videos kompetent wirkt, heißt das nicht, dass er oder sie tatsächlich über fundiertes PKV-Fachwissen verfügt! Leider lassen sich noch immer viel zu viele Berater von Hochglanzbroschüren blenden und lesen Bedingungswerke nicht. Manchmal mangelt es leider auch am richtigen Verständnis. Achten Sie daher unbedingt auf die Ausbildung und analytische Fähigkeiten Ihres Beraters.

Das Dr. Schlemann Unabhängigkeits-Versprechen

So vermeiden wir Interessenkonflikte und können unseren Kunden eine unabhängige Beratung garantieren, die ausschließlich auf ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

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Häufige Fragen zum LKH BeihilfeUpgrade

Was bedeutet die Tarifstufe beim BeihilfeUpgrade?

Die Tarifstufe ist der prozentuale Erstattungssatz. Sie muss zusammen mit Ihrem Beihilfebemessungssatz 100 % ergeben. Bei 50 % Beihilfe wählen Sie B50. Split-Stufen wie B5035 erstatten ambulant/zahn und stationär unterschiedlich (hier 50 % bzw. 35 %).

Worin unterscheiden sich Komfort und Premium?

Beide füllen die Restkosten auf 100 % auf. Komfort deckelt ambulant und zahnärztlich auf die GOÄ/GOZ-Höchstsätze; Premium erstattet ärztliche Leistungen auch darüber hinaus. Die Zahn-Summenstaffel der ersten drei Jahre sowie die Sublimits für Hörgeräte, Sehhilfen und LASIK gelten in beiden Modulen.

Deckt das Premium-Modul wirklich alles ambulant ab?

Nein. Premium hebt zwar die GOÄ-Höchstsatzgrenze für ärztliche Leistungen auf, doch die Sublimits bleiben: Hörgeräte 2.500 € je Ohr, Sehhilfen 600 € in zwei Jahren, LASIK 1.500 € je Auge, Heilmittel bis 125 % der BBhV-Sätze. Auch die Zahn-Summenstaffel der ersten drei Jahre gilt weiter.

Brauche ich für ein Einbettzimmer beide Klinik-Module?

Ja. Klinik deckt Wahlarzt und Zweibettzimmer ab, Klinik Top übernimmt die Differenz zum Einbettzimmer. Für die Einbettzimmer-Unterbringung benötigen Sie daher beide Bausteine.

Was passiert bei einem Hilfsmittel über 1.000 €?

Sie müssen die LKH vor der Beschaffung informieren – auch wenn sich gleichartige Hilfsmittel im Jahr auf über 1.000 € summieren. Versäumen Sie das oder beschaffen entgegen der Vorgabe, werden nur 80 % erstattet. Bei Unfall- oder Notfallerstversorgung bleibt es bei 100 %.

Bekommen Beamtenanwärter den Gesundheitsbonus?

Nein. In den Beamtenanwärtertarifstufen wird kein Gesundheitsbonus gezahlt. Erst in den regulären Tarifstufen (Erwachsene ab 21) greift die Staffelung nach leistungsfreien Kalenderjahren – etwa 50/100/150 € in der Stufe B50.

Bis wann ist Kieferorthopädie versichert?

Nur, wenn die Behandlung vor Vollendung des 21. Lebensjahres begonnen hat. Ausnahmen gelten bei Unfällen nach Versicherungsbeginn und bei schweren Erkrankungen mit kombiniert kieferchirurgisch-kieferorthopädischer Behandlung.

Ist die LKH als private Krankenversicherung für Beamte verlässlich?

Finanziell ja: hohe Eigenkapitalquote, VVaG-Struktur und ein im Bestand vergleichsweise beitragsstabiler Verlauf. Kritisch ist die über dem Branchenschnitt liegende BaFin-Beschwerdequote der vergangenen Jahre. Die Statistik sagt nichts über die Begründetheit aus, sollte aber in die Gesamtabwägung einfließen – gerade bei einem Tarif mit Vorab-Abstimmungspflichten.

Letztes Update:
Patrick Mini
Autor: Patrick MiniSenior Finanzberater, Leiter Vertrieb
Seit 2013 berate ich zu Berufsunfähigkeits­schutz, privater Krankenversicherung, Altersvorsorge und Immobilien als Kapitalanlage. Mit mehr als 12 Jahren Erfahrung, transparenter Beratung und viel Leidenschaft finden wir Lösungen, die wirklich zu Ihrem Leben passen.