Stiftung Warentest PKV-Vergleich: Wir analysieren für Sie Methodik, Kriterien und Ergebnisse von Finanztest zur privaten Krankenversicherung. Kann man private Krankenversicherung ähnlich testen wie Waschmaschinen?
Der Stiftung Warentest Ableger Finanztest genießt in Deutschland seit vielen Jahren einen guten Ruf. Erhält ein Produkt im Magazin das Urteil „Sehr gut“, vertrauen Verbraucherinnen und Verbraucher dieser Einschätzung – ganz gleich, ob es um eine Waschmaschine, eine Zahnzusatzversicherung oder private Krankenversicherung (PKV) geht.
Die Private Krankenversicherung ist für viele eine interessante Alternative zur gesetzlichen Absicherung. Sie bringt zahlreiche Vorteile mit sich – allerdings nur, wenn der Tarif wirklich passt. Ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote ist deshalb unverzichtbar. Die PKV bietet zwar oft bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), doch die Unterschiede zwischen den Tarifen sind enorm.
Im Frühjahr 2025 hat Stiftung Warentest erneut einen umfassenden Vergleich der PKV-Tarife veröffentlicht – und mit den Testergebnissen für jede Menge Schlagzeilen gesorgt. Die Kernaussage: Zwei Drittel der untersuchten PKV-Tarife seien nicht empfehlenswert, in vielen Fällen sei die GKV sogar die bessere Wahl. Ein Urteil, das in den Medien teils als „Horror-Szenario für die PKV“ aufgegriffen wurde.
Stiftung Warentest PKV-Vergleich 2025: Wie fundiert sind Methodik und Kriterien?
Was steckt wirklich hinter dem Stiftung Warentest PKV-Vergleich?
Wir haben uns Test, Methodik und daraus abgeleitete Empfehlungen genau angeschaut.
In diesem Beitrag beleuchten wir Hintergründe, zeigen Fehler im Testverfahren auf und erklären, worauf es bei einer PKV wirklich ankommt, nämlich auf
Diese Kriterien sind für versicherte Angestellte, Selbstständige und Beamte deutlich wichtiger als günstige Einstiegspreise und schöne Noten.
Die Wahl der richtigen privaten Versicherung ist entscheidend für Ihre Gesundheit und bezahlbare finanzielle Absicherung im Alter.

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Was hat Stiftung Warentest PKV-Vergleich 2025 genau untersucht?
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Bevor man der Empfehlung des Stiftung Warentest PKV-Vergleichs folgt und sich darauf womöglich für die nächsten Jahrzehnte verlässt, sollte man sich klarmachen:
Der Stiftung Warentest PKV-Vergleich 2025 (veröffentlicht in Finanztest 3/2025 von Julian Chudoba, Barbara Bückmann und Angela Ortega Stülper) untersucht (nur) 154 Tarife für Angestellte, 153 Tarife für Selbstständige und 77 Tarife für Beamte. Klingt viel – ist es aber nicht.
Der Markt für private Krankenversicherungen in Deutschland ist äußerst vielfältig: Es existieren deutlich über 1.500 Tarifkombinationen. Diese Vielfalt wird im Test jedoch stark beschnitten, da Stiftung Warentest nur den „Rundum-Schutz“ bewertet.
Folgende Mindestkriterien hat Finanztest für eine private Krankenversicherung festgelegt:
Wie wurde bewertet?
Stiftung Warentest Finanztest wählte für den PKV-Test zwei Modellkunden: einen 35-jährigen Angestellten beziehungsweise Selbstständigen sowie einen 30-jährigen Beamten. Warum bei Privatpatienten überhaupt zwischen Tarifen für Angestellte und Selbstständige unterschieden wurde, bleibt allerdings fraglich. Schließlich geht es in der privaten Krankenversicherung in erster Linie um die Absicherung der Gesundheit, nicht um Beruf oder Lebensstandard.
Natürlich gibt es für Selbstständige Versicherte einige wichtige Besonderheiten. Doch genau diese wurden im Test gar nicht berücksichtigt. So fehlen etwa Vorgaben zu Rehabilitationsmaßnahmen – ein Aspekt, der für Selbstständige oftmals noch entscheidender ist als für Angestellte.
Höhe der Aufwendungen
Die Tester von Stiftung Warentest Finanztest vergaben dann Punkte je nachdem, wie hoch die Aufwendungen der Versicherer für Krankheitskosten laut Zahlenportal des PKV-Verbands ausfallen. Warum man sich auf diese Angaben stützt, erscheint fragwürdig.
Für Menschen, die sich für eine private Krankenversicherung interessieren, zählt in erster Linie etwas anderes: die vertraglich garantierten Leistungen. Die Höhe der Ausgaben eines Versicherers sagt darüber nur wenig aus.
Beitragsrückerstattung
Eine garantierte Beitragsrückerstattung wurde ebenfalls positiv bewertet. Dieses Kriterium bieten nur wenige Versicherer. In der Praxis sind Beitragsrückerstattungen jedoch fast immer erfolgsabhängig und können von Jahr zu Jahr angepasst werden. Das verschafft den Versicherern Flexibilität, etwa um Beitragsanpassungen abzufedern.
Problematisch ist, dass dieser Punkt im Test so stark gewichtet wurde. Denn bei den meisten Versicherten überwiegen die Jahre, in denen sie keine Rückerstattung erhalten. Ganz außen vor blieb zudem ein wichtiger Aspekt: Das Finanzamt kassiert bei einer Rückerstattung kräftig mit und nimmt einen erheblichen Teil gleich wieder weg.
Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen
Weiterhin untersuchte Stiftung Warentest Finanztest für den Test die Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen bei den Versicherern und ob diese in Firmen, die ihr Geld mit Öl, Ölsand, Kohle, Waffen oder Tabak verdienen, investieren. Diese Momentaufnahme ist nun wirklich kein Entscheidungskriterium für eine gute private Krankenversicherung!
Private Krankenversicherung im Vergleich: Stiftung Warentest empfiehlt Preis statt Leistung!
Bei den Testergebnissen von Stiftung Warentest Finanztest wird deutlich: Der Preis in Euro im Monat spielte eine zentrale Rolle. Gravierende Leistungseinschränkungen blieben dagegen weitgehend unberücksichtigt. So wurden etwa der ARAG MedExtra für Angestellte und der Continentale Comfort für Beamte als günstige Tarife mit „guten Leistungen“ hervorgehoben.
Dass dabei Hilfsmittel nur in funktionalen Standardausführungen versichert sind, später bei den Kosten von Hörgeräten massiv zugezahlt werden muss, der Zugang zu Spezialisten (Stichwort Facharzttermin) begrenzt ist und beide Tarifkombinationen keine bzw. kaum Leistungen für die Kosten von Rehabilitationsmaßnahmen enthalten, lässt man außen vor.
All das blieb unberücksichtigt, weil die Bewertungskriterien entsprechend niedrig angesetzt wurden. Die feine Abstufung der Noten in 0,1-Schritten erweckt zusätzlich den Eindruck, die Unterschiede zwischen den Tarifen seien marginal – was sie in Wirklichkeit nicht sind!
Eine PKV ist keine Waschmaschine!
Patrick Mini
Am Ende gilt: Ein Test ist nur so gut wie sein Design. Beim Stiftung Warentest PKV-Vergleich 2025 zeigt sich ein entscheidender Schwachpunkt: Die Kriterien sind vergleichsweise flach angelegt. Dadurch wurden viele hochwertige, bewährte Tarife ausgefiltert bzw. Tarife mit nachhaltigerer Kalkulation (=höhere Beiträge) schnitten schlechter ab. Übrig blieb eine sehr enge Auswahl.
Diese Kritik verstärkt sich noch durch einen weiteren Punkt: Finanztest bewertete alle 154 getesteten Tarife für Angestellte, alle 153 Tarife für Selbstständige und immerhin 56 von 77 Tarife für Beamte mit der Note „Sehr gut“. Eine so großzügige Vergabe wirft Fragen auf.
Im Testbericht heißt es sinngemäß: Günstige Tarife für Neukunden seien meist auch später günstig, weil Neu- und Bestandsbeiträge sich gleich entwickeln. Klingt beruhigend. Ist aber gefährlich verkürzt.
Denn: Heutige Beiträge in Euro im Monat allein sagen nichts darüber aus, ob ein Tarif langfristig tragfähig ist. Entscheidend ist, wie die Beiträge zustande kommen – und wie vorausschauend kalkuliert wurde.
Beiträge können kann aus zwei Gründen günstig sein:
- Bestenfalls: effiziente Kalkulation auf Basis eines verlässlichen Datenmodells und solide Rückstellungen
- Ungünstigstenfalls: geringe Rücklagenbildung, riskante Annahmepolitik und zeitweilige Querfinanzierung
Nur im ersten Fall ist das ein gutes Zeichen. Im zweiten Fall drohen spätere Beitragssprünge – oft erst dann, wenn ein Wechsel gesundheitlich nicht mehr möglich oder zu teuer ist.
„Die Mehrheit der Tarife ist nicht empfehlenswert“
Mit einer recht provokativen Überschrift soll der Test von Stiftung Warentest Finanztest vermutlich eher von der PKV abschrecken, als für sie werben. Dennoch hat Stiftung Warentest Finanztest hier grundsätzlich recht. Auch wir halten die Mehrheit der PKV-Tarife für nicht empfehlenswert.
Bei unserer von Finanztip empfohlenen PKV-Beratung gehen wir wie unter Beratung Krankenversicherung in vier Schritten beschrieben streng analytisch vor. Grundlage sind gemeinsam mit unseren Kunden aus rund 200 Leistungskriterien ermittelte und priorisierte persönliche Auswahlkriterien einer guten PKV. Diese unterscheiden sich bei Angestellten und Selbstständigen nicht wesentlich.
Auf dieser Basis erhalten unsere Kunden ausführliche Infos, insbesondere einen umfassenden, ca. 150-seitigen Tarifvergleich als Entscheidungsgrundlage. Die Favoriten von Stiftung Warentest Finanztest empfehlen wir jedoch in der Regel nicht. Dennoch hat der Test für einige besonderes empfehlenswerte Tarife ebenfalls eine gute Note vergeben.
Stiftung Warentest Finanztest stuft viele Tarife als nicht empfehlenswert ein, weil sie einzelne Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht abdecken. Dabei wird jedoch ein entscheidender Unterschied der beiden Systeme übersehen: Nicht jede Leistung gesetzlicher Krankenkassen ist bei Krankheiten medizinisch zwingend notwendig, sie wird aber solidarisch von allen Beitragszahlern finanziert und kosten X tausend Euro im Monat.
In der privaten Krankenversicherung hingegen wählt jeder Versicherte einen Tarif nach seinen individuellen Bedürfnissen. Und Versicherte erhalten dafür regelmäßig in anderen Bereichen deutlich bessere Leistungen als bei gesetzlichen Krankenkassen.
Der fatale Ratschlag von Stiftung Warentest Finanztest: „Einfach mehrere Anträge stellen“
Im Testbericht von Stiftung Warentest Finanztest wird sinngemäß geraten, man solle als gesunder Interessent zeitgleich Anträge bei mehreren Versicherern stellen – idealerweise bei den drei günstigsten Anbietern. Was auf den ersten Blick wie eine clevere Vergleichsstrategie wirkt, ist in Wirklichkeit eine gefährliche Falle.
Denn: Wer bei mehreren Versicherern gleichzeitig einen Antrag stellt, löst folgende Kettenreaktion aus:
Die Folge: Ein eigentlich kerngesunder Antragsteller wird plötzlich als „schwierig“ eingestuft – und erhält bei keinem Versicherer mehr echten Vollschutz. Genau das Gegenteil der beabsichtigten Sicherheit.
Was seriöse Beratung anders macht
Professionelle Makler oder unabhängige Berater gehen genau nicht diesen Weg. Statt mehrere Anträge zu streuen, werden:
Erst dann wird bewusst ein einzelner Antrag gestellt. Denn dieser ist rechtlich und praktisch bindend.
Stiftung Warentest Finanztest erwähnt dieses Vorgehen nicht. Stattdessen wird ein Verhalten empfohlen, das im schlechtesten Fall dazu führt, dass der Interessent keinen brauchbaren Versicherungsschutz mehr bekommt.
Fazit zu Stiftung Warentest PKV-Vergleich Private Krankenversicherung
Neben dem Mehrfachantrags-Ratschlag gibt es weitere Aussagen im Test, die pauschal, praxisfern oder sogar widersprüchlich sind:
Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Der Stiftung Warentest PKV-Vergleich erzeugt falsche Anreize, die zu finanziellen und gesundheitlichen Nachteilen führen können. Wer sich auf diese Empfehlungen verlässt, setzt womöglich seine Chancen auf einen lebenslang tragfähigen Versicherungsschutz aufs Spiel.
Denn: Die Entscheidung für oder gegen eine PKV ist eine der wichtigsten finanziellen Weichenstellungen im Leben. Wer sie leichtfertig trifft, zahlt später womöglich einen hohen Preis!
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